Handball Bezirksoberliga Männer: TSG Reutlingen – TG Geislingen 29:29

Jochen Schreitmüller – 08.03.2026

Punkt gewonnen oder Punkt verloren, die Frage wurde noch länger nach dem Schlusspfiff und dem 29:29 Unentschieden zwischen der TSG Reutlingen und der TG Geislingen diskutiert. Nach der ersten Halbzeit und einem 18:10 Rückstand wetteten nur noch die größten Optimisten auf den Primus, am Ende aber als nach 28:29 Führung mit dem Schlusspfiff der Ausgleich fiel, war die Enttäuschung doch spürbar. Reutlingen bliebt damit weiter in akuter Abstiegsnot, die TG rutscht auf Tabellenplatz 2 ab. Damit kommt es nächste Woche zum Topspiel zwischen Geislingen mit 11 Minuspunkten und Grabenstetten momentan Tabellenführer mit zehn Minuspunkten.

Reutlingen hatte vor zwei Wochen die Notbremse gezogen und den Trainerentlassen. Seither hat sich das Gesicht gewandelt und 3:1 Punkte in zwei Spielen sprechen eine eindeutige Sprache.

Der Start verlief bis zur 12. Minute noch ganz passabel. Cedric König und Jan-Tobias Strauß hielten bis zum 5:5 den Anschluss. Danach haderte Geislingen mit dem Schussglück, aber auch alle neun Abpraller vom Torwart und Pfosten wurde eine Beute der Gastgeber. Aber auch die Defensive war alles andere als sattelfest. Trainer Florian Bühler reagierte insgesamt mit drei Abwehrumstellungen aber nichts fruchtete und beim 18:10 zur Pause schien sich ein Debakel anzubahnen.

Eine Umstellung auf eine 5:1 Deckung, ein sich steigernder Julian Petri im Tor und viel konsequentere Abschlüsse brachten nach vierzig Minuten den 19:17 Anschluss. Und plötzlich stotterte der Angriffsmotor nicht mehr. Ballgewinne und sechs Tore von Giacomo Mastro brachten die TG ins Spiel zum 22:22 in der 47. Minute zurück. Danach folgte ein Krimi, der die Zuschauer begeisterte und elektrisierte. Reutlingen legte immer ein Tor vor, dass die Filstäler postwendend egalisierten. Cedric König, Claudius Schurr und Moritz Lächler netzten jeweils sicher ein. Und als Mastro zwei Minuten vor Schluss die 27:28 Führung erzielte, schien das Spiel zu kippen. Die Gastgeber glichen aus und Mastro stellte neun Sekunden vor Ende auf 28:29. Aber ein rasender Schnellangriff  konnte Moritz Lächler nur mit Foul stoppen, erhielt dafür, weil es in den letzten 30 Sekunden passierte, eine rote Karte und Reutlingen einen Strafwurf, den diese zum 29:29 Endergebnis verwandelten

Es spielten: Petri 1, Thaler; Brenner, Kutek 3, Mastro 12, Fischer, König 4, Osswald 2, Rosenfeld, Strauß 1, Schwetka, Lächler 1/1, Van der Mei 2, Schurr 3