Handball Bundesliga B weiblich: SG Kappelwindeck/Steinbach – HBZ Altenstadt/Geislingen 34:31

Jochen Schreitmüller – 23.03.2026

Ein denkwürdiges Spiel zeigten die B-Juniorinnen bei der 34:31 Niederlage im Bundesligaspiel bei der SG Kappelwindeck/Steinbach. Obwohl Altenstadt/Geislingen das Hinspiel noch mit 32:31 für sich entscheiden konnte, waren die Voraussetzungen im Rückspiel mehr als schwierig. Es war klar, dass Theresa Kienle, Finja Klaus, Anika Machulla, Silva Schmid und Mia Schuster verletzungs- und krankheitsbedingt gar nicht erst nach Südbaden reisen konnten. Und als sich auch noch Maxi Seybold am Vortag beim A-Jugendspiel am Knie verletzte, bestand die kleine Reisegruppe am Sonntag noch aus acht Spielerinnen.

Aber spielerisch und kämpferisch zeigte sich das HBZ von der allerbesten Seite und wurde zu Recht auch von den gegnerischen Zuschauern besonders gelobt. Dies war zwar etwas Balsam auf die Seele, trotzdem blieb am Ende nach dem unglücklichen Spielverlauf doch etwas Enttäuschung zurück.

Beide Teams starteten mit hohem Tempo in die Partie und bis zum 8:8 in der 10. Minute konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Die Tore der Topspielerin von Kappelwindeck, Emma Assall, glichen Fiona Hempert, Lara Hofmann, Erina Mehmetaj und Zoe Kobrehel ständig im Gegenzug aus und Laura Biele entschärfte einige hundertprozentige Bälle. Nach dreiundzwanzig Minuten schienen die Felle für das HBZ aber davonzuschwimmen, denn vier fragwürdige Zeitstrafen gegen die Gäste nützte die SG zur 17:11 Führung bis zur 24. Minute. Und als dann Erina Mehmetaj nach einem Foul auch noch disqualifiziert wurde, hatte Altenstadt/Geislingen keine Auswechselspielerin mehr auf dem Parkett. Mit 18:13 ging es dann in die Halbzeitpause.

Aber anstatt die Köpfe hängen zu lassen und zu resignieren, kam das HBZ wie verwandelt aus der Kabine. Michelle Beiter, die als Torhüterin auf das Feld beordert wurde und dies glänzend erledigte, eröffnete die Aufholjagd mit Tor Nummer 14. Die Abwehr, allen voran Fiona Hempert, rührte Beton an und im Angriff waren es Zoe Kobrehel, Sarah Ammann und Leni Aigner, die mit je acht bzw. sieben Feldtoren zur Hochform aufliefen. In der 44. Minute stand es zum ersten Mal 21:21 unentschieden und acht Minuten später sogar sensationell 24:28 für die Gäste. Kappelwindeck versuchte mit noch mehr Tempo dagegen zu halten, was mit einem 4:0-Lauf zum 28:28 auch gelang. Der taktische Plan mit einer Auszeit fünf Minuten vor Schluss, der Mannschaft noch mal eine schöpferische Pause zu geben, schien aufzugehen. Kobrehel zum 28:29, Aigner zum 29:30 und Amman zum 30:31 ließ die kleine Anhängergruppe des HBZ auf ein positives Ende hoffen, aber nach einer Zeitstrafe gegen Zoe Kobrehel standen bis zum Spielende nur noch fünf Spielerinnen den Gastgeberinnen gegenüber. Diese nützten dies dann ganz abgeklärt zum 34:31 Heimerfolg.

Es spielten: Biele; Beiter 1, Kobrehel 8, Hofmann 3/1, Hempert 2, Mehmetaj 2, Aigner 8, Ammann 7/2