Handball FSG: kassiert hohe Niederlage in Kappelwindeck

Anja Heidinger – 06.11.2017

FSG kassiert hohe Niederlage in Kappelwindeck

Am vergangenen Sonntag musste die FSG Donzdorf/Geislingen eine hohe 35:19-Niederlage gegen einen der Aufstiegsfavoriten SG Kappelwindeck/Steinbach einstecken und findet sich nun auf dem neunten Tabellenplatz wieder, der die Mannschaft immer noch im Mittelfeld hält.

Zu Beginn sah es nach einer ausgeglichenen Begegnung des Tabellenachten gegen den Tabellenfünften aus. Die FSG hielt sich bis zum 9:10 im Spiel. Durch fleißiges Einlaufen von den Außenpositionen oder einstudierte Laufwege konnte die gegnerische Verteidigung ins Schwimmen gebracht werden. Immer wieder konnten Strafwürfe rausgeholt werden oder ein freier Mitspieler gefunden werden, so dass es nach 15 Minuten 5:5 stand. Auch die kommenden 10 Minuten zeigte sich den Zuschauern ein Spiel auf Augenhöhe. Was allerdings die letzten drei Minuten nach dem 9:10-Anschlusstreffer in der 27. Minute geschah, spiegelte nicht die Anfangsphase der FSG wider. In eigener Überzahl vergab die FSG drei hundertprozentige Chancen und kassierte im Gegenzug fünf schnelle Tore und sah sich bei Halbzeitpfiff bereits vorentscheidend mit 9:15 im Hintertreffen. Damit hat sich die FSG ein Spiel innerhalb von drei Minuten komplett aus der Hand nehmen lassen.

Trotzdem kam die Mannschaft motiviert und gewillt aus der Kabine zurück und war versucht, wieder den Anschluss zu schaffen. Aber umso mehr Zeit verstrich, desto ideenloser wurde das Angriffsspiel der FSG. Zahlreiche Zeitstrafen gegen die FSG hemmten das Angriffsspiel weiter und ließen noch größere Räume in der Verteidigung entstehen, die die SG Kappelwindeck/Steinbach rigoros ausnutze, um weiter davonzuziehen. Auch eine in der ersten Halbzeit gut parierende Sabine TRzaska im Tor war gegen die freien Würfe der Gastgeberinnen machtlos. Als Marilena Costanzo in der 46. Minute ihre dritte Zeitstrafe erhielt und damit folgerichtig vom Spiel ausgeschlossen wurde, war allen bewusst, dass es nun nicht einfacher werden und weitere Variabilität und Sicherheit im Angriff fehlen würde.

Die letzte viertel Stunde versuchte die FSG immer wieder Akzente zu setzen und war bemüht, ein Debakel abzuwenden, was aber nur bedingt gelang, denn schließlich stand nach 60 Minuten eine 19:35-Niederlage für die FSG zu Buche.

Zu viele technische Fehler und leichtfertig vergeben Torchancen waren der Grund dafür. Nun gilt es, das Augenmerk in der kommenden Woche auf den nächsten Gegner zu legen, um im Vier-Punkte-Spiel gegen Ottenheim eine bessere Vorstellung vor heimischen Publikum zeigen und diese wichtigen Punkte auf der Haben-Seite verbuchen zu können. Positiv ist auch noch zu erwähnen, dass sich fast alle Spielerinnen in der Torschützenliste eintragen konnten, worauf es weiter aufzubauen gilt.

Es spielten für die FSG: Trzaska, Sperr; Engelmann (2), Heidinger (9/5), Rubio Gomez (1), Lutz (1), Klotzbücher (1), Mangold, Schreitmüller (2), Costanzo (1), Härringer (2)

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