Jörg Schneider erinnert sich an eine Handballreise

Mit unserer TG-Handball-Männermannschaft und unter Beteiligung Stuttgarter Studenten um Mutschi Nagel und unserem Abteilungsleiter Horst Hollerbach, gab es über Jahre hinweg viele nationale und internationale Sport-Begegnungen, z.B. in Canada, Tschechien, Prag mit Libcice und Israel. Ich konnte unseren Horst dabei organisatorisch unterstützen.
Eine Handballreise bleibt bis heute noch in Erinnerung.
Im Jahre 1969 machten wir uns auf nach Süd-Schweden. Handballspiele und Urlaub standen auf dem Programm.
Damals war auch unser Trainer Edmund Meister mit Familie dabei. Ferner TG-Urgesteine wie die Ehepaare Heiner und Emma Hehl und Luise und Karl Göttle.
Außer einem spannenden Spiel gegen die damals sehr renommierte Mannschaft von Lugi Lund ist mir folgende Episode in Erinnerung geblieben: Wir wohnten in kleinen Ferienhäuschen im Oknö als Selbstversorger mitten in der Pampa.
Der nächste Ort, wo man Lebensmittel einkaufen konnte, war etwas entfernt. Luise Göttle schickte ihren Mann Karl mit einigen von uns dorthin, um Öl zu besorgen, da sie abends Bratkartoffeln zubereiten wollte. Karl sprach wie wir alle natürlich kein schwedisch und bestellte dort im Laden eben: „ÖL“ in 2 Dosen.
Als abends Frau Luise die Pfanne mit etwas Öl füllte, staunte sie nicht schlecht, als das „Öl“ zu schäumen begann. Karl sagte ihr auf ihre Frage warum, dass dies wohl ein wertvolles und besonderes schwedisches „Öl“ sei. Man staunte noch mehr, als die Kartoffeln in der Pfanne einbrannten und ungenießbar waren. Als abends im Freien diese Story vor den Häuschen diskutiert wurde, war allen klar: ÖL bedeutet auf schwedisch BIER und somit konnte natürlich das Abendessen nichts werden.
Spott und Gelächter war den Göttles gewiss.
Jörg Schneider
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