Eisenbieger

Eine seit 1999 bestehende Sportgruppe der TG trifft sich regelmäßig am Donnerstagvormittag zwischen 9.30 und 11.00 Uhr im Fitness-Raum im Eybacher Tal. Die Gruppe besteht aus 1 Sportlerin, der Ehefrau des Übungsleiters Eugen Zeiner und
11 Sportlern. Infolge des knappen Raumangebotes ist eine Aufnahme von weiteren Inter- essierten zur Zeit leider nicht möglich. Unter Anleitung von ÜL Eugen Zeiner beginnt die Sportstunde mit Gymnastik zur Erwärmung und Stärkung der Muskulatur. Anschließend „stählern“ sich die Sportler an verschiedenen Geräten. Mit einer Gymnastik endet diese Sportstunde. Außer den wöchentlichen Übungseinheiten sind die Eisenbieger auch eine in sich ver- schworene homogene Gruppe, die gemeinsam mit Ihren Ehepartnern auch während des Jahres vielseitig unternehmungslustig sind.


Eisenbieger hautnah an der Filstalbrücke

Jörg Schneider – 17.11.2020

Bau-Ingenieur Konrad Schmid, Eugen Zeiner und Jörg Schneider

Besonderes Glück hatte die Sportgruppe der TG Geislingen, dass die Besichtigung von oben dieses gigantischen Bauwerkes noch kurz vor dem derzeitigen Corona Teil-Lockdown durchgeführt werden konnte. Inzwischen sind solche Führungen wieder abgesagt. Gebucht und organisiert hatten die Eisenbieger dieses Vorhaben beim Veranstalter Bahnprojekt Stuttgart – Ulm e.V. in Stuttgart. Zuerst gab es eine Einführung und Präsentation des Planfeststellungsabschnitts PFA 2.2 Albaufstieg im Lean-Raum der Arge EÜ Filstal in Wiesensteig.

Ein erneutes Glück für die Sportgruppe, dass sie für das 3-stündige Erlebnis mit Herrn Konrad-Schmid einen profunden Informationsbegleiter aus Frankfurt bekommen hatten, der nicht nur über das Bauprojekt dieser Brücke bestens informiert war, sondern auch schon als Bauingenieur an verschiedenen großen Bauwerken beteiligt war.

Herr Schmid erwähnte, dass dieser Abschnitt des Hochgeschwindigkeitsnetzes für Europa ist und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm 2022 wie geplant fertig gestellt sein wird, wozu auch die Filstalbrücke bei Mühlhausen gehört. Erster Brückenteil ist fertiggestellt, der zweite Teil im Bau und liegt im Zeitlimit.

Die Eisenbieger vor dem Tunnelportal in Richtung Stuttgart

Mit dieser Ost- West Achse durch Europa sei ein Einzugsgebiet für 35 Millionen Bewohner gegeben, von Budapest bzw. Bratislava nach Paris.

Nach Vorstellung des Gesamtprojekts in der Übersicht erfolgte die Ausstattung der persönlichen Schutzausrüstung wie Helme, Stiefel und Warnwesten.

Mit dem Baustellenbus ging es dann hoch zur Baufläche der Filstalbrücke, wo man einen ersten einmaligen Eindruck von oben auf die zweitgrößte Bahnbrücke Deutschlands hatte. Herr Schmid erklärte sehr ausführlich die Bauweise der Brücke mit der Vorschubrüstung, die in zweimal 10 Abschnitten zum Einsatz kommt. Der Boßlertunnel wurde mit der gigantischen Bohrmaschine hergestellt, der Steinbühltunnel in Spritzbetonbauweise.

Auch wurde auf die Problematik der Geologie hingewiesen. Da das Filstal in dieser Region in den oberen Schichten nicht tragfähig genug ist, müssen  Betonpfähle unter den Fundamenten die Lasten der Brücke bis in tragfähige Schichten führen.

Die Brücke hat eine Länge von 485 m und ist 85 m hoch. Die gesamte Neubaustrecke hat eine Länge von 59,6 km, davon verlaufen 30,4 km in Tunnels und 20 Straßenbrücken.

Die Gesamtkosten des DB-Projektes sind im geplanten Rahmen von 3,7 Milliarden Euro. Die Eisenbieger konnten in 85 m Höhe über dem Tal herrliche Ausblicke auf die beiden Brückenabschnitte, sowie auf die zwei

Portale der eingleisigen Tunnelröhren dieser größten Infrastruktur-Baustelle in unserer Region genießen.

Später werden hier die Züge mit einer Geschwindigkeit bis zu 250 Stundenkilometer brausen, was eine Zeitersparnis zwischen Stuttgart und Ulm von etwa 30 Minuten bedeutet. Auch seien im Brückenbereich Rettungswege für Notfälle und für Feuerwehr vorgesehen. Auch Fluchtwege zwischen den beiden Tunnelröhren sind vorhanden. Gearbeitet wird im 3-Schichtbetrieb mit je 50 Arbeitern. Insgesamt seien etwa 250 Personen an diesem Brückenbauwerk beschäftigt.

Die Brücke wird von der Firma Bögl aus Neumarkt/Oberpfalz gebaut, die Tunnels von einer österreichischen Arbeitsgemeinschaft unter Führung der Firma Porr AG hergestellt.

Der Abschluß dieses einmaligen und nachhaltigen Erlebnisses erfolgte im Reußenstein Hof.

 

Eisenbieger – privater Re-Start

Jörg Schneider – 27.07.2020

Coronabedingt konnten wir wie alle Abteilungen unsere Donnerstag-Sportstunden nicht mehr durchführen. Der letzte Sporttag war am Donnerstag, 12. März 2020. Bis dahin hatten wir in der Saison 2019/20 nur 24 von 33 Sportstunden. Nachdem die Bestimmungen für das Zusammentreffen von Personen etwas gelockert wurden, hat Marianne Zeiner die Initiative für eine erste Begegnung seit der Pandemie ergriffen.

Marianne und Eugen haben ihre Eisenbiegerfreunde zu sich privat eingeladen, wobei der notwendige Abstand gewahrt wurde.
Übungsleiter Eugen begrüßte seine Sportfreunde mit den Worten von John F. Kennedy:

„Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?“

Anschließend gab‘s ein Maultaschenessen sowie Gespräche über
„Gott und die Welt“.

Jörg Schneider bedankte sich bei Eugen und Marianne für die Einladung und Gastfreundschaft in der „Villa Zeiner“ für den gelungenen Re-Start, nicht auf der Matte, dafür am Tegelberg.

Eisenbieger: 20 Jahre-Jubiläum

Stephan Schweizer – 26.10.2019

Die Eisenbieger feiern dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Hierzu gratulieren wir dieser sehr aktiven Gruppe recht herzlich. Hier geht es schon lange nicht mehr nur darum, Eisen zu bewegen, sondern in geselliger Runde in nah und fern alles zu erkunden. Sehen Sie in der folgenden Jubiläumsschrift, wohin die Reise jeweils führte und was man als Eisenbieger so alles erleben kann.

Loader Wird geladen...
EAD-Logo Es dauert zu lange?

Neu laden Dokument neu laden
| Öffnen In neuem Tab öffnen

Download [2.04 MB]

 

 

Eisenbieger auf den Spuren von Asisi

Jörg Schneider – 02.10.2019

Umweltbewusst mit dem Zug nach Pforzheim angereist, wollte die TG-Sport-Gruppe eintauchen in die zauberhafte Wunderwelt des Great Barrier Reefs, ein 2000 Kilometer langes und weltweit größtes Korallenriff im Nordosten von Australien. Im Pforzheimer Gasometer hatte Yadegar Asisi, 1955 in Wien geboren und in Berlin lebend, eines seiner vielen 360 Grad Panorama-Rundbilder im Maßstab 1:1 erstellt. Asisi ist österreichisch-iranischer Künstler und Architekt. Nach vielen Preisen städtebaulichen Wettbewerben entdeckte er 1993 die Kunstform Panorama, als er an einer Ausstellung in der Bundes-kunsthalle in Bonn mitwirkte. Seit 2003 kreierte er die größten Panoramen der Welt, u.a. auch in Berlin, Dresden, Leipzig, Wittenberg etc.


PANOMETER    ist eine Wortschöpfung des Künstlers, gebildet durch das Zusammenziehen der Wörter Pano-rama und Gaso-meter. Seitdem entwickelte er und sein team die Möglichkeiten dieses Mediums kontinuierlich weiter und schafft durch digitale Bildbearbeitung eine neue Nähe zwischen Fotografie und Malerei. Für das Pforzheimer Rundbild ist er an Australiens Ostküste auch selbst getaucht und hatte viele Unterwassermotive fotografiert und später die Panoramabilder gemalt.

Präsentiert wird in Pforzheim das Panorama-Kunstwerk im Gasbehälter. Dieses Technikdenkmal wurde 1912 erbaut und diente fast 100 Jahre als Ausgleichsbehälter der Gasversorgung der Stadt. Der Stahlzylinder misst 42 m Höhe und 40 m Durchmesser. Von der 15 m hohen Besucherplattform kann man stufenweise hautnah die spektakulärste und weltgrößte Panoramadarstellung erleben. Den heutigen Gasometer hatte eine Investorengruppe von der Stadt Pforzheim übernommen und betreibt als Eigentümer auch den Betrieb und die Vermarktung.

 

20 Jahre „Eisenbieger“ in der TG Geislingen – Jubiläumsfahrt ins Hohenloher Land

Jörg Schneider – 04.09.2019

Im Jahre 1999 gründete sich die Sportgruppe „Die TG-Eisenbieger“. 20 Jahre – ein Anlass zu einer zweitägigen Ausfahrt. Erste Station war Schloss Neuenstein, am Fuße der Waldenburger Berge, wo eine Schlossführung stattfand. Das Schloss entstand aus einer im frühen 13. Jahrhundert erbauten Wasserburg. Als Burgherren wurden um 1230 die Herren von Stein genannt, die Nachkommen nannten sich Neuenstein. Um 1300 kam die Burg in den Besitz der Grafen von Hohenlohe. Nach Erweiterung wurde im 15. Jahrhundert die Burganlage zu einem Schloss im Stil der Renaissance umgestaltet. Beim Rundgang beeindruckte der 41 m lange Rittersaal mit Kassettendecke, der Kaisersaal, wo nach den Renovierungsmaßnahmen ab 1870 eine kostbare Antiquitätensammlung eingerichtet wurde oder die Küche aus dem 15. Jahrhundert.

Eisenbieger im Rittersaal Schloss Neuenstein

Am Spätnachmittag besuchte man die Burgfestspiele in Jagsthausen, wo Goethes Schauspiel „Götz von Berlichingen“ mit der besonderen Dramatik des Mittelalters aufgeführt wurde.

Übernachtet wurde im barocken, 1157 von Zisterzienser Mönchen aus Maulbronn gegründeten Kloster Schöntal, im Bildungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Eisenbieger vor Kloster Schöntal

Eisenbieger vor Kloster Schöntal

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Archäologie im Dorf Unterregenbach bei Langenburg. Der dortige Kirchengemeinderat Hans-Jörg Wilhelm erläuterte zunächst den Gesamtplan der Grabungsfunde. Die Dorfkirche St. Veit wurde im Jahre 1482 errichtet. Unter ihr fand man durch Zufall die Grundmauern eines Vorgängerbaues, der auf das Jahr 750 datiert wurde. Eine Eisentreppe führt etwa sechs Meter senkrecht in die Tiefe. Dabei ist unter einer Spannbetondecke zu sehen, was die Archäologen zwischen 1940 und 1960 freigelegt haben: Die Mauerreste einer uralten Stadtkirche aus der Karolinger Zeit mit Kreuzkanälen, was einmalig in Europa sei. Somit ist nachgewiesen, dass vor 1000 Jahren im Jagsttal die größte Kirche im heutigen Württemberg stand, erwähnte Herr Wilhelm mit Stolz. Dies brachte Unterregenbach eine überregionale Bedeutung ein. Da Herr Wilhelm auch selbstständiger Schaumweinproduzent ist, präsentierte er in einer Verkostung seine regionalen Streuobst-Spezialitäten.

 

 

Eisenbieger „unter Tage“

Jörg Schneider – 05.08.2019

Eisenbieger „unter Tage“ – im Salzbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf

Das Bergwerk Friedrichshall in Jagstfeld, wo seit 1859 gefördert wurde, musste 1895 wegen Wassereinbruch aufgegeben werden. Da der Handel mit Steinsalz für das Königreich Württemberg ein wichtiges wirtschaftliches Potential darstellte, sollte ein neues Steinsalzbergwerk erstellt werden. So wurde 1896 mit den Arbeiten für einen neuen Schacht in Kochendorf begonnen; 1899 ging das neue Bergwerk in Betrieb. Mit dem Gruß der Bergleute „Glück-Auf“ wurden die Eisenbieger in 200 m Tiefe nach dem Verlassen des Förderkorbes empfangen. Der Rundgang war eine Zeitreise in die Erde, wo in mehreren langen Kammern bis 1994 bis zu 25 m mächtige Salzlager abgebaut und bis zu 6000 Tonnen Salz täglich gefördert wurden.

Heute werden die aufgefahrenen Hohlräume wieder mit geeigneten Abfallstoffen verfüllt, um Umweltprobleme durch eine sichere Einlagerung zu lösen. Das Rohsalz für die Siedesalzproduktion in der Saline auf dem Kochendorfer Betriebsgelände kommt aus dem Steinsalzbergwerk Heilbronn, in dem seit 1855 Salz gefördert wird. Auf dem ca. 1,5 km langen Rundgang gibt es auch Hightech zu bestaunen, so z.B. einen 160 m langen Bohrkern und eine der weltweit größten Bergbaumaschinen „Continuous-Miner“.

Diese beeindruckende Maschine mit 13,4 m Länge und 5,3 m Höhe hatte in 10 Jahren etwa 8 Millionen Tonnen Steinsalz abgebaut.

Ein Moment des Verweilens und der Stille ist die Ausstellung „Gedenkstätte KZ-Kochendorf“. Die Stollen wurden im Dritten Reich für eine von Bombenangriffen geschützte Rüstungsindustrie genutzt und Anfang 1944 wurde eine Abteilung des KZ Natzweiler eingerichtet. Häftlinge wurden auch nach Dachau ins KZ transportiert, wo über 400 Menschen ihr  Leben verloren.

Am Ende des Rundganges wurde klar, dass Salz mehr ist, als das „Salz in der Suppe“. Salz als wichtiger Mineralstoff macht Lebensmittel und ist auch der Rohstoff für die chemische Industrie.

Eisenbieger bei der Bundeswehr in Dornstadt

Manfred Bomm – 29.07.2019

Wie fühlt es sich an, ein tonnenschweres gepanzertes Fahrzeug zu steuern? Welche Sicht hat der Fahrer – und was geschieht, wenn ein solches Militärmonster verunglückt? Die Sportgruppe „Eisenbieger“ der Turngemeinde Geislingen war jüngst in der Rommel-Kaserne in Dornstadt zu Gast, als dort die Feuerwehrleute des Alb-Donau-Kreises einen Tag lang Antworten auf diese Fragen bekamen. Möglich gemacht hat den Besuch Uwe Zettler, selbst Oberstleutnant der Reserve und eng mit dem Fanfarenzug der Geislinger Feuerwehr verbunden, zu dem auch  „Eisenbieger“ Jörg Schneider freundschaftliche Kontakte pflegt. Wer wollte und mutig genug war, durfte in der Bundeswehr-Fahrschule in einen der drei Fahrsimulatoren steigen, um am eigenen Leibe zu spüren, wie sich ein „GT Boxer“ (gepanzertes Fahrzeug) oder der Panzer M113 im (virtuellen) Gelände anfühlen. Auch einige  „Eisenbieger“ ließen sich in dem engen Fahrercockpit bei einer eigenen Fahrt kräftig durchschütteln.

Bild: Manfred Bomm

Oberstleutnant Zettler hatte gleich zwei Infotage in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Fahrschule geplant und organisiert, weil das Interesse der Feuerwehren zwischen Merklingen und Altenstadt (Iller) groß war; die Geislinger Wehr hingegen hatte bereits voriges Jahr an einer ähnlichen Veranstaltung teilgenommen. Denn dass gepanzerte Fahrzeuge wie der „Boxer“ (also kein Panzer) zu Schulungszwecken auf öffentlichen Straßen unterwegs sind, lässt sich täglich erkennen. Insbesondere die Türkheimer und die Geislinger Steige werden genutzt, um die Nachwuchsfahrer mit Steilstrecken vertraut zu machen. Was zu tun ist, wenn dabei ein hermetisch verriegelter „Boxer“ verunglücken würde, das bekamen die Feuerwehrleute und Besucher vor Augen geführt. Denn die schwierige Rettung der Insassen erfordert fundiertes Wissen darüber, wie sich ein solch gepanzertes Fahrzeug von außen öffnen lässt. Weil dies geheim gehalten werden soll, wurden auch nur die Kommandanten und deren Stellvertreter vor Ort darüber informiert. Spektakuläres gab’s dann zu sehen, als der erstaunlich kurze Bremsweg eines mit 50 km/h heranbrausenden Leopard-Bergepanzers veranschaulicht wurde. Nachdenkliche Gesichter gab’s jedoch, als dieser schließlich ein (Schrott)-Auto überrollte. Für alle Besucher stand fest: Gerade in Gebieten, in denen die Bundeswehr-Fahrschule unterwegs ist, macht es Sinn, dass Feuerwehren für einen Notfall vorbereitet sind.

Eisenbieger im Bauch der Schwäbischen Alb

Exkursion in die Kahlensteinhöhle

Höhlen haben die Menschen schon seit Urzeiten fasziniert. So wollte auch die TG-Eisenbieger-Sportgruppe anlässlich einer Wanderung in die spannende Unterwelt unmittelbar vor der eigenen Haustüre eintauchen.

Am Eingangstor der Höhle wurde die Sportgruppe von Dieter Domke, dem Vorsitzenden des Kahlensteiner Höhlenvereins e.V. Bad Überkingen empfangen. Zunächst gab er einen geschichtlichen Überblick über die unterhalb der Trauflinie auf 660 Meter über NN sich befindende Höhle. Erstmals wurde in einem Bericht 1791 die Höhle erwähnt und 1890 kam vom Schwäbischen Albverein die Anregung, diese Höhle als Schauhöhle auszubauen, welche dann 1892 als solche eröffnet wurde.

Beim Gang durch die Höhle erläuterte Höhlenforscher Domke, dass die Höhle 1987 vermessen wurde und eine Gesamtlänge von 150 m hätte, aber nur etwa 70 m zugänglich seien. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 95 Prozent.

Höhlen seien das Ergebnis einer als Verkarstung bezeichneten chemischen Auflösung löslicher Gesteine im Untergrund. Geologisch gesehen befindet sich diese Höhle in einem ehemaligen Schwammriff und die Felspartie im weißen Jura.

Um die Höhle vor weiteren Zerstörungen zu schützen, wurde 1972 der Höhleneingang mit einem Gittertor verschlossen. So konnten sich auch wieder neue Sinter bilden, von Wasser geschaffene mineralische Ablagerungen.

Auch Fledermausarten seien wieder heimisch geworden.

Domke erwähnte, dass auch Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.), z.B. Gefäße bekannt seien. Eine römische Münze beweist die Begehung der Höhle auch im zweiten Jahrhundert n. Chr.

Am Ende dieser faszinierenden erdgeschichtlichen Exkursion bedankten sich die Eisenbieger bei Dieter Domke und seinem Höhlenverein, dass sie ehrenamtlich dieses Kulturgut hegen und pflegen.

 

Eisenbieger: 13. Geiselstein-Meeting

Jörg Schneider – 10.06.2019

Seit 2007 pflegen wir eine jährliche Tradition:

Unsere Zusammenkunft mit den Damen in unserem Geiselsteinhaus. Nach Kaffee und Kuchen wurde der Eisenbieger Wanderpokal an Martin Storz und Eugen Zeiner vergeben, die von September 2018 bis Mai 2019 nur je einmal am Donnerstag–Training fehlten. Auf den 2. Platz kamen Marianne Zeiner, Wolf Bornhak, Günter Ehmer und Jörg Schneider mit je zwei Fehltagen.

Zum 7. Mal konnte uns Günter Ehmer mit seinen besonderen Urlaubsbildern ein fernes Land vorstellen. In diesem Jahr die Gewürzinsel Ceylon bzw. seit 1978 auch als Staat demokratisch-sozialistische Republik Sri Lanka genannt, nach dem Namen der Freiheitspartei der Regierung. Interessant waren seine Erläuterungen über Land und Leute und über den Nationalpark Yala. 1870 wurden die Kaffeekulturen durch eine Blattkrankheit völlig vernichtet, darauf sich die englischen Plantagenbesitzer auf Tee umgestellt hätten.

Mit einem gemeinsamen Abendessen wurde dieses 13. Meeting beendet.

Die Eisenbieger mit dem Wanderpokal

Eisenbieger besichtigten Urzelle der Stadt

Jörg Schneider – 05.12.2018

Das „Outfit“ des ALTEN ZOLL als markantem Gebäude – einem Zeugnis mittelalterlicher Holzbaukunst – ist ja bekannt, seit es um 1495 an Stelle eines früheren von den Grafen von Helfenstein errichteten Zollgebäudes erbaut wurde. Aber wie sieht die Baustelle jetzt innen aus, seit es die Stadt 2008 von privat erworben hat und es jetzt zu einem Bürgerhaus umbaut? Diese Frage interessierte die TG-Sportgruppe und hatte in Frau Astrid Köpf, Fachbereichsleiterin Bauverwaltung der Stadt Geislingen, eine kompetente Führerin bei der Besichtigung. Dies ermöglichte einen Einblick in eine Welt, die Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verbindet. Wie Frau Köpf erwähnte, wurde zuerst eine sog. digitale Bauaufnahme durchgeführt. Auf deren Grundlage konnte unter anderem eine detaillierte Schadensanalyse des Gebäudes erfolgen. Bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes kommt es immer wieder zu unerwarteten Entdeckungen. So auch beim Alten Zoll: nach dem behutsamen Entfernen von verschiedensten Schichten und Materialien, welche im Laufe der Jahrhunderte eingebaut oder aufgetragen wurden, entdeckten die Restauratoren eine 13 Meter lange, komplett aus Tannenholz bestehende Bohlenwand, die wohl ursprünglich im Jahr 1511 als Trennwand im Erdgeschoss eingebaut wurde. Das Besondere daran ist der gute Zustand und die Länge, mit einer Vielzahl von noch erkennbaren Farbschichten auf dem Holz. Um diesen Fund der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen, ist es angedacht, diese beidseitig mit vorgehängten Glaselementen zu sichern.

Im Rahmen des Rückbaus kamen schädliche Eingriffe in der tragenden Konstruktion zum Vorschein, durch welche die Statik des Gebäudes teilweise erheblich beeinträchtigt wurde. Hier musste sofort z.B. mittels Notabsprießungen reagiert werden. Zudem traten massive Probleme im Bereich der Gründung zu Tage. Diese machten erkundende Bohrungsarbeiten, um Aufschluss über die Bodenverhältnisse zu bekommen, notwendig. Die umfangreichen Sanierungsaufgaben sind bei diesem Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung untrennbar mit der denkmalpflegerischen Begleitung verknüpft, fließen doch auch erhebliche Fördermittel aus Töpfen verschiedener Denkmalstiftungen. Hierbei lässt sich wiederum die Besonderheit und der Stellenwert dieses Gebäudes in denkmalpflegerischen Kreisen ablesen. Beim Rundgang durch die einzelnen Stockwerke erläuterte Frau Köpf die jeweils notwendigen Restaurierungsarbeiten.

Das 1. OG erfuhr im 19. und 20.Jahrhundert bauliche Veränderungen, was sich teilweise an noch vorhandenen Wänden/Verkleidungen und Türen ablesen lässt. Diese zeitliche Epoche wird aus baulicher Sicht so erhalten.

Die spätere barrierefreie Nutzung ist mit einem Aufzug bis zum 2. OG möglich, während drei Stockwerke und das Dachgeschoss ungenutzt bleiben. Das vorhandene Treppenhaus im Bereich des Zollstocks sei noch im Originalzustand und konnte größtenteils – unter Einbeziehen der Belange des Brandschutzes – noch verwendet werden.

Ein neues Dach wird wohl in Betracht kommen müssen. Auf die Frage, ob das Gesamtprojekt mit dem bisher veranschlagten Kostenrahmen von 6,1 Millionen Euro finanziert werden kann, erwiderte Frau Köpf: „Wir hoffen es!“

Am Ende der guten Führung waren sich die Eisenbieger einig, einem etwa 523 Jahre alten Zeitzeugen mit den Spuren von Kunst und Historie ins Herz geschaut zu haben.

Da die voraussichtliche Fertigstellung im Jahre 2021 erfolgen soll, bemerkte einer aus er Sportgruppe: „Dann haben wir unser Geislingen 21“

1 2 3