Leichtathletik: Keine Hürde türmt sich so hoch wie Papas Bestzeit

Geislinger Zeitung – Thomas Friedrich – 10.02.2018

Leichtathletik Sprinterin Lisa-Maria Oechsle aus Ditzenbach hat ihren ersten Titel bei den Frauen gewonnen. Nur über die Hürden ist sie schneller als ihr Vater. Von Thomas Friedrich
So erfolgreich wie der Papa ist sie noch lange nicht. Gerhard Oechsle war bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo und gewann ein Jahr zuvor bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid Silber. Wie viele Bobfahrer hatte auch er eine Vergangenheit als Sprinter. Die 100-Meter-Bestzeit ihres Papas kennt Lisa-Maria Oechsle gar nicht, fände es aber „schon einen echten Anreiz“, sie zu unterbieten. Bis es soweit ist, schwant ihr, wird es aber „sicher noch etwas dauern“.

Flachstrecken gehören ohnedies eher zum Nebenprodukt im Alltag der Bad Ditzenbacherin. Sie fokussiert sich auf den Hürdensprint, in der Disziplin gewann sie vor zwei Wochen in Mannheim ihren ersten baden-württembergischen Meistertitel bei den Frauen. 9,19 Sekunden reichten, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Lisa-Maria Oechsle hat aber noch Größeres vor. Kurzfristig will sie bei den nationalen Titelkämpfen in der Halle wie im Freien einen Platz im Endlauf. Ende Februar geht’s in Halle/Saale um die deutschen Hallentitel. Für ein Ticket im Endlauf wird Oechsle ihre Bestzeit „wahrscheinlich unterbieten müssen“. Die steht bei 8,95 Sekunden, aufgestellt vor zwei Wochen in Sindelfingen.
Neben sportlichen wartet auf die 19-Jährige ein schulisches Großereignis. Im April macht sie ihr Abitur. Das war bislang, gesteht Oechsle, für sie „noch nicht so das Thema“. Gebüffelt hat sie vor oder nach dem Training und am Wochenende, wenn mal keine Wettkämpfe anstanden. In den Faschings- und Osterferien liegen die Schwerpunkte anders. Dann sind Schulbücher wichtiger als Trainingspläne.

Über ihre berufliche Zukunft nach dem Abitur hat sie noch nicht entschieden. In ihrer Gunst am höchsten steht ein Studium, da es mit ihren sportlichen Ambitionen „leichter zu vereinbaren“ sei. Womöglich kann das aber noch ein Jahr warten. Oechsle spielt auch mit dem Gedanken, ein Jahr lang eine Auszeit zu nehmen und einige Praktika zu absolvieren, um herauszufinden, wo ihre Neigungen wirklich liegen.

Lisa-Maria Oechsle fliegt über die Hürden. In Baden-Württemberg ist keine schneller als sie.⇥Foto: Ralf Görlitz

Diese Frage hat sie in ihrem Sport schon geklärt. Sie sieht sich als Hürdensprinterin. Sprints über die Flachstrecke stehen nicht im Trainingsplan. Es geht ausschließlich über Hürden. Wenn Lisa-Maria Oechsle im Wettkampf mal einen Flachsprint absolviert, kriegt sie das ohne komische Bewegungen hin. Sie simuliert dabei keine automatisierten Sprünge über Hürden, die beiden Lauftechniken kann sie „schon noch unterscheiden“. In der Halle hat Oechsle ihre Bestzeit deutlich verbessert, in der Sommersaison will sie ihren Freiluftrekord knacken. Der steht über 100 Meter Hürden bei 14,45 Sekunden, gemessen an ihren Ambitionen findet die 19-Jährige diese Zeit „nicht so besonders“. Im Vorjahr sei sie „technisch noch nicht so gut“ gewesen. Seitdem hat sie intensiv an ihrer Hürdentechnik gefeilt, jetzt will sie ihre Freiluftleistung zügig ihrer Hausmarke unterm Hallendach anpassen.

Das mit der Bestzeit ihres Vaters wird ohnedies schwierig. Gerhard Oechsle lief einst handgestoppt zwischen 10,8 und 10,9 Sekunden. Das entspricht elek tronisch gemessenen 11,0 Sekunden. Noch fühlt sich der Papa sicher. Um seine Zeit zu knacken, müsste die Tochter „schon in den Bereich des deutschen Rekordes laufen“. Bisher hat Lisa-Maria Oechsle eine Bestzeit von knapp über zwölf Sekunden stehen. Die Hausmarke ihres alten Herrn türmt sich da wie ein Berg vor ihr auf. Zum Glück hat der Vater keine Hürdenzeit stehen. „Da ist sie in jedem Fall schneller als ich“, gibt Gerhard Oechsle zu. Das reicht Lisa-Maria nicht, sie will irgendwann auch schneller als die meisten deutschen Frauen laufen.

Gleich sechsmal Edelmetall für die LG Filstal

Uli Bopp – 09.02.2018

Das durch Grippe und Verletzungen stark geschwächte Team schlägt sich trotzdem bravourös.

Auch in Württemberg ist in der Altersklasse M 15 kein Junge momentan schneller als der Filstäler Ben Heller. Er sicherte sich in bestechender Form bei den Hallenmeisterschaften U 16 in Ulm den Titel und verwies in 7,48 sec alle Konkurrenten auf die Plätze. Als Sieger des ersten Vorlaufs hatte er mit 7,44 sec sogar noch eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Außerdem startete er noch im Weitsprung (Platz 7 mit 5,43 m) und im Hürdenlauf (10,35 sec im Vorlauf). In dieser Disziplin kämpfte sich Marvin Pfitzenmaier in den Endlauf, wo er Siebter in 9,54 sec wurde. Die 60 m-Sprinter Cornelius Göser (LGF) und Lukas Baumhauer (LG Lauter) liefen in den Vorläufen 8,61 sec bzw. 8,54 sec.

Weitere Medaillen gab es dann bei den Mädchen W 15. Clairline Liebl holte sich im Sprint Bronze mit persönlicher Bestzeit von 8,11 sec. Sie lag dabei nur knapp hinter den vor ihr Platzierten. Im Stabhochsprung holte sich Clairline sogar die Silbermedaille mit 2,80 m, hatte aber etwas Pech, weil ihr die Ulmerin Marie Jung Gold wegschnappte, als diese im dritten und letzten Versuch gerade noch 2,90 m schaffte. Ebenfalls mit Silber dekorierte sich Dea Gashi, die mit 12,30 m allerdings nicht an ihre Bestmarke vom vergangenen Wochenende von 13,15 m herankam, was für Gold gereicht hätte. Dieses ging mit 12,93 m an Milaine Ammon von der LG Staufen. Dea versuchte alles, hatte aber im Endkampf nur noch drei ungültige Versuche. Trotz ebenso vieler Fehlversuche gewann im Weitsprung Mara Mauser den Vizemeistertitel hinter der mit 5,63 m überragenden Melanie Steibl von der LG Filder. Am Ende lag sie mit 5,35 m knapp vor der Stabhochsprungsiegerin Jung, die auf 5,34 m kam. Mara schaffte es außerdem noch in das A-Finale über 60m-Hürden, wo sie in 9,83 sec als Siebte ins Ziel kam. Im Vorlauf war ihr in 9,49 sec ein deutlich flüssigerer Lauf gelungen.

Bei den Wettkämpfen W 14 überzeugte Amelie Frech im 60 m-Sprint mit 8,14 sec als Vierte im Finale, obwohl sie Bronze knapp verfehlte. Über die gleiche Distanz mit Hürden lief sie  dann aber in 9,58 sec doch noch auf den dritthöchsten Podestplatz . Etwas abgekämpft landete sie im Weitsprung bei 4,62 m und Rang dreizehn. Im Kugelstoßen erzielte Elena  Grünenwald 8,41 m, was ihr Platz 10 einbrachte.

Thorben Dietz mit klasse Vorstellung

Uli Bopp – 09.02.2018

Beim „Midwinter Marathon“ von Apeldoorn zeigte sich der seit dieser Saison für die TG Geislingen startende Thorben Dietz über die „Asselronde“ in bestechender Form. Der Lauf auf der wunderschönen 25 km-Strecke durch die waldreiche Gegend um die 160.000 Einwohner große Stadt mit zwei größeren Anstiegen von 60 Höhenmetern gilt als der am meisten herausfordernde Wettkampf in den Niederlanden. Dementsprechend gut besetzt war das Starterfeld. Hinter dem Zweiten der letztjährigen Deutschen Halbmarathonmeisterschaften, Hendrik Pfeiffer, der in 1:17:24 h siegte, kam Dietz als Zweiter gerade mal 31 Sekunden später ins Ziel. Er lag damit noch vor dem belgischen Marathonläufer Willem van Schuerbeck , der als Olympiateilnehmer eine Marathonzeit von 2:12 h vorweisen kann. Der Neu-Geislinger war happy über seine Zeit, die schon ein gutes Indiz für starke Ausdauerwerte und gutes Stehvermögen ist. An diesen Komponenten wird Dietz weiter konzentriert arbeiten, um sich auf die Marathondistanz vorzubereiten, die sein erklärtes Saisonziel ist.

Zweimal Gold und zweimal Bronze für die LG Filstal

Uli Bopp – 30.01.2018

Beim 2. Teil der Württembergischen U18-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen am vergangenen Sonntag wurden auch die Staffeln und Ausdauerläufe der Altersklasse U 16 ausgetragen.

Dass LG Filstal Jugendliche in Württemberg spitze sind, das zeigten die 4x100m-Staffeln. Die LG Filstal-Staffel I –Läuferinnen  Clairline Liebl, Mia Herrmann, Amelie Frech und Mara Mauser hatten die am Tag zuvor stattgefundenen Regionalmeisterschaften mit mehrfachem Einsatz gut verdaut und präsentierten sich in blendender Form. Schon als Schnellste der fünf Zeitläufe (50,99 sec) packten die im wahrsten Sinne des Wortes flotten Mädels noch ein Pfund drauf und ließen im A-Finale in 50,05 sec weder den Staffeln der Stadtwerke Tübingen (51,30 sec), noch der LG Filder (51,35 sec) und des LAZ Ludwigsburg (51,67 sec) den Hauch einer Chance. Die LG Filstal-Staffel II mit Sofia Jaschek, Elena Grünenwald, Ann-Sophie Marchtaler und Sarina Hampel schaffte mit der Zeit von 54,85 sec die Qualifikation für das B-Finale, wo man dann aber wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurde.

Bei den Jungen M 15 konnte Jannik Windelband von der TSG Eislingen seine Bestzeit in den Zeitläufen über 800 m verbessern. Als Zweiter seines Laufes mit der Zeit von 2:17,36 min wurde er in der totalen Rangfolge als Neunter gewertet.

Ebenfalls eine neue Bestleistung gelang der LG Filstal-Stabhochspringerin Melina Diebolder in der Altersklasse der weiblichen Jugend U 18. Sie übersprang alle Höhen bis 3,30 m im ersten Versuch – das war der Grund, weshalb sie sich den Titel vor der Schwäbisch Hallerin Stella Rubrech sichern konnte, die ebenfalls für die 3,40 m zwei Versuche benötigte. Melinas Goldmedaille war diesmal der einzige Podestplatz für die LGF bei der weiblichen Jugend. Knapp an Bronze vorbei schrammte Dea Gashi mit ihrem Kugelstoß in neuer Bestweite von 13,15 m und Lina-Sophie Hommel im Hochsprung mit starken 1,64 m. Lina-Sophie kam außerdem ins B-Finale der 60m-Hürden, wo sie Platz sechs mit der Zeit von 9,54 sec erreichte. Im A-Finale kam  Mandy Münkle in 9,17 sec ebenfalls auf Rang sechs . Noch einen Platz besser war sie im Weitsprung  nach einer guten Serie von Sprüngen mit der Weite von 5,39 m.

Rafael-Tobias Keck fliegt im Weitsprung im letzten Versuch doch noch aufs Podium. Foto: Ralf Görlitz

Bei der männlichen Jugend U 18 sorgte Felix Neudeck von der LGF für eine der zwei Medaillen von Kreisathleten. Er konnte im Hochsprung 1,80 m überqueren und sich vor zwei höhengleichen Springern mit den wenigsten Fehlversuchen als Dritter platzieren. Im Weitsprung verpasste er mit 6,07 m eine Medaille als Vierter, weil Teamkollege Rafael-Tobias Keck mit seinem letzten Sprung nach vier Fehlversuchen in einem für ihn unglücklich verlaufenden Wettkampf doch noch auf 6,28 m und das Podest kam. Oskar Neudeck wurde mit 6,02 m Sechster. Dieselbe Platzierung erlief sich Lukas Baumhauer von der LG Lauter über 200 m. Nach starken, aber Kräfte raubenden 23,83 sec im zweiten Zeitvorlauf schaffte er im Endlauf nur noch 24,53 sec. Im 60 m-Hürdenlauf-Finale konnte Oskar Neudeck seine Vorlaufzeit von 8,68 sec nicht mehr erreichen und landete in 8,96 sec auf Platz acht.

Weitere Leistungen:

Weibliche Jugend U 18:

60 m: Lina-Sophie Hommel, LGF, 8,39 sec im Vorlauf, Bestleistung

60m-Hürden: Lina-Sophie Hommel, LGF,  9,44 sec im Zeitvorlauf, Bestleistung;  Mandy Münkle, LGF,  9,06 sec im Vorlauf, Bestleistung

Kugelstoß: 8. Sarah Angelmaier, LGF,  11,79 m; 11. Mandy Münle, LGF,  11,40 m, Bestleistung

Männliche Jugend U 18:

60 m: Lukas Baumhauer, LG Lauter, 7,43 sec im Vorlauf, Bestleistung; Raphael-Tobias Keck, LGF, 7,68 sec im Vorlauf, Bestleistung

Hochsprung: 10. Oskar Neudeck, LGF, 1,70 m

LG Filstal dominiert die U 16 Regionalmeisterschaften

Uli Bopp – 30.01.2018

Bei den Wettkämpfen in Schwäbisch Gmünd mit mäßiger Teilnehmerzahl holte die LGF 13 von 20 möglichen Titeln. Dazu gab es noch 12 weitere Podestplätze. Persönliche Bestleistungen gab es in Hülle und Fülle.

Jugend W 14

Amelie Frech war die überragende Athletin dieser Altersklasse. Sie holte sich gleich drei Mal Gold und eine Silbermedaille. Im 50 m-Sprint lag sie in tollen 7,02 sec klar vor allen Konkurrentinnen. Carla Kussmaul wurde Dritte in 7,31 sec. Auch über 50 m-Hürden war Amelie Schnellste mit einer Zeit von 8,43 sec. Im Weitsprung gelang ihr nach einer guten Serie der Siegessprung von 5,11 m. Carla kam auf 5,01 m und Platz 2. Im Hochsprung war die Reihenfolge dann umgekehrt. Carla glänzte mit einer klasse Sprunghöhe von 1,61 m, Amelie übersprang wie Lisa-Marie Villirillo 1,48 m. Die Beiden nahmen dabei alle Höhen im ersten Versuch, was ihnen Platz 2 einbrachte. Carla konnte außerdem noch eine Silbermedaille im Kugelstoß-Wettbewerb mit 8,98 m erringen, wo Elena Grünenwald mit 8,69 m auf Platz vier landete.

W 15

Der Sieg im 50 m-Sprint von Favoritin Mia Herrmann war keine Überraschung – die ausgezeichnete Zeit von 6,84 sec da schon eher. Clairline Liebl überzeugte als Zweite mit der  Zeit von 7,08 sec. Im Hochsprung konnte Mara Mauser mit der Sprunghöhe von 1,52 m ebenfalls einen klaren Sieg einheimsen. Im Weitsprung verpasste sie ihn als Zweite mit 5,17 m allerdings nur knapp. Mia Herrmann sicherte sich mit einem Sprung von 5,04 m Platz drei. Vierte wurde Clairline mit 4,77 m. Außerdem stieß Dea Gashi die Kugel starke 12,66 m weit und ließ damit alle Konkurrentinnen klar hinter sich.

M 14

Schnellster Sprinter war Samuel Maurer, der für die 50m 7,04sec benötigte und auch über die Hürden der gleichen Distanz in 8,31sec den Titel holte. Im Kugelstoßen konnte er sich noch mit 8,25m als Dritter in die Siegerliste eintragen lassen. Cornelius Göser verpasste in 7,26sec beim Flachsprint die Bronzemedaille nur knapp.

M 15

Über 50 m war kein Sprinter schneller als Ben Heller. Nach nur 6,51 sec lief er durch das Ziel, Luis Rieker kam ebenfalls unter die Sieben-Sekunden-Marke und landete in 6,96 sec auf Rang zwei. Ben glänzte auch mit seinem schnellem Anlauf im Weitsprung, der ihn auf gute 5,69 m trug. Luis holte sich da den dritten Platz mit 4,94 m; im Hürdensprint wurde er zudem in 8,77 sec Zweiter.

Weitere Platzierungen:

W 14:

50 m: 8. Elena Grünenwald, 7,66 sec

50 m-Hürden: 6. Elena Grünenwald, 8,99 sec

Weitsprung: 7. Lisa-Marie Villirillo, 4,48 m; 9. Elena Grünenwald, 4,21 m

Kugelstoß: 6. Amelie Frech, 7,81 m, 10. Lisa-Marie Villirillo, 6,70 m

W 15:

Kugelstoß: 6. Mia Herrmann, 8,77 m;  7.Mara Mauser, 8,52 m; 8. Clairline Liebl, 8.02 m

M 14:

Kugelstoß: 5. Marc Engel, LA Team Schurwald, 6,86 m; 7. Cornelius Göser, 6,80 m

 

 

Oechsle siegt im Glaspalast

Uli Bopp – 30.01.2018

Beim gut besetzten Hallenmeeting der Stadtwerke Sindelfingen bestätigte Lisa-Maria Oechsle (LG Filstal) ihre starke Form. War sie bei den Landesmeisterschaften über die 60 m-Hürden erfolgreich gewesen, so holte sie am Wochenende den Sieg im Endlauf U 20 über die 60 m-Flachdistanz in 7,82 sec, einer Zeit, die nur knapp über ihrer persönlichen

Foto: Ralf Görlitz

Bestzeit liegt. Schon in den Vorläufen war sie mit 7,83 sec Schnellste gewesen. Über die Hürden musste sie sich im Endlauf nur ganz knapp der Schweizerin Anna Archidiacomo geschlagen geben, die eine Hundertstelsekunde mit 8,99 sec schneller war. Im Vorlauf hatte aber Lisa-Maria mit 8,95 sec die für sie wichtige Marke geknackt und einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt.

Im Kugelstoßen war Lena Urbaniak (LG Filstal), die gerade den Fokus auf die Endphase ihres Studiums legt, mit 16,58 m noch ohne Chance gegen Alina Kenzel, die zu den besten Nachwuchsathletinnen Deutschlands gehört. Lena hatte nach zwei gültigen Versuchen vier ungültige, was zeigt, dass der Feinschliff in der Drehtechnik noch nicht optimal ist.

Bei den Männern stieß der Filstäler David Rathgeber die 7 kg-Kugel 12,40 m weit und wurde Neunter in einem starken Feld, das Bob Bertemes (MTG Mannheim) mit 18,95 m vor Silas Ristl (SSV Ulm) mit 18,83 m in Schach hielt.

 

Leichtathletik: Bei den Waldlauf-Kreismeisterschaften im Rahmen der DJK-Winterlaufserie gewinnt Thorben Dietz, der Neuzugang der LG Filstal, den Hauptlauf über zehn Kilometer. 

Geislinger Zeitung – Rolf Bayha – 24.01.2018
Sparda-Team stellt 14 Sieger
Dauerregen begleitete die Waldlaufmeisterschaften des Leichtathletikkreises Göppingen, die in den zweiten Durchgang der DJK-Winterlaufserie im Göppinger Bürgerhölzle eingegliedert waren. Der matschige, tiefe Boden auf den Traditionskursen ließ keine Rekordzeiten zu.
Dennoch glänzte die Elite im Hauptlauf über zehn und im Jedermann-Rennen über fünf Kilometer mit starken Leistungen, allen voran Thorben Dietz, Neuzugang der LG Filstal. Der von der Eifel nach Geislingen gewechselte Athlet überzeugte in 32:22 Minuten als Kreismeister aller Klassen auf der Königsdistanz und feierte einen gelungenen Einstand. Er ließ die Rechberghäuser Top-Läufer Markus Weiß-Latzko und Johannes Großkopf hinter sich, die mit ihren Teamkollegen und Kolleginnen beide Mannschaftstitel holten.
Bei den Frauen setzte sich Lea Sophie Keim vom AST Süßen die Krone auf, nachdem sie erstmals die 40-Minuten-Marke in 39:18 Minuten unterboten hatte. Ihr Team-Kollege, Bundesliga-Triathlet Michael Haas, überzeugte als Kreismeister auf der 5-km-Runde in 16:34 Minuten.
Titelkrösus war mit 14 von insgesamt 42 Titeln einmal mehr das Sparda-Team Rechberghausen, das 35 Teilnehmer in die Meisterschaftsrennen geschickt hatte. Bei den Kindern und Jugendlichen teilten sich die LG Filstal, die TSG Eislingen, die Turnerschaft Göppingen, der TSV Wäschenbeuren und das AST Süßen die Meisterschaftstitel, wobei sich sechs die Filstäler und fünf die Eislinger erkämpften. Bei den Jugendlichen stach der Eislinger Jannik Windelband ins Auge, der sich auf der 2,2 km-Strecke in starken 6:46 Minuten konkurrenzlos die Krone aufsetzte.
Kreismeister
10 Kilometer
Männer: M: Thorben Dietz (LG Filstal). M30: Markus Weiß-Latzko (Sparda-Team Rechberghausen) M35: Harald Aichele (Sparda). M40: Alessandro Rollern (Sparda). M45: Paul Schaaf (Sparda). M50: Thomas Böhringer (Sparda). M55: Jürgen Keller (LGF). M60: Achim Pohl (SC Wiesensteig). M70: Helmut Simon (AST Süßen). MJU18: Manuel Steinhilber (Sparda).
Mannschaften: 1. Sparda-Team Rechberghausen.
Frauen: W: Lea Sophie Keim (AST). W35: Tanja Massauer (Sparda). W40: Carmen Lang (Sparda). W45: Nicola Wittner (LG Lauter). W50: Elke Keller (LGF).
Mannschaften: Sparda-Team Rechberghausen 2:15:13
5 Kilometer
Männer: M: Michael Haas (AST). M35: Roland Schnurr (Sparda) . M40: Michael Digel (Sparda). M50: Andreas Hinterschweiger (DJK Göppingen). M65: Peter Schirling (Sparda). MJU18: Jonas Dalitz (LGF).
Mannschaften: AST Süßen.
Frauen: W45: 1. Sandra Carneiro (Sparda) 29:16.
2,2 Kilometer
Jungen: M12: Emil Holler (LGF). M13: Moritz Eisele (AST) . M14: Finn Frey (TSV Wäschenbeuren). M15: Jannik Windelband (TSG Eislingen).
Mannschaften: LG Filstal.
Mädchen: W12: Lisa Bauer (TSV Wäschenbeuren). W13: Darina Porsche (TSG Eislingen). W14: Lara Brenner (LGF).
Mannschaften: TSG Eislingen
1,2 Kilometer
Jungen, M8: Tom Schröder (TS Göppingen). M9: Philipp Nill (LGF). M10: Linus Bauer (TS GP). M11: Tim Kottmann (TSV Wäschenbeuren).
Mannschaften: LG Filstal.
Mädchen
W8: Sarina Geydirici (LGF) 5:51. W9: Mia Schuster (TSGE). W10: Lea Schröder (TS GP). W11: Lara Windelband (TSG Eislingen).

Leichtathletik: Drei Titel gehen in den Kreis

Uli Bopp – 23.01.2018

Bei den Hallen-Regionalmeisterschaften der Jugend U 14 am vergangenen Wochenende in Schwäbisch Gmünd konnte der Nachwuchs aus dem Kreis nicht an die überragenden Erfolge des Vorjahres anknüpfen, als man 20 Podestplätze erringen konnte.

Diesmal waren es nur sieben gegen starke Konkurrenz der LG Staufen, des SSV Ulm und der LG Brenztal. Die Mädchen sorgten dabei für die meisten guten Platzierungen.

W 12

Der 50 m-Sprint war eine Domäne der LG-Filstal. Finja Willnich gewann den Endlauf in starken 7,64sec, weil sie nach der drittbesten Vorlaufleistung ( 7,78 sec ) noch ein gutes Pfund im Endlauf draufpacken konnte. Vierte in diesem Rennen wurde Alannah Stäudle in 7,81 sec, die die Bronzemedaille um nur zwei  Hundertstelsekunden verpasste. Ricarda Hommel wurde Fünfte in 7,95 sec. Salome Hermann von der TSG Eislingen war als Zweite des B-Finales mit 7,94 sec noch etwas schneller. Aylin Gümus (FA Göppingen) steigerte sich als Dritte in diesem Rennen auf 8,00 sec.

Den zweiten Titel dieser Altersklasse holte Lisa Engel vom Leichtathletik Team Schurwald. Sie stieß die 3-Kg-Kugel 7,44 m weit und war damit zehn Zentimeter besser als die LG-Filstal-Athletin Alannah Stäudle. Mit Marija Vukasinasic ( 6,94 m ) ging auch die Bronzemedaille in den Schurwald. Ricarda Hommel (LGF) landete mit ihrer Weite von 6,77 m auf Rang vier.

Etwas Pech hatte im Hochsprung Alannah Stäudle, als sie 1,32 m überquerte und sich nur wegen der Fehlversuchsregel der Ulmerin Franziska Wloka geschlagen geben musste. Ricarda Hommel überquerte als Fünfte 1,24 m, Finja Willnich als Siebte 1,20 m.

Besser lief es für Finja dann im Weitsprung, wo sie ihre Grundschnelligkeit gut umsetzen konnte und mit 4,49 m nur Wloka (4,65 m) den Vortritt lassen musste. Ricarda (4,44 m) verpasste bei dicht beieinanderliegenden Endergebnissen Bronze um vier Zentimeter.

Ebenfalls nur knapp am Podest vorbei lief Lina Herr, TSG Eislingen, die über 50m-Hürden als Vierte 10,12 sec benötigte.

W 13

Die zweite Goldmedaille für das Leichtathletik Team Schurwald holte sich Liliane Höbler. Auch sie war mit Abstand beste Kugelstoßerin mit einer Weite von 8,68 m. Im Weitsprung kam Renuka Pfleiderer von der LG Filstal auf 4,49 m – das reichte für Platz vier. Über 50 m sprintete sie in 7,81 sec als Sechste in Ziel.

M 12

Eine Silbermedaille im Kugelstoßen ( 3 kg ) holte sich Collin Hommel ( LGF ). Er konnte allerdings mit seinem Stoß von 7,09 m den überragenden Ulmer Sören Ulshöfer ( 8,57 m ) nicht gefährden. Seine Teamkollegen Mattis Nill und Dennis Rüber platzierten sich mit 6.74 m und 6,50 m als Vierte und Fünfte. Auch im Weitsprung musste sich Mattis bei einer Sprungleistung von 4,45 m mit Platz vier begnügen. Dennis Rüber wurde mit 4,32 m Siebter. Im Hochsprung schließlich klappte es dann mit einer Medaille für Mattis. Als Dritter gelang ihm ein Sprung über 1,28 m und damit aufs Treppchen. Über 50 m kam Dennis Rüber nach 7,85 sec ins Ziel, was ihm den vierten Platz einbrachte.

M 13

Lasse Steck ( LGF ) wurde Fünfter über 50 m-Hürden in 10,31 sec und Siebter über 50 m flach in 8,37 sec. Außerdem übersprang Carlo Schmid ( LGF ) 1,32 m, was Rang sechs bedeutete. Dieselbe Platzierung schaffte  mit 6,88 m auch Lasse Steck im Kugelstoßen.

Auszug aus der Siegerliste:

W 12

50 m: 10. Vanessa Schweiß, 8,08 sec, TSG Eislingen; 12. Lina Herr, 8,25 sec, TSG Eislingen

50 m-Hürden: 8. Ricarda Hommel, 10,66 sec, LG Filstal; 11. Luisa Stark, 11,22 sec, LGF; 12. Leonie Schwannauer, 11,29 sec, TSG Eislingen; 15. Vanessa Schweiß. 11,72 sec, TSG Eislingen

Weitsprung: 7. Luisa Stark, 4.21 m, LGF; 8. Alannah Stäudle, 4,11 m, LGF; 9. Lina Herr, 4.10 m, TSG Eislingen; 13. Salome Hermann, 3,89 m, TSG Eislingen

W 13

50 m: 10. Lara Sarkowski, 7,99 sec, LGF

50 m-Hürden: 9. Lara Sarkowski, 9,93 sec, LGF; 12. Lina Mauser, 10,88 sec, LGF; 15. Giulia Sottile, 11,24 sec, LGF

Hochsprung: 10. Lina Mauser, 1,24 m, LGF; 13. Loreley Rosenberger, 1,12 m LGF

Weitsprung: 14. Lina Mauser, 4,20 m, LGF

Kugelstoß: 12. Renuka Pfleiderer, 5,72 m, LGF; 14. Loreley Rosenberger, 5,56 m, LGF

M 13

Weitsprung: 7. Carlo Schmid, 4,27 m, LGF; 9. Lasse Steck, 4,03 m, LGF; 14. David Zurmühl, 3,64 m, TSG Eislingen

Kugelstoß: 7. Oliver Machulla, 6,87 m, LGF; 8. Carlo Schmid, 6,35 m, LGF; 10. David Zurmühl, 5,30 m, LGF

Lisa-Maria Oechsle holt Hürdentitel für die LG Filstal

Uli Bopp – 23.01.2018

Foto: Ralf Görlitz

Am vergangenen Wochenende war Lisa-Maria Oechsle die einzige Teilnehmerin aus dem Kreis, die bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Mannheim an den Start ging. Am Samstag bestritt sie zwei Rennen über 60m flach. Nach 7,98 sec im Vorlauf wurde sie im A-Endlauf mit 7,99 gestoppt, was Platz sieben bedeutete. Das war quasi das „Warmlaufen“ für die  60m-Hürdenrennen, die tags darauf gestartet wurden. Mit der klar schnellsten Vorlaufzeit von 9,19 sec qualifizierte sich die Ditzenbacherin für den Endlauf. Hier lief sie etwas auf Sicherheit, konnte sich aber nochmals auf 9,15 sec steigern. Das reichte dann zwar nicht für eine neue Bestzeit unter neun Sekunden, aber allemal, um die stärksten Konkurrentinnen Anna Braun von der LG Kurpfalz ( 9,28 sec ) und Lena Schlag von der LG Weissacher Tal ( 9,51 sec ) klar zu distanzieren. Den ersten Landesmeistertitel konnte die Neunzehnjährige, deren Fokus in diesem Jahr zuerst einmal auf das Abitur gelegt ist, richtig genießen. Es war zudem erst der zweite Wettkampf  in dieser Hallensaison nach den Regionalmeisterschaften in Ulm, bei denen sie beide Sprintstrecken gewonnen hatte. Am nächsten Wochenende bietet sich aber beim Hallenmeeting in Sindelfingen die Gelegenheit, die angestrebte Bestzeit zu erzielen und die Neunsekundenmarke zu knacken.

 

Souveräner Einstand für Dietz: mit einem überlegenen Sieg lässt der Neu-Filstäler beim zweiten Durchgang der DJK-Winterlaufserie seine Rechberghäuser Konkurrenz hinter sich.

Geislinger Zeitung – von Rolf Bayha 22.01.2018
Der zum Saisonende von der Eifel zur LG Filstal gewechselte deutsche Top-Läufer Thorben Dietz hat beim zweiten Durchgang der DJK-Winterlaufserie gleich ein Zeichen gesetzt. Der Geislinger Lehrer rannte bei unangenehmem Regen seiner Konkurrenz schon in der ersten Runde durch den Spitalwald zum Wannenhof davon und löste nach 32:22 Minuten die Stoppuhr im Ziel aus. Markus Weiß-Latzko vom Sparda-Team Rechberghausen folgte in 33:14 Minuten nach. Der Serienführende Johannes Großkopf (Sparda) benötigte noch 43 Sekunden länger. „Ich freue mich über den Sieg von Thorben“, zollte Weiß-Latzko dem Tagesschnellsten Respekt. „Ich konnte ein halbes Jahr nicht trainieren und bin froh, dass ich wieder schmerzfrei laufen kann“, begründete der Streckenrekordinhaber seinen Trainingsrückstand. Seine aus dem Jahre 2014 stammende Rekordmarke von 30:45 Minuten wurde nicht angekratzt. Ein Grund war die durch den tagelangen Regen aufgeweichte Traditionsstrecke, von der sich Thorben Dietz (Jahrgang 1989) dennoch begeistert zeigte: „Ich bin heute das erste Mal hier und kannte die Strecke noch nicht“, wusste er im Ziel, „aber ich liebe die An- und Abstiege, die für das Wintertraining gut sind.“ Abgeschlagen als Vierter wurde Benjamin Dicke (Hamburg/ 36:22) im Ziel empfangen, Fünfter war Jochen Müller von der Jebenhäuser Feuerwehr (36:45).

Schon beim Start des zweiten Laufs der DJK-Winterlaufserie im Göppinger Bürgerhölzle liegen die Favoriten vorne, allen voran der spätere Dritte Johannes Großkopf (rechts). Foto: Rolf Bayha

Lea Sophie Keim vom AST Süßen beherrschte wie im Dezember die Frauenkonkurrenz und erfüllte sich in 39:18 Minuten ihren Wunsch, unter 40 Minuten zu laufen. Der Triathlon-Landesmeisterin folgten Tanja Massauer vom Sparda-Team (42:02), die sich ebenfalls steigern konnte, und Elke Keller von der LG Filstal (43:37). Die Geislinger Bergläuferin verwies Karin Kern (Tübingen/44:02) auf Rang vier.
Einen erwarteten Sieg über fünf Kilometer feierte AST-Triathlet Michael Haas in 16:34 Minuten, 23 Sekunden vor Julian Staudenmaier von der LG Filstal, der die Serienwertung anführt. Michael Digel vom Sparda-Team Rechberghausen musste sich mit Rang drei in 17:43 Minuten begnügen. Mit ihrem Tagessieg bei den Frauen baute Triathletin Kerstin Flüß (Cannstatt/21:36) ihre Serienführung vor ihrer Teamkollegin Leni Leitz (4./23:29), aus. Julia Röhm vom Tri-Team Göppingen (23:07) und Amelie Sauner von der LG Filstal (23:27) folgten auf den Plätzen.
Beherzt gekämpft wurde bei den 51 Kindern und Jugendlichen über 1,2 und 2,2 Kilometer im Bürgerhölzle. Tim Kottmann vom TSV Wäschenbeuren konnte sich auf der kurzen Strecke steigern und in 4:14 Minuten seine Seriensieg-Ambitionen untermauern. Eine Sekunde länger lief Linus Bauer von der Göppinger Turnerschaft. Bei 4:20 Minuten blieb für Mika Fender von der LG Fils tal die Uhr stehen. Lara Windelband rettete sich in 4:24 Minuten, eine Sekunde vor der Heininger Dreikönigslaufsiegerin Lea Schröder von der Turnerschaft, ins Ziel. Auf Rang drei finishte Sophia Csulits von der LG Filstal (4:32). Auf der 2,2 Kilometer-Distanz bestätigte Jannik Windelband (TSG Eislingen) in 6:46 Minuten die Erwartungen. Der Serienführende Joshua Buchenau (TSG Esslingen) lief in 7:00 Minuten hinterher. Zeitgleich auf der dritten Position folgte Josephine Seerig aus Göppingen, die bei den Mädchen eine Klasse für sich war und für Darina Porsche (TSG Eislingen/8:19) und Rosa Fischer (TSG Esslingen/8:20) außer Sichtweite lief. Dritter Junge war Finn Frey vom TSV Wäschen beuren (7:12). DJK-Abteilungsleiter Rudi Viehmaier hofft beim Finale am 24. Februar auf gute Witterungsbedingungen, denn mit 286 Startern beim zweiten Durchgang wurde die 300er-Marke wieder nicht erreicht.
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