Leichtathletik: Eine Menge Top-Platzierungen für die Athleten aus dem Kreis

Uli Bopp – 15.05.2019

Bei den Regionalmeisterschaften der Jugend U18, U20 und der Aktiven war die Startbeteiligung am vergangenen Samstag in Heidenheim zum Teil doch etwas schwächer – man hätte sich da durchaus mehr Konkurrenz gewünscht. Trotzdem zeigten die Vertreter der Kreisvereine einige beachtliche Leistungen bei mäßigen Witterungsbedingungen, die allerdings besser waren als vom Wetterdienst angekündigt.

Bei der weiblichen Jugend U20 gab es bei kleinen Teilnehmerfeldern gleich vier Titel für die LG Filstal, davon gingen drei auf das Konto von Mehrkampfass Mandy Münkle, die schon richtig gut in die Freiluftsaison startete. Über 100 Meter lief sie 15,43 Sekunden und kam im Weitsprung mit 5,48 Metern bis auf elf Zentimeter an ihre Bestmarke heran. Dazuhin warf sie den 600 Gramm schweren Speer gute 38,70 Meter weit. Für den vierten Titel sorgte Lilly Lindner, die über 800 Meter ein einsames Rennen an der Spitze lief und nach 2:27,44 Minuten im Ziel war. Für Elona Kerqota gab es im Speerwerfen mit 33,41 Metern den Vizemeistertitel.

Fünfmal standen Athletinnen der Jugend U18 auf dem Siegerpodest ganz oben. Hannah Geiger von der LG Lauter kam mit einer neuen Bestmarke im Speerwerfen auf 39,74 Meter und gewann verdientermaßen den Titel. Lina-Sophie Hommel, LG Filstal, warf  als Viertplatzierte den 500 Gramm Speer 32,28 Meter weit, Clairline Liebl (LGF) als Fünfte 30,88 Meter. Lina-Sophie holte sich dafür den Sieg im 100 Meter Hürdenlauf (15,65 Sekunden). In ihrem Zeitlauf herrschte ein Gegenwind von 2,2 Meter pro Sekunde. Mara Mauser, ebenfalls LGF, kämpfte bei ihrem Zeitlauf gegen 2,6 Meter Gegenwind und wurde mit 15,90 Sekunden gestoppt. Damit wurde sie in der Endabrechnung Zweite. Clairline startete ebenfalls in diesem Lauf und landete  mit 17,72 Sekunden auf Rang vier. Mit einem weiten Satz von 5,47 Metern hielt Mara dann mit neuer persönlicher Bestleistung im Weitsprung die Konkurrenz auf Distanz. Lina-Sophie sprang mit 5,37 Metern ebenfalls zu einer neuen Bestmarke und wurde Vizemeisterin. Mia Herrmanns bester Sprung wurde mit 5,23 Metern gemessen und damit ging auch der dritte Podestplatz an die LG Filstal. Mias Dominanz über 100 Meter war von vornherein klar gewesen. Dass die Deutsche Meisterin des vergangenen Jahres dann aber gleich im Vorlauf mit 12,35 Sekunden knapp ihre Bestmarke (12,28 Sekunden) verfehlte, war schon eine postive Überraschung. Im Endlauf siegte sie bei Gegenwind in 12,45 Sekunden vor Clairline Liebl, die 12,92 Sekunden benötigte, im Vorlauf allerdings mit 12,67 Sekunden deutlich schneller unterwegs gewesen war. Für Mittelstrecklerin Sarina Hampel gab es über 800 Meter in 2:43,86 Minuten ebenfalls einen zweiten Rang. Schließlich erzielte die 4x100m-Staffel der LG Filstal in der Besetzung Mauser, Liebl, Hommel und Herrmann schon im ersten Rennen der noch jungen Saison eine Top-Zeit mit 49,32 Sekunden, die gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen  Meisterschaften bedeutet.

Bei der männlichen Jugend U20 siegte Lukas Baumhauer von der LG Lauter über 100 Meter in 11,61 Sekunden knapp vor dem Erbacher Tim Müller. Bei drei Metern Gegenwind verpasste der Athlet aus Reichenbach unterm Rechberg seine bisherige Bestzeit nur um dreizehn Hundertstelsekunden. Im Weitsprung, den Müller mit guten 6,54 Metern gewann, belegte Baumhauer mit 5,72 Metern Rang vier, Jannis Keller (LGF) wurde mit 6,23 Metern Dritter. Noch besser lief es mit dem 800 Gramm Speer für Jannis. Seinen guten Siegeswurf von 52,33 Metern erreichte keiner der Konkurrenten nur ansatzweise.

Einziger Starter in der Altersklasse U18 war Lukas Broneske von der LG Filstal. Der Athlet aus Bad Boll absolvierte dabei ein umfangreiches Programm. Im Kugelstoßen und Diskuswerfen wurde er jeweils Zweiter mit 10,67 Metern bzw. 29,91 Metern. Den Speer warf er auf die persönliche Bestleistung von 33,90 Metern und platzierte sich damit als Dritter. Auch im Hochsprung (1,56 Meter) und Weitsprung (5,28 Meter) gab es für ihn Bestmarken und zwei fünfte Plätze.

Das verletzungsbedingte Fehlen von Topstar Felix Neudeck verhinderte natürlich eine noch bessere Bilanz für den Kreis.

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