Volleyball Herren: Landesliga – Herber Dämpfer

Rainer Maroska – 23.02.2026

SSV Ulm – TG Geislingen 3:0 (25:21, 25:23, 25:18)

In der Landesligabegegnung beim SSV Ulm landete die TG Geislingen mit einer 0:3-Niederlage hart auf dem Boden der Tatsachen. Wie schon beim VfB Ulm 2 scheinen Satzgewinne für die Geislinger bei den Lokalrivalen so unerreichbar wie Kirschen in Nachbars Garten. Konnte man den Auftaktsatz trotz eines 21:25-Verlustes noch großzügig zur Aufwärmphase hinzurechnen, war spätestens beim ernüchternden 2:8-Rückstand, bei dem sich der Coach zu einer frühen Auszeit genötigt sah, klar, dass die TG gewaltig das Ruder herumreißen musste, um noch etwas Zählbares aus der Fremde mitzunehmen. Bis dato konnten weder erfolgreiche Blockaktionen noch druckvolle Angriffe über die Außenpositionen dem Gastgeber irgendwie gefährlich werden. Immer wieder versäumten es die Filstäler, die vom Gegner variantenreich gespielten Angriffe positionsgetreu – wie oft im Training exerziert – in ein brauchbares Aufbauspiel umzulenken. Als die Hauptangreifer Julian Ehrhardt und Magnus Boni aber schlagkräftig und entschlossen zusehends Punkt um Punkt über die Mittelposition erzielten und dem Gastgeber mit Blockgewinnen den Zahn zogen, schmolz der 5:13-Rückstand auf ein ermutigendes 19:21 zusammen. Die TG war plötzlich im Aufwind, hatte den SSV im Würgegriff und den Satzausgleich vor Augen. Ein unverständlich vermasselter Aufschlag jedoch bedeutete den 23:25-Satzverlust und damit die 2:0-Führung für die Donaustädter. Trotz dieses Dämpfers wollten sich die Gäste nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben und hielten sich lange über 11:13 und 16:19 im Gewinnkorridor auf. Aber letztlich hatte die TG bei nachlassenden Kräften niemand auf der Auswechselbank, der vielleicht mit frischem Elan den Satzverlust von 18:25 noch hätte verhindern können.

Durch die deutliche 0:3-Abfuhr zog der SSV Ulm an den Geislingern vorbei und verweist diese im Moment auf Tabellenrang vier. Die Filstäler müssen sich gewaltig steigern, um nicht das Nachholspiel beim Tabellenzweiten, der SG VolleyAlb, ähnlich deutlich in den Sand zu setzen.