Stabhochsprung-Meeting 2016

Das Stabhochsprung-Meeting punktet mit Athleten, die sich zu Höchstleistungen aufschwingen und einem Publikum, das jeden einzelnen Sprung feiert.

Das Stabhochsprung-Meeting mobilisiert die Massen: So voll wie am
Samstag war die Geislinger Fußgängerzone schon lange nicht mehr..
FOTO: GZ – ALEXANDER JENNEWEIN

Am Vormittag zeigt zunächst der Stabhochsprung-Nachwuchs in der Geislinger Fußgängerzone, was er kann: Sieben junge Athleten weihen die Anlage ab 11 Uhr vormittags ein und beeindrucken teilweise mit neuen persönlichen Bestleistungen.

Den Anfang machen Anna Hanses (SSV 1864 Ulm) und Melinda Diebolder (LG Filstal), die in Schülerklasse W15 antreten. Einstiegshöhe ist 2,50 Meter, dann geht es zügig nach oben und die restlichen Athleten steigen nach und nach ein.

Auch die Zahl der Zuschauer steigt im Laufe des Wettbewerbs kontinuierlich an. DJ Jürgen Dreher heizt mit lauter Musik die Stimmung zusätzlich an. Seine Favoriten: Immer wieder dröhnen „Highway to Hell“ und „Jump“ aus den Lautsprechern.

Als es für Anna Hanses beim dritten Versuch für 2,80 Meter aufs Ganze geht, kann sie denn auch auf Unterstützung der Zuschauer setzen: „Unterstützen wie sie alle“, fordert der TG-Vorsitzende Holger Scheible, der das Meeting moderiert, auf. „Mithilfe des Geislinger Publikums schafft sie es.“ Er behält recht. Souverän segelt Anna Hanses über die Latte. Mit dieser Höhe verabschiedet sie sich auch aus dem Wettbewerb – die 2,90 Meter schafft sie an diesem Vormittag nicht. Traurig ist sie deswegen aber nicht. „Ich war lange verletzt und konnte nicht viel trainieren“, erzählt sie. Der Wettbewerb mitten in der Geislinger Altstadt habe ihr viel Spaß gemacht. „Die Musik war voll gut, da ist die Atmosphäre nicht so angespannt.“

Für Melinda Diebolder geht der Wettbewerb weiter: Bei der Höhe von 3,00 Metern macht sie es spannend. Die Latte springt mehrmals in der Halterung auf und ab – aber sie bleibt oben. Mit 3,10 Metern schließt sie ihre Teilnahme sogar noch mit einer persönlichen Bestleistung ab.

Als beste U18-Frau schneidet mit 3,40 Metern Lea Madlen Fundel (LG Eningen-Reutlingen) ab und mit einer persönlichen Bestleistung von 4,10 Metern endet der Wettbewerb für Stefanie Daubner (SSV 1846 Ulm), die als Einzige in der Frauenklasse antrat.

Die Brüder Felix und Oskar Neudeck (LG Filstal) treten in der männlichen Schülerklasse M14 an. Felix verbessert seine persönliche Bestleistung um zehn Zentimeter auf 3,80 Meter. Am höchsten springt an diesem Vormittag der U18-Mann Fabian Brummer (LG Filstal) mit 4,40 Meter. Auch Brummer versucht zum Abschluss noch, eine neue Bestmarke zu setzen und gibt bei seinen drei Versuchen über 4,60 Meter alles. Aber es sollte einfach nicht reichen.

Nach dem Nachwuchsspringen laufen 30 Mitglieder der TG Geislingen zur Hochform auf – wenn auch nicht zu einer sportlichen. Sie stehen bei der Modenschau der „Geislinger Sterne“ als Models im Mittelpunkt und machen den Anlaufsteg der Hochsprunganlage zum Catwalk. Eingekleidet von Kopf bis Fuß von den Geislinger Mode- und Sportgeschäften machen sie eine gute Figur: ob in brandneuer legerer Herbstmode, schicken Sport-Outfits oder edlen Anzügen.

Pünktlich zum Start des Wettkampfs um 15.30 Uhr läuft auch das Publikum zu Hochform auf. Auf allen Seiten ist die Sprunganlage mehrere Reihen tief von Zuschauern umringt. Beim Anlauf feuern die Geislinger die Sportler mit rhythmischem Klatschen an. Sind die Athleten in der Luft, halten sie kollektiv die Luft an. Bei Erfolg brandet lauter Jubel auf. Hochsprung-Veteran Michel Frauen (Bayer 04 Leverkusen) erklärt den Zuschauern die restlichen „Spielregeln“. „Beim dritten Versuch müssen alle aufstehen und dem Athleten besonders viel Energie mitgeben“, empfiehlt er. „Dann schafft er es.“ Am besten schneidet der Franzose Stanley Joseph mit der Sieghöhe von 5,55 Metern ab. „Das Meeting war super, die Stimmung einmalig“, fasst Zuschauer Georg Melcher nach Ende des Wettkampfs die Atmosphäre in der Fuzo zusammen. „Endlich war mal was los in Geislingen. Die Athleten haben uns Höchstleistungen geboten.

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