Schwimmen: Ziele in Sicht

Alexander Lorenz – 05.05.2023

Mit modernem Schwimm-und Krafttraining unter der Leitung der beiden Diplom-Schwimmtrainer der TG Geislingen, Elvira und Alexander Lorenz, bereiten sich die Baden-Württembergische Meisterin Nikoletta Bujak (Jg. 2006) und der 3. Baden-Württembergische Mehrkampf-Meister Leo Choi (Jg. 2012) für die kommenden Süddeutschen Meisterschaften vor.

Unter den Augen der TG-Trainer Elvira und Alexander Lorenz schwimmen die beiden Top-Athleten aus Geislingen nach strengem Plan. „Nikoletta und Leo sind beide sehr engagierte und fleißige Sportler, die sogar auch im Urlaub und in den Ferien ins Wasser gehen“, erzählt der 65-jähriger Alexander Lorenz am Beckenrand. Bahn für Bahn, mit und ohne Hilfsmittel und verschiedenen Lagen. „Beide sind sehr vielseitige Schwimmer“, erklärt der Trainer. Von Sprint bis „Lange Strecken“ haben sie Schwimmbegabung. Doch am liebsten mag Nikoletta Rückenschwimmen und Freistil-Sprint und Leo hat sich auf Schmetterling und Freistil spezialisiert, und beide mögen längere Strecken. „Da geht der Kampf etwas länger und zum Schluss gibt es einen richtigen Endspurt“, sagt Nikoletta Bujak. „Seit Januar 2023 sind wir wirklich konkurrenzfähig mit dem, was wir in Geislingen tun. Mit umstrukturierten Schwimmgruppen beim Schwimmtraining, haben wir die Entwicklung mit gewachsener Konkurrenz im Alltag geschafft“, so Trainer Lorenz. Die Baden-Württembergische Meisterin Nikoletta Bujak und die Württembergische Vize-Meisterin Viktoria Hvastunov (Jg. 2007) treiben sich in jeder Einheit gegenseitig an, so dass das Niveau automatisch angehoben wird. „Die Mädels können sich immer gut puschen, aber auch Jungs bekommen Konkurrenz, wenn im Rücken oder auf Freistil gesprintet wird. Bis ins kleinste Detail haben die beiden TG-Schwimmtrainer das Training für 2023 geplant. Es ist wichtig, Gruppen zu bündeln, in denen sich die Top-Schwimmer/innen tagtäglich miteinander messen können. Wenn die Jungs und Mädels ihre Freistilserien in einer Welle schwimmen, geht den TG-Trainern schon das Herz auf, weil das Niveau dann immer hoch ist. Auch für Nikoletta Bujak macht es Trainer Lorenz möglich, mit der Auswahlmannschaft aus Berlin ein Trainingslager zu absolvieren. Mit dem harten Training, zusammen mit den besten Schwimmer/innen aus Berlin und danach auch Training mit dem Heimtrainer in Geislingen (vier Mal die Woche mit extra Krafttraining im Wasser mit Freestyle Hand Paddels und Finger Paddels, Bolster Paddels für Rückenschwimmen und Instinct Sculling Paddels) konnten wir viel machen. Nikoletta absolvierte den Q-Cup in Heidelberg; dies ist ein Qualifikations-Wettkampf in Abstimmung mit der FINA als Qualifikationsmöglichkeit für die JEM im Jahr 2023. Solche Möglichkeiten neben Heidelberg gibt es nur in der Hauptstadt Berlin.  Von drei gemeldeten Strecken in Heidelberg war Nikoletta Bujak drei Mal in die Finale über 100 Meter Freistil (0:59,46), 50 Meter Schmetterling (0:29,38) und 50 Meter Rücken (0:31,39) geschwommen und mit Plätzen 2 und 4 knapp hinter Lise Seidel aus Chemnitz, der Deutschen Meisterin 2022. Alle Tests an Land und im Wasser haben wir mit Erfolg absolviert und die Ergebnisse machen uns sicher, dass wir erfolgreich sein werden. Hier ein paar Notizen aus dem Trainerbuch: Nikoletta Bujak: Springseil 300 Sprünge in 2:00 Minuten, Zugseil (25 kg) 100 Züge in 1 Minute 33 Sekunden, Sit-Ups in 2 Minuten (96 Mal), Kniebeugen in 2 Minuten (93 Mal), Liegestütze in 2 Minuten ohne Pause (76 Mal) .

Leo Choi (Jg. 2012) wird bei den Süddeutschen Mehrkampfmeisterschaften am 06./07. Mai 2023 in Erlangen schwimmen. Er hat eine Bronzemedaille bei den Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften 2023 in Stuttgart erkämpft. Seit Januar bekam er von Trainer Lorenz eine Mono-Flosse für das Schmetterlingsschwimmen und Leo schwimmt jede freie Minute mit diesem tollen Gerät im 5-Täler-Bad – auch in der Freizeit. Nicht umsonst ist Leo in den Top 10 der Deutschen Bestenlisten gelandet und wird die TG Geislingen in Erlangen präsentieren. Hier auch ein paar Ergebnisse von Leos Tests : 100 Züge mit 20 kg Zugseil (3 Min:02 Sekunden), 300 Stück Springseil in 3 Minuten 20 Sekunden, Sit-Ups in 2 Minuten (62 Stück), Kniebeugen in 2 Minuten (115 Stück) und Liegestütze in 2 Minuten ohne Pause (66 Stück).

Wir sind sehr zufrieden mit den Trainingsergebnissen und wir machen weiter so mit spezieller Vorbereitung für die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften. Dort erwarten wir Leistungs-Explosionen von beiden TG-Athleten, weil Nikoletta Bujak sich viel vorgenommen hat und sie jetzt schon schneller schwimmt als in allen Tests. Beim Zugseil-Training direkt im Wasser, hat sie beim Seilziehen (25 kg Widerstand) drei Mal Stretch Cords zerrissen und kaputt gemacht: das ist ein sehr gutes Zeichen das Hoffnung macht.

Schwimmen: Bären-Cup geht an TG Geislingen

Alexander Lorenz – 06.05.2023

19. Internationales Schwimmfest um den Bären-Cup am 29. und 30. April 2023 in Bernhausen

Mit elf Schwimmer/innen ging die TG-Schwimmabteilung beim Bären-Cup in Bernhausen an den Start. Sechs Mädchen und fünf Jungs gewannen 50 Medaillen bei 57 gemeldeten Starts (25 Mal Gold, 17 Mal Silber, 8 Mal Bronze) und holten den Mannschafts-Sieg um den Bären-Cup auf der 25 Meter-Bahn. Alle Ergebnisse der TG-Schwimmer konnten sich sehen lassen.

Auf den Einzelstrecken gab es für die Schützlinge der TG-Trainer Elvira und Alexander Lorenz 25 erste, 17 zweite und acht dritte Plätze. Die 29 besten Vereine aus Baden-Württemberg mit über 2100 Starts waren am vorigen Wochenende im Einsatz auf der 25 Meter-Bahn im Hallenbad Bernhausen. Mit großem Vorsprung präsentierte sich die TG Geislingen über 4 x 50 Meter Lagen Staffel mit Nikoletta Bujak (50 Meter Rücken in 0:29,53), Alexander Bernert (Brust in 0:33,04), Ian Mussenbrock (Schmetterling in 0:27,54) und Viktoria Hvastunov (Kraul 0:29,60) mit besten Zeiten und Qualifikationsnormen für die Baden-Württembergischen Meisterschaften 2023 mit der Siegerzeit von 1:59,71. Auch über 4 x 50 Meter Freistil gab es Goldmedaillen für das Schwimm-Quartett aus Geislingen mit persönlichen Bestzeiten in 1:49,63. Nikoletta Bujak (Jg. 2006) schwamm das erste Mal über 50 Meter Freistil schneller als 26 Sekunden (0:25,94) und war mit den anderen drei Goldmedaillen ein guter letzter Test vor den kommenden Süddeutschen Meisterschaften in Heidelberg.

Nikoletta Bujak (Jg. 2006) fünf Mal Gold über 50 Meter Freistil (0:26,47 und 0:25,94 in der Staffel), 50 Meter Rücken (0:30,63 und 0:29,53 in der Staffel) und 50 Meter Schmetterling (0:29,10).

Ellinor Schäfer (Jg. 2010) zwei Mal Gold über 50 Meter Brust (0:42,64) und 100 Meter Brust (1:31,32), zwei Mal Silber über 100 Meter Lagen (1:26,41) und 100 Meter Rücken (1:25,44) sowie eine Bronzemedaille über 50 Meter Rücken (0:39,75).

Viktoria Hvastunov (Jg. 2007) zwei Mal Gold beim Staffel Kraul Einsatz mit 0:30,16 und 0:29,60, sowie Silbermedaille über 50 Meter Rücken (0:33.95) und holte eine Bronzemedaille über 50 Meter Freistil (0:30,19).

Laura Winkler (Jg. 2011) holte eine Silbermedaille über 100 Meter Schmetterling (1:31,68) und eine Bronzemedaille über 50 Meter Schmetterling (0:41,27) und landete mit persönlichen Bestzeiten über 100 Meter Lagen (1:27,84) und 200 Meter Freistil (2:52,54) auf guten 4. Plätzen.

Karin Dahlheim (Jg. 2010) zwei Mal Bronzemedaillen über 50 Meter Brust (0:44,61) und 100 Meter Schmetterling (1:29,36) und guten vierten Plätzen über 100 Meter Lagen (1:30,22), 100 Meter Brust (1:38,99) und 50 Meter Schmetterling (0:41,66).

Xenia Dauner (Jg. 2011) verbesserte sich auf mehreren Strecken und landete auf 4. Plätzen über 100 Meter Rücken (1:40,58), 50 Meter Rücken (0:46,12) und erreichte Plätze 6, 8 und 10 über 100 Meter Lagen (1:35,64), 50 Meter Freistil (0:37,50), 50 Meter Brust (0:51,30) und 100 Meter Brust (1:49,70).

Ian Mussenbrock (Jg. 2006) startete das erste Mal für die TG Geislingen nach einem Armbruch und zweijähriger Corona-Pause und machte es perfekt. Er holte vier Mal Gold über 100 Meter Schmetterling (1:03,30), 50 Meter Schmetterling (0:28,33), 50 Meter Freistil Staffel (0:26,22), 50 Meter Schmetterling Staffel (0:27,54), sowie zwei Silbermedaillen über 100 Meter Freistil (0:57,94) und 50 Meter Freistil (0:25,11) mit guten Chancen und Qualifikationsnormen für die Baden-Württembergischen Meisterschaften 2023.

Maxim Hvastunov (Jg. 2013) holte 5 Goldmedaillen über 100 Meter Lagen (1:29,50), 50 Meter Freistil (0:35,80), 100 Meter Rücken (1:32,79), 50 Meter Schmetterling (0:45,27), 100 Meter Freistil (1:19,59) sowie zwei Silbermedaillen über 100 Meter Brust (1:46,57) und 50 Meter Rücken (0:44,47).

Leo Choi (Jg. 2012) macht sich bereit zu den Süddeutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Erlangen am kommenden Wochenende. Er holte drei Goldmedaillen über 100 Meter Lagen (1:27,05), 50 Meter Schmetterling (0:38,35), 100 Meter Freistil (1:16,03) und eine Silbermedaille über 50 Meter Rücken (0:42,67) sowie drei Bronzemedaillen über 50 Meter Freistil (0:34,78), 100 Meter Brust (1:46,57) und 100 Meter Rücken (1:32,26).

Adnan Kadic‘ (Jg. 2009) explodierte auf allen Strecken und holte zwei Mal Gold über 200 Meter Freistil (2:16,02) und 50 Meter Schmetterling (0:31,36), sowie vier Mal Silber über 100 Meter Rücken (1:19,16), 50 Meter Freistil (0:28,41), 50 Meter Rücken (0:36,62) und 100 Meter Freistil (1:03,26).

Alexander Bernert (Jg. 2007) holte zwei Goldmedaillen mit den TG-Staffeln (Brust 0:33,04 und Kraul 0:27,07) und bei vier gemeldeten Starts holte er vier Silbermedaillen über 50 Meter Freistil (0:26,75), 50 Meter Brust (0:32,93), 100 Meter Brust (1:15,45) und 100 Meter Freistil (1:00,91) nach Hause.

„Wir freuen uns über die guten Leistungen aller TG Schwimmer/innen und den Sieg im „Bären-Cup“ in Bernhausen und hoffen auf weitere Leistungssteigerungen aller TG Schwimmer/innen beim Landes-Finale 2023. Und dann wünschen wir uns gute Platzierungen mit besten persönlichen Zeiten bei den Süddeutschen Meisterschaften 2023 für Nikoletta Bujak und Leo Choi am kommenden Wochenende in Heidelberg und in Erlangen, sagte Trainer Alexander Lorenz bei der Mannschaftsbesprechung nach dem erfolgreichen Wettkampf.

Der „Bären-Cup“ geht an die TG Geislingen

Von links: Leo Choi, Maxim Hvastunov und Trainer Alexander Lorenz

 

Handball Jugend: Qualifikation

Jochen Schreitmüller – 04.05.2023

Während die A-männlich der TG Geislingen bei der BaWü-Quali einen schwarzen Tag erwischt hatte und ohne Sieg die Heimreise von Wangen/Allgäu antreten musste, waren die beiden Mädchenmannschaften mit fünf von fünf möglichen Siegen in der Michelberghalle erfolgreicher.

Gegen die körperlich überlegene Mannschaft vom TV Spaichingen war das Spiel bis zur letzten Sekunde offen, ehe ein Siebenmetertor Sekunden vor Schluss die 16:15 Niederlage besiegelte. Das zweite Spiel gegen den TV Altenstadt lief ähnlich. Drei Minuten vor Schluss lag die TG sogar noch mit 17:16 in Führung, ehe Schwächen im Abschluss die 20:17 Niederlage besiegelte. Die letzten beiden Spiele waren damit fast bedeutungslos. Gegen Wangen gab es eine 26:19 und gegen das Bundesligateam von Bietigheim eine 22:13 Niederlage. Damit muss die TG zusammen mit dem TVA in die nächste Runde in der HVW-Quali antreten.

Besser machten es die B-Mädchen. Sowohl Owen/Lenningen als auch Kochertürn/Stein wurden mit sieben Toren Unterschied besiegt und damit der nächste Schritt in die HVW-Quali gemacht. Genauso makellos mit Siegen spielte die C-weiblich gegen Lustenau mit 11:4, Ditzingen 15:2 und Herrenberg mit 16:9 Toren. Damit ist die Mannschaft auf jeden Fall mindestens bereits für die Landesliga qualifiziert.

 

Handball Männer: Enttäuschender Saisonabschluss

Fabian Kotas – 02.05.2023

Den Herren der TG Geislingen gelang es nicht, ihre souveräne Aufstiegssaison mit einem allerletzten Sieg zu krönen. Gegen die HSG Oberkochen/Königsbronn 2 müssen sie sich mit 33:21 geschlagen geben.

In den ersten fünf Minuten war ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften zu sehen. Dann aber war es Oberkochen, das sich mit disziplinierter Spielweise einen kleinen Vorsprung erkämpfte (11./9:4). Sie nutzten ihr Momentum eiskalt aus und zwangen Geislingen zu zwei Auszeiten in der ersten Halbzeit. Und sie setzen noch einen drauf. Kurz vor der zweiten Halbzeit gelang ihnen die höchste Führung im Spiel (27./17:10). Allmählich aber sah man den Hausherren ihre konditionellen Defizite an, sodass die Geislinger noch ein wenig verkürzen konnten (30./18:14).

Für die TG schien es unmöglich, diesen vier Tore Rückstand in irgendeiner Art und Weise aufholen zu können. Egal, ob einfache oder doppelte Manndeckung, der HSG gelang es immer wieder eine Lösung in ihrem Angriffsspiel zu kreieren. Außerdem scheiterte Geislingen ganze vier Mal beim Strafwurf, was eindeutig zu viel ist. Zum Spielende hin wurde die HSG ein wenig fahrlässiger. Sie brachten das Spiel aber über die Zeit, die darauf folgende Freude, den Aufsteiger geschlagen zu haben, war mit Recht riesig.

Es spielten:

Endler, Frey, Van der Mei (1), Moser (3), Schneider, Lächler (7/1), Rosenfeld (5), Röder, Braun (1/1), Osswald (5), Kotas (9/1)

 

 

 

Handball Männer: Last time Bezirksklasse

Fabian Kotas – 24.04.2023

Mehr als stolz können die aktiven Spieler der TG Geislingen auf ihre Leistung sein. Sie wurden den Erwartungen gerecht und gewinnen ihr letztes Heimspiel gegen die HSG WiWiDo 2 (37:26).

Den Fans und Zuschauern wurde ein sehr emotionales Spiel geboten. Wenig Spielzeit verging, ehe die Führung sich bereits abzeichnete. Verrückte Heber durch Van der Mei oder auch Tore vom Kreisspieler Osswald waren für die Gäste Grund genug, den Lauf zu unterbrechen (9./7:2). Mit einer offensiven Manndeckung gelang es den Gästen dann immer wieder, technische Fehler der Geislinger zu provozieren. Weitere Fehlwürfe und eine zu löchrige Abwehr drohten, dem Spiel eine andere Wende zu geben (13./10:8). Die logische Konsequenz folgte mit einer weiteren Auszeit seitens der TG. Trainer Riethmüller forderte mehr Disziplin im Entscheidungsverhalten, die hart erarbeite Führung sollte weiter ausgebaut werden. Mit einer Einwechslung von Mastro kamen erneute Akzente in das Spiel. Er erzielte weitere drei Tore und im Wechsel mit Röder kam die Abwehrmauer zum Vorschein. Zur Halbzeit hin konnten die Hausherren beruhigt in die Pause gehen (21:16).

Im zweiten Anlauf konnten die Geislinger den Gästen jegliche Hoffnung auf eine Aufholjagd vereiteln. Die Torhüter Petri und Frey hielten immer wieder gut platzierte Würfe der Gegner. Ebenso gut platziert waren auch alle Strafwürfe durch Lächler. Mit seiner makellosen Quote kamen immer mehr Sicherheit und ein größerer Vorsprung ins Spiel (44./30:21). Kurz vor Ende der Partie gab es noch einen kleinen Aufreger. Im Sprungwurf wurde Kotas heruntergerissen, was zu einer Disqualifikation des Verursachers führte (55./33:23).

Außer dem kurzen Einbruch in der ersten Halbzeit überzeugten die TG-Spieler mit ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung. Völlig verdient gewinnen sie ihre letzte Heimpartie in der Bezirksklasse.

Es spielten:

Petri (TW), Frey (TW), Van der Mei (4), Kotas (10), Zernickel (2), Moser (3), Schneider, Lächler (7/5), Sprinzl (n.e), Rosenfeld (1), Röder (1), Mastro (6), Braun, Osswald (3)

 

 

 

Schwimmen: Die Fahne hoch gehalten

Alexander Lorenz – 08.04.2023

Bei den hochkarätig besetzten Baden-Württembergischen Meisterschaften im Schwimmmehrkampf war in Stuttgart auch die TG Geislingen als einziger Leistungssport orientierte Schwimmverein aus dem Kreis Göppingen mit Leo Choi, Laura Winkler und Xenia Dauner erfolgreich vertreten. Nur mit ihren Qualifikationsnormen unter den TOP 40 in Baden-Württemberg wurden die drei fleißigen TGler über 200 Meter Lagen zugelassen und präsentierten sich mit einer Bronzemedaille durch Leo Choi (Jg. 2012) und Top 10 Platzierungen durch Laura Winkler (9. Platz) und Xenia Dauner (10.Platz) – beide Jahrgang 2011 – hervorragend.

Mit den Richtlinien für den Schwimmmehrkampf (SMK) haben sich die beiden Diplom-Schwimmtrainer der TG Geislingen, Elvira und Alexander Lorenz, lange Zeit beschäftigt und mit Erfolg viele Strecken vor dem Wettkampf im Training im 5-Täler-Bad ausprobiert. Die Qualifikation erfolgte für den Mehrkampf über die jeweiligen DSV-Bestenlisten TOP 40 von Baden-Württemberg je Jahrgang und Geschlecht über 200 Meter Lagen im Zeitraum zwischen dem 01. Januar 2022 und 22. März 2023. Weitere Schwimmstrecken sind 400 Meter Freistil, 25 Meter Schmetterling-Beine auf Bauch Lage, 25 Meter Schmetterling-Beine auf Rücken Lage (ohne Schwimmbrett), 50 Meter Beine mit Brett, 100 Meter gesamt, 200 Meter gesamt eine Schwimmart und 200 Meter Lagen. Die Ausführung der Schmetterlingsbeinbewegung erfolgt nach dem Start vom Startblock bzw. bei der Rückenlage aus dem Wasser. Nach dem Start ist eine Tauchphase bis maximal 15 Meter zulässig, anschließend findet die Delphinbeinbewegung an der Wasseroberfläche statt. Dabei muss ein Körperteil die Wasseroberfläche permanent durchbrechen. Die Hände sind übereinander zu halten mit „Stream-Line“, keine Handbewegung erlaubt. Atmung ist erlaubt, solange die Hände übereinander bleiben. Der Ziel-Anschlag erfolgt mit beiden Händen. Alle drei Schwimmer/innen haben seit Januar 2023 zusätzlich mit Mono-Flossen jede freie Minute trainiert, auch in der Freizeit und es hat sich mit Bestzeiten über 200 Meter Lagen und Delphinbeinbewegung gelohnt.

Leo Choi (Jg. 2012) wurde 3. Baden-Württembergischer Meister im Schwimmmehrkampf mit 931 Punkten. Über 200 Meter Schmetterling (03:37,29) und 100 Meter Schmetterling (01:34,89) kam er als Zweitschnellster in Baden-Württemberg ins Ziel. Er qualifizierte sich für die Süddeutschen und auch für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften mit Platz 12 in der deutschen Rangliste.

Laura Winkler (Jg. 2011) erreichte den 9. Platz in der Gesamtwertung im Schwimmmehrkampf mit 1352 Punkten. Über 100 Meter Brust (1:46,64) und 200 Meter Brust (3:40,60) landete Laura auf guten 9. Plätzen und qualifizierte sich für das Landesfinale mit Hoffnung auf Qualifikationsnormen für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2023 in Stuttgart.

Xenia Dauner (Jg. 2011) war das erste Mal bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften dabei und mit persönlichen Bestzeiten über 100 Meter Brust (1:46,64) und 200 Meter Brust (3:50,28) präsentierte sie sich auf Platz 10 in Baden-Württemberg mit 1213 Punkten und guten Chancen für das Landesfinale im Juli.

Der Erfolg bei den Baden-Württembergischen Schwimmmehrkampf-Meisterschaften ist eine Bestätigung dafür, dass die vor ein paar Jahren getroffene Endscheidung der beiden Diplom-Schwimmtrainer Elvira und Alexander Lorenz, die Jugendarbeit und Talentsuche systematisch neu aufzubauen, mit Einführung des Konditions- und Krafttrainings am Land, monatlichen Test-Prüfungen im Gruppen-Wettkampf, sowie speziellen Kräftigungs-Programmen im Wasser mit verschiedenen Schwimm-Geräten, Erfolge zeigt. Wir haben viel am Wochenende in Stuttgart mitgenommen und hatten großen Spaß. Es war eine tolle Erfahrung und wir freuen uns jetzt sehr auf die kommenden Wettkämpfe und werden mit voller Kraft weiter trainieren, sagte Trainer Lorenz bei der Mannschaftsbesprechung.

Von links: Leo Choi, Laura Winkler, Xenia Dauner

Handball Männer: Geislingen beweist Moral

Fabian Kotas – 08.04.2023

Auch wenn für die TG Geislingen der Aufstieg schon längst besiegelt ist, nimmt sich die Mannschaft ganz klar vor, mit einer positiven Stimmung samt Ergebnis die Saison 2022/23 vollends erfolgreich zu beenden. Krankheits- und verletzungsbedingt erkämpften sich gerade einmal zehn Spieler einen 32:26 Heimerfolg gegen die SG Hofen/Hüttlingen 3.

Heute war die Michelberghalle nur dünn an Zuschauern besetzt, da die meisten den Auswärtserfolg der eigenen A-Jugend live mitverfolgten. Das Sonntagsspiel begann daher sehr verschlafen und kaum mit einem Tempospiel. Tore durch den Außenspieler Moser und gewaltige Schlagwürfe durch Kotas waren oftmals in den ersten Minuten die Lösung im Angriffsspiel. Weitere Minuten verstrichen und die Gäste nutzten ihre erste Auszeit, um sich neu zu sammeln (18./12:10). Dankend nahmen die Geislinger diese kurze Verschnaufpause an. Wohl ein wenig zu lange, denn Hofen/Hüttlingen fand neuen Mut, sich wieder zurück zu kämpfen. Ihnen gelang sogar die kurzzeitige Führung (24./14:15), bis Böhringer und Lächler kurz vor der Pause aufdrehten. Mit einem Vorsprung und deutlich zu vielen Gegentreffern hieß es jetzt erstmal wieder Sauerstoffzellen tanken (18:17).

Mit einer offensiven 4:2 Deckung gegen Röder und Kotas wurde Geislingen in der zweiten Halbzeit begrüßt. Außerdem musste jetzt noch mit den Verletzungen von Sprinzl und Braun umgegangen werden, sodass nur noch bedingt gewechselt werden konnte. In der Abwehr stand der Mittelblock im Zusammenspiel mit Frey deutlich kompakter. Mit einer beruhigenden Führung gönnte Riethmüller seinen Männern ein letztes, kurzes Durchatmen (44./24:19). Und als ob es abgesprochen gewesen wäre, trudelte jetzt die gesamte A-Jugend samt Trommeln und Fans ein. Mit Fangesängen wurden die Geislinger weiter beflügelt, das Spiel flachte aber deutlich am Ende ab.

Es spielten:

Endler (TW), Frey (TW), Moser (4), Böhringer (4), Lächler (7/2), Sprinzl, Rosenfeld (2), Röder (3), Braun, Kotas (12)

 

Spendenaktion für Baumpflanzungen auf dem Geiselstein

Stephan Schweizer – 05.04.2023

Liebe TG-Mitglieder,

auf dem Geiselstein wollen wir einige Solitärbäume pflanzen als Ersatz für die vielen Eschen, die wir aufgrund der Verkehrssicherung fällen mussten. Zudem pflanzen wir schöne, große Schattenspender im Bereich der Außenbewirtschaftung.

Dazu haben wir uns der bei der Crowdfunding-Aktion (zu Deutsch: Gruppenfinanzierung) der Volksbank Göppingen beworben und dürfen unser Projekt dort durchführen. Die Vorteile:

  • Jede Spende wird zusätzlich mit 50 % von der Volksbank unterstützt.
  • Die Aktion läuft ein paar Wochen lang. Man kann sich also in Ruhe über einen der vielen aufgeführten Spendenwege beteiligen.

Unterstützen Sie bitte dieses für den Umweltschutz und im Kampf gegen den Klimawandel so wichtige Projekt. Hier gelangen Sie zu der entsprechenden Internetseite, auf der Sie auch alle weiteren Informationen finden:

www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/neue-baeume-fuer-geiselstein

Mit einem freundlichen Gruß

Ihr Dr. Stephan Schweizer

1. Vorsitzender der TG Geislingen

Handball: A-Jugend ist Württembergischer Meister

Magnus Boni – 03.04.2023

Eine Woche nach dem überragend abgeschlossenen Hinspiel gegen den TSV Weinsberg, entschieden sich die Jungs der TG das Finale im Rückspiel nochmal richtig spannend zu machen. Mit einer genau abgestimmten 26:29 Niederlage nach dem 30:26 Heimsieg im Hinspiel reichte das Torverhältnis also gerade aus, um den Wimpel am Sonntag den 02.04. mit nach Hause zu nehmen.

Sich keine Gedanken darüber zu machen, wie man beim Rückspiel die hart erarbeitete 4-Tore-Führung irgendwie über die Ziellinie bringen und sich auf das Spiel konzentrieren soll, entpuppte sich für alle Beteiligten als große Herausforderung.

In solch einer angespannten Situation, mit aufgeregten Spielern, noch aufgeregteren Trainern und emotional involvierten Eltern und Fans, beginnt die Vorbereitung natürlich nicht erst beim Aufwärmen in der Halle, sondern bereits um 10 Uhr vormittags vor der Michelberghalle, wo sich alle Spieler und mitreisenden Fans versammeln, um die Reise nach Weinsberg gemeinsam im von Lenni Schreitmüller organisierten Fanbus auf sich zu nehmen. Nachdem das Personal, Material und eine zuversichtliche Anzahl an Getränken sicher im Bus verstaut wurden, konnte es nach einem ausführlichen Dankeschön an alle Fans und den Busfahrer auch schon losgehen. Die Stimmung der demografisch bunt durchgemischten Mitfahrer war schon auf der Hinfahrt mehr als mitreißend. Für alle Spitzenathleten, im hinteren Ende des Busses sitzend, war laute Musik und eine ausgelassene Atmosphäre genau das Richtige, um die Jungs von jeglichem Leistungsdruck abzulenken und sie mit einer positiven Denkweise in das Spiel zu schicken. Überpünktlich am Spielort angekommen, war für Trainer und Zuschauer noch genug Zeit um den Weinsberger Kaffee zu kosten oder sich an der erwähnenswerten Kuchentheke zu bedienen.

Heraus aus der Kabine und hinein in die Halle, das ist der Moment, wo nun auch den hartnäckigsten TG-Akteuren die Finger anfangen zu kribbeln. Der Moment der Wahrheit rückt immer näher, während der Hallensprecher die Begegnung einleitet, kaum zu verstehen, übertönt von Trommeln und Gesängen der mitgereisten Fans. Für den neutralen Beobachter ist kaum zu erkennen, welche Mannschaft hier wohl den Heimvorteil genießt.

Dieser ausschlaggebende Rückhalt lässt nicht nur die Geislinger jeglichen Leistungsdruck vergessen, sondern schüchtert auch die Gegner erheblich ein und verschafft der Turngemeinde ihren wohlverdienten Respekt. Eine Mannschaft, die nach 90 Minuten Anreise mit so außergewöhnlich vielen Fans die eigenen Zuschauer übertönt, hatten die Weinsberger wohl so noch nicht erlebt. Die mitgebrachte Präsenz, egal ob auf oder neben dem Spielfeld, macht sich in den ersten Spielminuten an den Torabschlüssen der Gastgeber bemerkbar. Würfe kommen nur zögerlich aufs Tor und selbst wenn, dann scheitern sie am herausragenden Torwart der TG. Max Thaler war fast unmöglich zu überwinden.

Am anderen Ende des Spielfelds zahlt sich wie gewohnt die, für die Handballer aus der Fünftälerstadt typische Schnelligkeit und technische Fähigkeit im Angriff aus. Der Rückraum, bestehend aus Giacomo Mastro, Claudius Schurr und Pascal Kutek, leitet das Spiel durch Übersicht und blitzschnelle Antizipation. Jede kleinste Lücke im gegnerischen Abwehrverband wird sofort bestraft. Muss ein weiterer Abwehrspieler aushelfen, landet der Ball am Kreis bei Magnus Boni. Die erste Halbzeit kann sich auf Seiten der Gäste sehen lassen, Eltern und Fans dürfen sich bei einem Halbzeitstand von 15:11 erstmal für 15 Minuten zurücklehnen. Während der Halbzeitpause ist zunächst Durchschnaufen angesagt oder bei Bedarf eine Behandlung durch unseren Physio Max Wagner. Offensichtlich hätte der Turngemeinde eine noch längere Pause gut getan, da den Gästen nicht zuletzt wegen ihrer, wie üblich geringen Anzahl an Auswechselspielern, mit dem fortschreitenden Verlauf des Spiels langsam aber sicher die Kraft ausging.

Hochmotivierte Weinsberger und eine körperlich harte und verletzungsfördernde Linie der Schiedsrichter, machen der TG nach der Halbzeitpause noch einmal ordentlich zu schaffen. Mit dem Treffer zum 18:18 können die Gastgeber zum ersten Mal seit der dritten Minute wieder ausgleichen. Auf der Bank und der Tribünenseite der Turngemeinde, herrscht nun zunehmend mehr Unruhe und Ungewissheit. Der Rest des Spiels bleibt weiterhin ausgeglichen und hart umkämpft. Wenige Minuten vor Schluss zählt nun nur noch das Torverhältnis. Beide Seiten haben große Probleme, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen und jeder Treffer könnte das Spiel entweder entscheiden, oder ins 7-Meter-Schießen schicken. Der Treffer, der das Schicksal beider Mannschaften nun schlussendlich besiegelte, könnte regelrecht in sämtliche Geschichtsbücher eingehen. Ein kunstvoller no-look Pass von Pascal Kutek auf Linksaußen zu Timo Röder, der in die Luft steigt und den Ball mit einem malerischen Heber im langen Eck unterbringt! Die Geislinger Fans sind nun auf der Tribüne nicht mehr zu halten und stürmen unmittelbar nach dem Abpfiff auf das Spielfeld zu ihren spielenden Freunden und Angehörigen. Dann heißt es durchatmen. Nach einer kurzen Phase des Durchatmens, prägt feierliche Stimmung den restlichen Tagesverlauf. Egal ob auf dem Spielfeld, in der Kabine, im Reisebus oder abends wieder zurück in Geislingen, ist die Freude und Erleichterung nicht in Worte zu fassen. Die Busfahrt wurde durch Ansprachen und Reden von allen Beteiligten so kurzweilig wie möglich gehalten. Die vier Jungs, die am Sonntag ihr letztes A-Jugendspiel bestritten, verabschiedeten sich von mehreren Jahren erfolgreichen Jugendhandballs und alle Trainer und Organisatoren bedankten sich für ihre jahrelange Zusammenarbeit mit einer so talentierten und disziplinierten Jugendmannschaft, wie sie es bei der TG Geislingen zu meinen Lebzeiten noch nie gegeben hat. Von der deutschen Meisterschaft im Beachhandball zur Mannschaft des Jahres und jetzt zum württembergischen Meistertitel, erreicht diese A-Jugend alles was für sie zu erreichen ist und setzt dieser märchenhaften Saison nun das krönende Ende das es verdient hat.

 

 

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