Handball Bezirksoberliga Männer: Aufstieg in die Landesliga trotz knapper Niederlage im Finale
Jochen Schreitmüller – 05.05.2026
In einem mitreißenden und bis zur letzten Sekunden spannenden Finale gewann der TV Großengstingen mit 32:33 und krönte sich damit zum Meister der Bezirksoberliga. Die erste Entscheidung fiel bereits am Samstagabend vor dem Spiel am Sonntag, denn nach der überraschenden Niederlage von Grabenstetten gegen Ober/Unterhausen standen beide Vereine egal wie die Partie enden würde, bereits als Aufsteiger fest. Allerdings war es bei beiden Vereinen in der ganzen Saison ein ständiges Auf und Ab, was nicht zuletzt der bärenstarken Liga geschuldet war. Viele zweite Mannschaften wurden ständig von U 21 Oberliga- und Regionalligaspielern bei Bedarf unterstützt, da diese ohne sich festzuspielen, ständig zwischen Team 1 und Team 2 wechseln konnten. Und da sowohl Großengstingen letztes Jahr in der Aufstiegsrelegation das Nachsehen hatte und Geislingen ganz unglücklich die Relegation verpasste, war der Aufstieg das verdiente Ergebnis ihrer guten Nachwuchsarbeit.
Trotz der Ausgangsbedingungen pilgerten die Anhänger beider Vereine in Scharen in die Michelberghalle und stellten eine lautstarke und beeindruckende Kulisse dar. Und sie kamen voll auf ihre Kosten, denn beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, gaben sechzig Minuten Vollgas um die Meisterschaft für sich zu entscheiden.
Die TG hatte den deutlich besseren Start. Schnelle druckvolle Pässe, stoßen in die Nahtstelle und geschicktes Weiterspielen zum freien Mitspieler brachten nach zwölf Minuten eine 9:4 Führung. Eine Unterzahlsituation nützten die Gäste innerhalb zweier Minuten zu einem 3:0 Lauf aus und blieben vor allem aus dem Rückraum und über den Kreis ständig torgefährlich. In der 24. Minute war der Vorsprung beim 14:14 dann verschwunden. Großengstingen versuchte den torgefährlichsten Angreifer Giacomo Mastro (12 Treffer) dann durch eine enge Deckung auszuschalten, was bis zur 18:19 Pausenführung auch gelang.
Nach dem Wechsel nahmen beide Mannschaften etwas Tempo aus dem Spiel und spielten geduldiger, ohne an Torgefährlichkeit einzubüßen. Jetzt kam die Stunde der beiden Torhüter, denn Luca Krautheim entschärfte fünf Hundertprozentige von der Nahwurfzone, aber Max Thaler lief ebenso zur Hochform auf. Bis zur 49. Minute und dem 24:24 konnte sich kein Team absetzen, danach nützte die TG eine Zeitstrafe gegen Großengstingen zur 28:25 Führung in der 53. Minute. Die Waage schien sich zugunsten der Gastgeber zu neigen, aber danach wurde es vogelwild. Viel Hektik, sehr umstrittene Zeitstrafen gegen Mastro, zweimal gegen Spieler der Gäste und zusätzlich eine rote Karte gegen Jan-Heiko Hummel, brachten die Halle auf den Tribünen zum Brodeln und stürzten die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem 30:30 in der 57. Minute stellten die Gäste vierunddreißig Sekunden vor Spielende zum 31:32. Geislingen scheiterte trotz Überzahl wiederum am Torhüter und im Gegenzug machten die Gäste mit dem 31:33 alles klar. Mastro gelang eine Sekunde vor Spielende zwar noch der Anschlusstreffer,
Es spielten: Petri, Thaler; Brenner 1, Kutek 3, Boni , Mastro 12, Fischer 1, König 8/4, Schwetka 2, Lächler 2, Schurr 2, Rosenfeld, Van der Mei 1, Scheck, Boni