Eisenbieger „unter Tage“

Jörg Schneider – 05.08.2019

Eisenbieger „unter Tage“ – im Salzbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf

Das Bergwerk Friedrichshall in Jagstfeld, wo seit 1859 gefördert wurde, musste 1895 wegen Wassereinbruch aufgegeben werden. Da der Handel mit Steinsalz für das Königreich Württemberg ein wichtiges wirtschaftliches Potential darstellte, sollte ein neues Steinsalzbergwerk erstellt werden. So wurde 1896 mit den Arbeiten für einen neuen Schacht in Kochendorf begonnen; 1899 ging das neue Bergwerk in Betrieb. Mit dem Gruß der Bergleute „Glück-Auf“ wurden die Eisenbieger in 200 m Tiefe nach dem Verlassen des Förderkorbes empfangen. Der Rundgang war eine Zeitreise in die Erde, wo in mehreren langen Kammern bis 1994 bis zu 25 m mächtige Salzlager abgebaut und bis zu 6000 Tonnen Salz täglich gefördert wurden.

Heute werden die aufgefahrenen Hohlräume wieder mit geeigneten Abfallstoffen verfüllt, um Umweltprobleme durch eine sichere Einlagerung zu lösen. Das Rohsalz für die Siedesalzproduktion in der Saline auf dem Kochendorfer Betriebsgelände kommt aus dem Steinsalzbergwerk Heilbronn, in dem seit 1855 Salz gefördert wird. Auf dem ca. 1,5 km langen Rundgang gibt es auch Hightech zu bestaunen, so z.B. einen 160 m langen Bohrkern und eine der weltweit größten Bergbaumaschinen „Continuous-Miner“.

Diese beeindruckende Maschine mit 13,4 m Länge und 5,3 m Höhe hatte in 10 Jahren etwa 8 Millionen Tonnen Steinsalz abgebaut.

Ein Moment des Verweilens und der Stille ist die Ausstellung „Gedenkstätte KZ-Kochendorf“. Die Stollen wurden im Dritten Reich für eine von Bombenangriffen geschützte Rüstungsindustrie genutzt und Anfang 1944 wurde eine Abteilung des KZ Natzweiler eingerichtet. Häftlinge wurden auch nach Dachau ins KZ transportiert, wo über 400 Menschen ihr  Leben verloren.

Am Ende des Rundganges wurde klar, dass Salz mehr ist, als das „Salz in der Suppe“. Salz als wichtiger Mineralstoff macht Lebensmittel und ist auch der Rohstoff für die chemische Industrie.

Herzsport: Sommerspiele 2019

Ulrich Ludwig – 03.08.2019

Spielenachmittag der TG Herzsportler

Beim traditionellen Treffen der Herzsportler der TG Geislingen trafen sich ca. 50 Sportler bei herrlichen, sommerlichen Temperaturen zur letzten Übungsstunde zum Beginn der Sommerferien beim Geiselsteinhaus.

Auf dem Programm standen die schon zur Tradition gewordenen Paar-Spiele. Übungsleiter Gerd Angele und sein Team hatten wieder einen interessanten Spielparcours aufgebaut, wo so manches Mal Geschicklichkeit gefragt war. Jedoch stand der Spaß dabei an erster Stelle und das Motto hieß deshalb „dabei sein ist alles“.

Die Plätze 1 bis 10 wurden bei der anschließenden Siegerehrung mit Preisen ausgezeichnet, wobei die Paarungsgruppe „Herzbuben“ den 1.Platz errang.

Gemütlich ließ man den Sporttag mit den angebotenen Speisen und Getränken des Hüttendienstes ausklingen, dem auch ein besonderer Dank aller Herzsportler gilt.

C-Jugend-Handballer mit Beach-Turniersieg in Wolfschlugen

Armin König – 30.07.2019

Ein Highlight vor der Sommerpause durften unsere C-Jugend-Spieler beim Beach-Handballturnier um den KSK Cup 2019 in Wolfschlugen erleben. Die ersten Spiele zeigten schnell, dass die Schiedsrichter die Beach-Regeln bei diesem Turnier etwas „anders“ auslegten als dies bei anderen Turnieren Usus ist. Unter anderem wurden einige Spiele sehr hart geführt, worunter der Spielfluss litt und die technischen Raffinessen nur wenig zur Geltung kamen. Unsere TG-Jungs fanden trotzdem ihren Spielrhythmus und demonstrierten eindrücklich, dass sie im Beach-Handball eine besondere Stellung einnehmen. In jedem Spiel wurde gezeigt, wie man mit schön herausgespielten Kempa-Toren und Pirouetten die Zuschauer zum Staunen bringen und zudem die Gegner in die Schranken weisen kann. So konnten alle Spiele sehr deutlich zugunsten unserer TG entschieden werden. Am Ende durften sich die Jungs über einen überlegenen Turniersieg freuen.

Abschlusstabelle:

  1. TG Geislingen
  2. HSG Öffingen-Schmiden
  3. HSG Leinfelden-Echterdingen
  4. JSG Deizisau-Denkendorf
  5. TSV Wolfschlugen

Mit von der Partie waren:

Florent Kamberi, Giacomo Mastro, Fabian Sing, Pascal Kutek, Julian Osswald, Julian Petri, Timo Röder, Cedric König, Betreuer: Fabian Kotas, Armin König

 

Eisenbieger bei der Bundeswehr in Dornstadt

Manfred Bomm – 29.07.2019

Wie fühlt es sich an, ein tonnenschweres gepanzertes Fahrzeug zu steuern? Welche Sicht hat der Fahrer – und was geschieht, wenn ein solches Militärmonster verunglückt? Die Sportgruppe „Eisenbieger“ der Turngemeinde Geislingen war jüngst in der Rommel-Kaserne in Dornstadt zu Gast, als dort die Feuerwehrleute des Alb-Donau-Kreises einen Tag lang Antworten auf diese Fragen bekamen. Möglich gemacht hat den Besuch Uwe Zettler, selbst Oberstleutnant der Reserve und eng mit dem Fanfarenzug der Geislinger Feuerwehr verbunden, zu dem auch  „Eisenbieger“ Jörg Schneider freundschaftliche Kontakte pflegt. Wer wollte und mutig genug war, durfte in der Bundeswehr-Fahrschule in einen der drei Fahrsimulatoren steigen, um am eigenen Leibe zu spüren, wie sich ein „GT Boxer“ (gepanzertes Fahrzeug) oder der Panzer M113 im (virtuellen) Gelände anfühlen. Auch einige  „Eisenbieger“ ließen sich in dem engen Fahrercockpit bei einer eigenen Fahrt kräftig durchschütteln.

Bild: Manfred Bomm

Oberstleutnant Zettler hatte gleich zwei Infotage in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Fahrschule geplant und organisiert, weil das Interesse der Feuerwehren zwischen Merklingen und Altenstadt (Iller) groß war; die Geislinger Wehr hingegen hatte bereits voriges Jahr an einer ähnlichen Veranstaltung teilgenommen. Denn dass gepanzerte Fahrzeuge wie der „Boxer“ (also kein Panzer) zu Schulungszwecken auf öffentlichen Straßen unterwegs sind, lässt sich täglich erkennen. Insbesondere die Türkheimer und die Geislinger Steige werden genutzt, um die Nachwuchsfahrer mit Steilstrecken vertraut zu machen. Was zu tun ist, wenn dabei ein hermetisch verriegelter „Boxer“ verunglücken würde, das bekamen die Feuerwehrleute und Besucher vor Augen geführt. Denn die schwierige Rettung der Insassen erfordert fundiertes Wissen darüber, wie sich ein solch gepanzertes Fahrzeug von außen öffnen lässt. Weil dies geheim gehalten werden soll, wurden auch nur die Kommandanten und deren Stellvertreter vor Ort darüber informiert. Spektakuläres gab’s dann zu sehen, als der erstaunlich kurze Bremsweg eines mit 50 km/h heranbrausenden Leopard-Bergepanzers veranschaulicht wurde. Nachdenkliche Gesichter gab’s jedoch, als dieser schließlich ein (Schrott)-Auto überrollte. Für alle Besucher stand fest: Gerade in Gebieten, in denen die Bundeswehr-Fahrschule unterwegs ist, macht es Sinn, dass Feuerwehren für einen Notfall vorbereitet sind.

Thorben Dietz: erneut Rekord, dieses Mal in Ludwigsburg

Stephan Schweizer – 25.07.2019

Über die 10 km beim 21. Ludwigsburger Citylauf erreichte Thorben Dietz mit 29:56 Minuten unter 4.000 Läufern den dritten Platz. Gemeinsam mit dem Sieger Sebastian Hendel (29:35) und Arne Gabius knackte er damit den alten Streckenrekord von Jan Fitschen mit 29:59 Minuten. Dietz musste Gabius erst 100 m vor dem Ziel ziehen lassen.

Thorben Dietz: Neuer Streckenrekord beim 23. Süßener Stadtlauf

Stephan Schweizer – 16.07.2019

Beim 23. Süßener Stadtlauf am 14.07.2019 siegte Thorben Dietz von der TG Geislingen/LG Filstal erwartungsgemäß. Auch sein Angriff auf den bisherigen Streckenrekord von Markus Weiß-Latzko von 31:12 Minuten aus dem Jahre 2014 wurde von Erfolg gekrönt. Mit einer Zeit von 30:41 Minuten lief Thorben ins Ziel. Gratulation auch von der TG Geislingen hierfür. Da lohnen sich doch 150 bis 180 Trainingskilometer in der Woche, wobei Thorben natürlich für größere Ziele ackert.

Zweiter wurde Vorjahressieger Johannes Großkopf vom Sparda-Team Rechberghausen mit einer persönlichen Bestzeit von 32:30 Minuten.

Gaukinderturnfest 2019

Carina Seckinger – 14.07.2019

Am Sonntag trafen sich 24 willige TG Sportler zum Gaukinderturnfest in Reichenbach u.R. Der größte Teil der Kinder nahm am Spielparcour zum Thema Olympia teil.

Hier konnten sie unter anderem durch die olympischen Ringe werfen, Hockey spielen und Kugelstoßen. Das Highlight für die Kinder von 2 bis 6 Jahren im Spielparcour war das große Planschbecken, in das sie hüpfen konnten und keines der Kinder danach trocken blieb.

Die schon etwas größeren Kinder konnten sich in verschiedenen Disziplinen im STB Kindercup mit anderen messen. Die Aufgaben sind Übungen zur Vorbereitung für die „richtigen“ Disziplinen Lauf/Wurf/Sprung.

Spielerisch konnten unsere drei TG Mädels hüpfen, springen und rennen. Zum Schluss wurden sie mit einer Urkunde und Medaille belohnt.

Bei den Wettkämpfen traten drei super Sportler von der TG an und wurden für ihren Einsatz belohnt. Luis Probst konnte sogar in Bestform auflaufen und wurde in der Altersklasse 8-9 Jahre Zweiter. In der gleichen Altersklasse bei den Mädchen wurde Madalena Spadavecchia Neunte. Sina Schmer trat in der Altersklasse bis 12 Jahre an und wurde hier ebenfalls Zweite.

Einige Kinder mit Eltern konnten sich noch für den Teamwettbewerb begeistern. Hier konnte jung und alt zusammen in einem Team tolle und knifflige Aufgaben lösen.

Wir hatten Glück, dass es den Vormittag über nicht regnete und alle Wettkämpfe ohne Verzögerung durchgeführt werden konnten.

Aktuelle Berichte von der LG Filstal

Uli Bopp – 15.07.2019

Finja Willnich holt Silber und Gold  im Vierkampf

Bei den Württembergischen Bestenkämpfen U14 gab es am  Wochenende in Schmiden für den Mehrkampfnachwuchs der LG Filstal zwei Podestplätze und eine Menge guter Platzierungen.

Am erfolgreichsten war in der Altersklasse W13 Finja Willnich, die im Vierkampf bei 61 Teilnehmerinnen einen hervorragenden zweiten Rang in der Einzelwertung belegte. Über 75 Meter stellte sie mit 10,48 Sekunden ihre Bestleistung ein. Im Weitsprung schaffte sie gute 4,69 Meter, im Hochsprung 1,48 Meter, was ebenfalls eine Bestmarke darstellte. Den Ball warf sie 38,50 Meter weit und erreichte mit 1947 Punkten einen neuen  persönlichen Rekord. Ricarda Hommel verfehlte knapp ihre Bestleistung (1935 Punkte), die sie eine Woche zuvor bei den Kreismeisterschaften aufgestellt hatte und die diesmal zu Bronze gereicht hätte. So belegte sie mit 1890 Zählern einen guten siebten Platz im Gesamtklassement. Sie sprintete 10,73 Sekunden, sprang 4,62 Meter weit und 1,48 Meter hoch und ihr weitester Ballwurf wurde mit 35,50 Metern gemessen. Ebenfalls weit vorne platzierte sich Lara Kneifel, die mit 1865 Punkten auf Rang zehn landete. Sie punktete vor allem mit einer neuen Bestleistung im Weitsprung von 5,04 Metern und einer schnellen Sprintzeit (10,34 Sekunden). Lara Jurcic wurde mit 1841 Punkten Achtzehnte in den dicht zusammengerückten Ergebnissen. Ihre besten Leistungen waren die 75 Meterzeit von 10,36 Sekunden und ihr Hochsprungergebnis von 1,40 Metern. Weitere Athletinnen der LG Filstal in dieser Altersklasse waren am Start: Vanessa Nti mit 1638 Punkten auf Rang 41, Chiara Willnich mit 1539 Punkten auf Rang 53, Theresa Gölz mit 1516 Punkten einen Platz dahinter und Zenaida Gölz mit 1436 Zählern auf Rang 56.

Unter den 46 Mehrkämpferinnen der Altersklasse W12 fand sich Cheyenne Sözener mit ihrem Mehrkampfergebnis von 1612 Punkten auf Rang 19 wieder. Ihr  Weitsprung von 4,43 Metern bescherte ihr dabei die meisten Punkte. Sophia Csulits wurde mit 1494 Zählern Achtunddreißigste, Finja Bischofberger  mit 1454 Punkten Einundvierzigste.

Das Team LG Filstal I holte sich in der Besetzung F. Willnich, Hommel und Kneifel mit klarem Vorsprung den Titel. Mit 5702 Punkten verwiesen sie die Spvgg Holzgerlingen (5411 Punkte) und den SSV Ulm (5375 Punkte) auf die Plätze zwei und drei. Team LG Filstal II (Jurcic, Nti, Sözener) belegte Rang drei (5091 Punkte), Team III mit Ch. Willnich, Gölz und Csulits Rang 23 (4549 Punkte).

Podest knapp verpasst

Bei den Süddeutschen Meisterschaften U18 und Aktive in St. Wendel war ein Trio der LG Filstal am Start und schlug sich wacker gegen die starke Konnkurrenz. Mia Herrmann kam über 100m ins Finale, wo sie nach Vor- und Zwischenlauf am gleichen Tag in 12,57 Sekunden Platz fünf belegte. Saskia Lindner, LG Eintracht Frankfurt, holte den Titel bei brütender Hitze mit 12,08 Sekunden. Über 200m hatte Mia am zweiten Wettkampftag nach einem Vorlaufsieg in 25,67 Sekunden im Finale Pech. Sie steigerte sich zwar nochmals um eine Zehntelsekunde, musste sich aber der Frankfurterin Charlize Boykin im Kampf um Bronze um die Winzigkeit einer Hundertstelsekunde geschlagen geben. Lisa Maria Oechsle kam im Sprint der Frauen über 100m in den Zwischenlauf. Die Zeit von 12,57 reichte allerdings nicht ganz fürs Finale. Im 100m-Hürdenlauf gelang ihr das dann aber ohne Probleme. Mit der Zeit von 14,56 Sekunden, zwei Zehntel über ihrer Bestzeit, und Rang fünf konnte sie allerdings schon zufrieden sein, schließlich hatte sie mit vier Starts am Samstag ein kompaktes Programm absolviert. Auch Moritz Melzer landete auf einem guten vierten Platz. Im Kugelstoßwettbewerb U18 legte er eine prima Serie hin und hatte mit 15,71 Meter den besten Versuch. Er verfehlte dabei seine persönliche Bestmarke nur um sieben Zentimeter.

Carla Kussmaul springt knapp an der Bronzemedaille vorbei

Bei den Deutschen Meisterschaften U16  in Bremen ging Carla Kussmaul von der LG Filstal mit Ambitionen im Hochsprung an den Start, da sie in diesem Jahr ihre Bestmarke schon auf tolle 1,72 Meter gesteigert hatte. Doch jeder Wettkampf hat seine eigenen Gesetze. Bis zur Höhe von 1,68 Metern waren vier Springerinnen total gleich in der Zahl der Versuche. Julia Küppers (Angermund) meisterte die Höhe im ersten, Lara Mößthaler (Bad Aibling) und Vivien Ernst (Wesenberg) brauchten einen zweiten Versuch. Die Athletin aus Bad Boll hatte aber Pech, riss die Latte und übersprang erst im dritten Versuch die Höhe. Da nur die erstgenannte Athletin über die nächste Höhe von 1,71 Meter kam, war die Reihenfolge klar – es gab einmal Gold und zweimal Silber und für Carla Rang vier, die aber trotzdem auf den tollen Erfolg stolz sein kann, wie ihr Trainer Harald Ruff konstatierte.

Die 4x100m-Staffel  der LGF hatte einen schweren Stand gegen die starke Konkurrenz mit 30 Staffeln. Das Quartett lief in der Besetzung Sofia Jaschek, Miriam Steinbach, Leonie Pfeifer und Lisa Baumgartner im Vorlauf 51,34 Sekunden, was aber für keinen der zwei Endläufe reichte.

Dea Gashi pusht ihre Bestleistungen

Gleich an zwei  aufeinanderfolgenden Tagen stellte die LG-Filstal-Werferin aus Bad Boll persönliche Bestmarken auf. In Bad Rippoldsau warf sie bei einem Meeting den Diskus auf 34,06 Meter. Tags darauf startete sie beim Vollmer-Cup in Biberach, wo sie gegen starke Werferinnen gleich zweimal im Kugelstoßen über 14 Meter kam. Nach gutem Beginn steigerte sie sich über 14,22 Meter bis auf 14,89 Meter. Dabei war sie mit der Dreikilokugel gleich über einen Meter besser als jemals zuvor. Lohn für diese klasse Vorstellung war Rang drei hinter Annika Schepers (15,30 m/SG Dettingen) und Milaine Ammon (15,03 Meter/LG Staufen) sowie die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Dea hat sich erfolgreich von der tollen Atmosphäre dieses auf dem Biberacher Marktplatz ausgerichteten Meetings motivieren lassen, bei dem unter anderem auch  der ehemalige Weltmeister David Storl ein Comeback nach längerer Verletzungspause versuchte.

TG-Wettkampfgymnastinnen zeigen sich von ihrer besten Seite

Sandra Täubert – 08.07.2019

Vergangenen Samstag fanden in der Geislinger Wölkhalle die Mannschaftswettkämpfe der Wettkampfgymnastik des Turngaus Staufen statt. Die Gymnastinnen turnen dabei einzeln und jeweils die drei höchsten Wertungen der drei- bis fünfköpfigen Mannschaften fließen in die Endwertung ein. An den Start gingen Mannschaften der TG Geislingen, des TV Altenstadt sowie vom TV Ebersbach, wobei sich jeweils die erstplatzierte Mannschaft einer jeden Altersklasse fürs Landesfinale qualifizierte, welches im Herbst stattfindet. Die Mädchen der TG Geislingen zeigten sich bei diesem Wettkampf wieder mal von ihrer besten Seite, da sie – mit Ausnahme von einer Jugend – in allen anderen Altersklassen den Sieg und damit die Qualifikation holten.

In der Jugend E8 gingen zwei Mannschaften der TG Geislingen an den Start. Sie zeigten Übungen ohne Handgerät sowie mit dem Reifen. Platz 1 ging an die Mannschaft mit Alisa Ell, Evolet Schwerin, Yeliz Yildirim und Sena Ertorun. Sie schafften damit die Qualifikation fürs Landesfinale. Platz 2 ging an Tuana Egin, Belinay Kanat und Lea Müller.

Auch die Mädchen der Jugend E9 zeigten Übungen ohne Handgerät und mit dem Reifen. Das Ticket fürs Landesfinale holte sich die Mannschaft der TG Geislingen mit Zehra Sirin, Yaren Örcen, Madalena Spadavecchia, Maja Schneider und Lina De Caro.

In der Jugend D wurden Übungen mit dem Band, den Keulen sowie dem Reifen geturnt. In dieser Jugend fand wohl der spannendste Wettkampf des Tages statt, denn Platz 1 und 2 trennten lediglich 0,15 Punkte. Die Mannschaft der TG Geislingen mit Laura Uhl, Laura Fitze, Ela Yildirim und Elea Schnatterbeck musste sich leider knapp geschlagen geben und erreichte den zweiten Platz.

Den Sieg in der Jugend C holte sich die TG Geislingen mit Debora Salihu, Julia Hirszfeld, Marina Zerva und Laura Spadavecchia.

In der Jugend B bildeten die TG Geislingen und der TV Altenstadt eine Startgemeinschaft, da beide Vereine in dieser Jugend nicht genügend Mädchen haben, um eine eigene Mannschaft zu bilden. Diese Strategie erwies sich als sehr erfolgreich, denn Cindy Kremer, Marlene Striegan, Alysa Leonhardt, Lara Bergmann und Laura Uhlmann durften sich über die Qualifikation zum Landesfinale freuen.

In der höchsten Leistungsstufe bei den Frauen 18+ holte sich die Mannschaft der TG Geislingen souverän den Sieg. Es starteten Selina Stickel, Sandra Täubert und Jasmin Staudenmaier.

Eisenbieger im Bauch der Schwäbischen Alb

Exkursion in die Kahlensteinhöhle

Höhlen haben die Menschen schon seit Urzeiten fasziniert. So wollte auch die TG-Eisenbieger-Sportgruppe anlässlich einer Wanderung in die spannende Unterwelt unmittelbar vor der eigenen Haustüre eintauchen.

Am Eingangstor der Höhle wurde die Sportgruppe von Dieter Domke, dem Vorsitzenden des Kahlensteiner Höhlenvereins e.V. Bad Überkingen empfangen. Zunächst gab er einen geschichtlichen Überblick über die unterhalb der Trauflinie auf 660 Meter über NN sich befindende Höhle. Erstmals wurde in einem Bericht 1791 die Höhle erwähnt und 1890 kam vom Schwäbischen Albverein die Anregung, diese Höhle als Schauhöhle auszubauen, welche dann 1892 als solche eröffnet wurde.

Beim Gang durch die Höhle erläuterte Höhlenforscher Domke, dass die Höhle 1987 vermessen wurde und eine Gesamtlänge von 150 m hätte, aber nur etwa 70 m zugänglich seien. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 95 Prozent.

Höhlen seien das Ergebnis einer als Verkarstung bezeichneten chemischen Auflösung löslicher Gesteine im Untergrund. Geologisch gesehen befindet sich diese Höhle in einem ehemaligen Schwammriff und die Felspartie im weißen Jura.

Um die Höhle vor weiteren Zerstörungen zu schützen, wurde 1972 der Höhleneingang mit einem Gittertor verschlossen. So konnten sich auch wieder neue Sinter bilden, von Wasser geschaffene mineralische Ablagerungen.

Auch Fledermausarten seien wieder heimisch geworden.

Domke erwähnte, dass auch Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.), z.B. Gefäße bekannt seien. Eine römische Münze beweist die Begehung der Höhle auch im zweiten Jahrhundert n. Chr.

Am Ende dieser faszinierenden erdgeschichtlichen Exkursion bedankten sich die Eisenbieger bei Dieter Domke und seinem Höhlenverein, dass sie ehrenamtlich dieses Kulturgut hegen und pflegen.

 

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