Leichtathletik: Thorben Dietz pulverisiert Kreisrekord im 10 km Straßenlauf

Uli Bopp – 17.04.2018

Beim Citylauf in Kerschenbroich (Niederrhein) präsentierte sich Thorben Dietz von der LG Filstal wieder einmal in blendender Form.

Im international stark besetzten Elitelauf der Männer, belegte er hinter Sieger Richard Ringer (Friedrichshafen, 29:07min) als zweitbester Deutscher Rang sechs. Für die 10km benötigte er die Zeit von 29:39min, die für den schwierig zu laufenden, kurzen und eckigen Kurs sehr hoch einzuschätzen ist. Mit einem Kilometerschnitt von 2:58,1 lag der Geislinger voll im Plansoll und war im Ziel insgesamt 39 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter John Schondelmayer vom Sparda Team Adelberg, der im Jahr 2000 auf dem bekannt schnellen Straßenkurs von Bad Liebenzell den bisherigen Kreisrekord von 30:18min aufgestellt hatte. Dietz ließ sich wie die anderen knapp 4.000 Läufer und Läuferinnen von 16.000 Zuschauern und einer begeisterten Stimmung in der 33.000 Einwohner zählenden Stadt anstecken. Es wäre schön, wenn sich beim 17. Geislinger DEE City-Lauf am 22. Juni 2018 ansatzweise ähnliche Dimensionen auftäten!

 

Lena Urbaniak: „Ich bin auf jeden Fall hungrig auf die Sommersaison“

Geislinger Zeitung – Thomas Friedrich – 04.04.2018
Interview Kugelstoßerin Lena Urbaniak kommt aus dem Trainingslager und fokussiert sich auf die Sommersaison. An deren Ende soll die EM-Teilnahme stehen. 
Der Anruf der GZ erreichte Lena Urbaniak kurz vor dem Abflug aus Nikosia, wo die Böhmenkircherin mit den deutschen Kugelstoßern und Diskuswerfern ein zweiwöchiges Trainingslager absolvierte. Die 25-Jährige zieht ein positives Fazit der Hallensaison und freut sich auf die Freiluft-Wettkämpfe, besonders auf die Europameisterschaft vom 6. bis 12. August in Berlin.
Ihre Wintersaison hatte Höhen und Tiefen, was überwog denn für Sie?
Es war eine durchwachsene Saison, von der ich mir insgeheim schon ein wenig mehr erhofft hatte.
Aber es gab auch Glücksgefühle für Sie, oder?
Ich bin bei den Deutschen Hallenmeisterschaften Zweite geworden, damit bin ich mehr als zufrieden. Ich hätte mir aber eine etwas größere Weite ausgemalt als die 16,82 Meter, die ich in Dortmund gestoßen habe.
Dann können Sie mit den 16,73 Metern bei den Winterwurfmeisterschaften im portugiesischen Leiria, mit denen Sie Achte wurden, ebenfalls nicht zufrieden sein.
Na ja, immerhin habe ich mir eine weitere Teilnahme an einem internationalen Wettkampf gesichert. Ich habe dort schließlich Deutschland vertreten, das ist ja auch schon was. Angesichts der Witterungsbedingungen finde ich meine Leistung dort gar nicht so schlecht.
Foto: Ralf GörlitzWas war denn so schlimm?

Es waren elf Grad und Nieselregen, so hatte ich mir einen Wettkampf in Portugal nicht vorgestellt. Da kann ich mit 16,73 Metern schon leben.
Dafür dürften Sie die beiden letzten Wochen auf Zypern versöhnt haben. Wie waren denn die Temperaturen im Trainingslager?
Wir hatten dort immer so zwischen 25 und 28 Grad.An ein oder zwei Vormittagen war es bedeckt, ansonsten trainierten wir immer unter idealen Bedingungen. Es war eine bunte Truppe aus den Bereichen Kugelstoßen und Diskuswerfen, zwei Wochen lang war alles auf die Sommersaison ausgelegt.
In der müssen Sie auf die 16,83 Meter, die Sie als bestes Ergebnis der Hallensaison stehen haben, noch einiges draufpacken. Die Norm für die Europameisterschaft liegt bei 17,50 Metern.
Die Norm ist mir jetzt noch ziemlich wurst. Letztlich entscheidet ja doch die Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften in der dritten Juli-Woche in Nürnberg. Alles, was bis dahin passiert, ist relativ unwichtig. Dort muss ich unter die ersten Drei kommen, nur das zählt.
Die Norm brauchen Sie aber auf jeden Fall, die ist international vorgeschrieben, oder?
Schon, dafür hat man aber fast den gesamten Sommer Zeit. Ich muss nur einmal mindestens Siebzehnfünfzig stoßen und in Nürnberg unter die ersten Drei kommen. Genau genommen reicht sogar ein vierter Platz, da Christina Schwanitz als Titelverteidigerin eine Wildcard für die EM hat. Außer ihr dürfen also bis zu drei weitere Mädels nach Berlin.
Wie geht’s nach der Rückkehr aus dem Trainingslager weiter?
Ich werde erst mal weitertrainieren, Anfang Mai geht’s dann wieder ins Trainingslager, diesmal nach Südtirol. Meinen ersten Wettkampf werde ich wohl so Mitte Mai bestreiten, wo genau, weiß ich noch nicht. Ich bin aber auf jeden Fall hungrig auf die Sommersaison.

Ziel ist das nächste Großereignis
Die Böhmenkircherin Lena Urbaniak von der LG Filstal will am Ende der Sommersaison bei den Europameisterschaften in Berlin in den Kugelstoßring treten. Es wäre die dritte EM-Teilnahme für die 25-Jährige nach den kontinentalen Titelkämpfen in Zürich 2014, wo sie Achte wurde, und Amsterdam 2016. Zudem startete sie 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio. Die EM-Norm steht bei 17,50 Metern, Urbaniaks Bestleistung aus dem Jahr 2016 bei 18,35 Metern.

Leichtathletik: WMF-BKK-Hallenserie, 30. Michelbergiade, Sonntag, 18.03.2018

Jochen Schreitmüller – 18.03.2018

Mit 310 Teilnehmern bildete die 30. Michelbergiade einen tollen Abschluss der LG Filstal-Hallenserie. Kinder von sechs bis dreizehn Jahren wetteiferten begeistert um Sekunden, Zentimeter und Meter.

Durch kleine Riegen und einer immer perfekteren PC-Auswertung, erhielten die Nachwuchs-Leichtathleten kurz nach Wettkampfende ihre Siegerurkunden und die drei Erstplatzierten durften stolz auf dem Siegertreppchen ihre Medaillen in Empfang nehmen. Damit wurde der Wettkampf in der Halle zu einem kurzweiligen und familienfreundlichen Erlebnis. Nach 45 Minuten Wettkampf und anschließender Siegerehrung, blieb noch genügend Zeit für die Bewegungsstation oder eine kleine Kaffeepause für die Eltern. Ein besonderer Vorteil der Hallenwettkämpfe ist dabei der enge Kontakt zu den vielen mitgereisten Eltern, die von der Tribüne aus ganz nahe ihre Schützlinge bewundern und anfeuern können. Ein markantes Kennzeichen in Geislingen waren auch wieder die fliegenden Turbospeere bei den Jugendlichen U 14, die frühzeitig an die Sommerdisziplin Speerwurf heranführen sollen. Sowohl beim Wurf, aber auch beim Hürdensprint über die Klapphürden, gab es bei der U 14 technisch schon hervorragende Leistungen zu bewundern.

Auffallend war diesmal die breite Streuung der Medaillen, 16 der 19 teilnehmenden Vereine waren auf dem ‚Stockerl‘ zu finden. Erfolgreichste Vereine waren die TS Göppingen, die TG Geislingen und der TV Altenstadt mit je acht Medaillengewinnen, gefolgt vom TV Deggingen, dem TGV Holzhausen und dem TV Ebersbach. Den Förderpreis für den teilnahmestärksten Verein gewann einmal mehr der TV Deggingen vor der TG Geislingen.

Ergebnisse Michelbergiade 2018

Einzel
M 7Punkte
1.Luis ProbstTG Geislingen60
2.Ben KoslowskiFSTV Bad Ditzenbach7Gosbach53
3.Mik JustTSV Schlierbach52
3.Kenan KüpcüFSTV Bad Ditzenbach7Gosbach52
M 8
1.Anton SchuhmacherTV Ebersbach95
2.David UlrichTV Ebersbach94
3.Jonas BaurTV Deggingen90
M 9
1.Mika schmidTSV Bad Boll83
2.Tom FeifelTSG Eislingen80
3.Philipp NillTSV Bad Boll76
M 10
1.Nico RudolfSV Lonsee38
2.David PhlepsTG Geislingen37
2.Mattis BuchholzLG Voralb37
M 11
1.Jonas SchmidKTT Kuchen52
2.Devin ÖzenTG Geislingen50
3.Mika HimmerTV Altenstadt47
M 12
1.Chris VillirilloSV Lonsee40
2.Mathis NillTSV Bad Boll38
3.Dennis RüberTSV Bad Boll33
3.Felix HummelTV Ebersbach33
M 13
1.Felix PätzoldTGV Holzhausen15
2.Luis BauschTG Geislingen11
2.Fabian KöhlerTV Altenstadt11
W 7
1.Cara WeilTGV Holzhausen109
2.Maria RuhlandTV Deggingen106
3.Lenya SchneiderTV Deggingen101
W 8
1.Chiara BergerTV Deggingen111
2.Emma KoslowskiFSTV Bad Ditzenbach/Gosbach105
3.Titzia RennerTS Göppingen98
W 9
1.Leni AignerTG Geislingen95
2.Nadine HummelTV Ebersbach92
3.Romy HimmerTV Altenstadt89
W 10
1.Nell BerbeszTS Göppingen82
2.Polina ZimenkovaFA Göppingen77
3.Lena DangelmayerTGV Holzhausen74
W 11
1.Nina ClausVFL Gerstetten79
2.Leonore DietherTS Göppingen70
3.Naemi MaurerTV Altenstadt67
W 12
1.isabell FrankTS Göppingen65
2.Nika FrankTS Göppingen60
3.Ricarda HommelTV Altenstadt56
3.Lina HerrTSG Eislingen56
W 13
1.Renika PfleidererTV Altenstadt32
2.Lara SarkowskiTGV Holzhausen31
3.Linda HärtleTSG Eislingen28
Mannschaften
Schüler U 10
1.TSV Bad BollSchrade, Fischer, Schmid, Nill P.
2.TV EbersbachKiforiuk, Ott, Schumacher, Ulrich
3.TV DeggingenFröger, Stöhrer, Grüttner, Ay
Schüler U 12
1.TG GeislingenPhleps D., Phleps J., Özen, Frantzulis
2.TV DezgenrietAußerlechneer, Gungi, Gräßle, Härer
3.TV EbersbachKirsch, Philipp, Stahl, Ulrich
Schülerinnen U 10
1.TG GeislingenMutscheller, Seitz, Aigner, Tuana
2.TGV HolzhausenWiesenfarth, Czechtizky, Ulmer, Schwager
3.TV AltenstadtHimmer, Bolzmann, Mehmetaj, Machulla
Schülerinnen U 12
1.VFL GerstettenStraub, Gehrandt, Langhans, Claus
2.TS Göppingenberbesz, Diether, Schröder, Hagenlocher
3.TV AltenstadtMaurer, Ehekircher, Randlshofer, Köhler C.
Schülerinnen U 14
1.TS GöppingenFrank N., Peric, Rück, Frank I.
2.TG GeislingenKohn, Klotz, Aigner, Weishaupt
3.TV Deggingentelci, Baum, Maurer, Biegert

 

Ergebnisse gesamte Hallenserie 17/18

Einzel
M 7
1.Luis ProbstTG Geislingen
1.Ben KoslowskiFSTV Bad Ditzenbach7Gosbach
3.Pual GräßleTV Bezgenriet
M 8
1.David BrömmerTV Ebersbach
2.David UlrichTV Ebersbach
3.Louis GröningTSV Bad Boll
M 9
1.Mikael schleicherTV Deggingen
2.Mika schmidTSV Bad Boll
3.Tom FeifelTSG Eislingen
M 10
1.Linus BauerTS Göppingen
2.Malte LierheimerTS Göppingen
2.Nico RudolfSV Lonsee
M 11
1.Jonas SchmidKTT Kuchen
2.Devin ÖzenTG Geislingen
3.Mika HimmerTV Altenstadt
M 12
1.Chris VillirilloSV Lonsee
1.Mathis NillTSV Bad Boll
3.Dennis RüberTSV Bad Boll
M 13
1.Felix PätzoldTGV Holzhausen
2.Fabian KöhlerTV Altenstadt
3.Lenni SchreitmüllerTG Geislingen
W 7
1.Maria RuhlandTV Deggingen
2.Cara WeilTGV Holzhausen
3.Lenya SchneiderTV Deggingen
W 8
1.Chiara BergerTV Deggingen
2.Emma KoslowskiFSTV Bad Ditzenbach/Gosbach
3.Kaya KuhrTV Deggingen
W 9
1.Nadine HummelTV Ebersbach
2.Leni AignerTG Geislingen
3.Romy HimmerTV Altenstadt
W 10
1.Nell BerbeszTS Göppingen
2.Lena DangelmayerTGV Holzhausen
3.Lea SchröderTS Göppingen
W 11
1.Maemi MaurerTV Altenstadt
2.Aylin GümüsFA Göppingen
3.Lara WindelbandTSG Eislingen
3.Noreen EberhardtTV Ebersbach
W 12
1.isabell FrankTS Göppingen
2.Alannah StäudleTV Altenstadt
3.Ricarda HommelTV Altenstadt
3.Lina HerrTSG Eislingen
3.Finja WillnichTV Ebersbach
W 13
1.Renika PfleidererTV Altenstadt
1.Lara SarkowskiTGV Holzhausen
3.Elisabeth WallnerTV Ebersbach
Mannschaften 
Schüler U 10
1.TSV Bad BollSchrade, Fischer, Schmid, Nill P.
2.TV EbersbachKiforiuk, Ott, Schumacher, Ulrich
3.TV DeggingenFröger, Stöhrer, Grüttner, Ay
Schüler U 12
1.TG GeislingenPhleps D., Phleps J., Özen, Frantzulis
2.TV DezgenrietAußerlechneer, Gungi, Gräßle, Härer
3.TV EbersbachKirsch, Philipp, Stahl, Ulrich
Schülerinnen U 10
1.TG GeislingenMutscheller, Seitz, Aigner, Tuana
2.TGV HolzhausenWiesenfarth, Czechtizky, Ulmer, Schwager
3.TV AltenstadtHimmer, Bolzmann, Mehmetaj, Machulla
Schülerinnen U 12
1.VFL GerstettenStraub, Gehrandt, Langhans, Claus
2.TS Göppingenberbesz, Diether, Schröder, Hagenlocher
3.TV AltenstadtMaurer, Ehekircher, Randlshofer, Köhler C.
Schülerinnen U 14
1.TS GöppingenFrank N., Peric, Rück, Frank I.
2.TG GeislingenKohn, Klotz, Aigner, Weishaupt
3.TV Deggingentelci, Baum, Maurer, Biegert

GZ-Bericht über Lena Urbaniak – 21.02.2018

Selbstzweifel haben keine Siegchance
Leichtathletik Leistungssport kostet Kraft und gibt Kraft – je nachdem wie erfolgreich man ist. Kugelstoßerin Lena Urbaniak aus Böhmenkirch greift nach abgeschlossenem Studium wieder an. Von Thomas Friedrich

Die vergangenen vier Monate gingen an die Substanz. Lena Urbaniak hat ihr Studium abgeschlossen und nebenbei noch ihr Trainingsprogramm geschultert. Jeder Tag war „gut durchgetaktet“, die 25-Jährige trainierte vormittags von 8 bis 11, nach dem Mittagessen schrieb sie von halb eins bis fünf an ihrer Bachelorarbeit, ab halb sechs ging’s wieder zum Training.

Das Schlimmste hat sie überstanden, am Montag voriger Woche legte Urbaniak ihre Bachelorarbeit vor und wartet jetzt nur noch auf die Note. Mit dem Bachelor in Internationales Management in der Tasche gilt die Konzentration fortan wieder der sportlichen Karriere. Im August steht die Europameisterschaft in Berlin an, für die Olympiateilnehmerin von Rio 2016 ein „mehr als lohnendes Ziel“. Dafür muss der Beruf noch ein wenig warten, als Angehörige der Bundeswehr kann sie sich das leisten. Bis August steht das Kugelstoßen im Vordergrund, erst Ende des Jahres will sie entscheiden, wie es beruflich weitergeht.

Immer von Olympia geträumt

Die EM im eigenen Land hat Priorität, die Teilnahme an internationalen Meisterschaften war schon immer die Triebfeder für Urbaniaks sportliche Höchstleistungen. Als sie sich mit 14 Jahren aufs Kugelstoßen spezialisierte, hat sie schon „davon geträumt, an großen Meisterschaften und Olympischen Spielen teilzunehmen“. Was einst ganz weit weg war, rückte immer näher. Je besser es in der Jugend mit dem Kugelstoßen geklappt hat, „desto realer wurde der Traum“, sagt die Böhmenkircherin.

Mittlerweile hat sie sich alle Träume erfüllt, war bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie vor zwei Jahren bei Olympia. Aufwachen macht noch keinen Spaß, Lena Urbaniak träumt immer weiter. Jetzt eben von der EM in Berlin. Dafür lohnen sich die Entbehrungen, die sie vor allem in den vergangenen vier Monaten auf sich genommen hat. Für den Leistungssport, das hat sie längst akzeptiert, müsse man eben auf gewisse Dinge verzichten. Ohne Bedauern. Weil ihr der „Sport so wahnsinnig viel zurückgibt“, dass die Rechnung am Ende aufgeht.

Lena Urbaniak im Ring. Als Kugelstoßerin hat sie schon viel erreicht, aber immer noch Träume. Die jeweils nächste internationale Meisterschaft ist ihr großer Antrieb.⇥Foto: Ralf Görlitz

Mit einem klaren Ziel vor Augen – für Lena Urbaniak ist das stets die nächste internationale Meisterschaft – „quält man sich auch durch lästige Trainingseinheiten“, sagt sie. Leistungssport geht manchmal an die Substanz, Erfolge bringen den Kräftehaushalt wieder ins Gleichgewicht. „Sport ist wunderschön – wenn man gewinnt“, sagt die 25-Jährige. In den schönen Momenten gibt der Sport ihr viel Kraft, in den weniger erfolgreichen kostet er welche.

Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, die Urbaniak sich selbst attestiert, helfen auf dem Weg zum Ruhm. Zudem profitiert sie nicht erst beim Hangeln zwischen Bachelorarbeit und Training, von ihrem „guten Zeitmanagement“. Schon in der Schule verstand sie es, sich „die Zeit richtig einzuteilen“. Als größtes Pfund nennt sie ihre mentale Stärke. Die meiste Zeit ihrer Karriere hat sie es verstanden, in entscheidenden Wettkämpfen ihre Topleistung zu bringen. Sie schied ganz selten in einer Qualifikation aus.

Nur 2016 verfehlte sie erst bei Olympia in Rio und danach bei der EM in Amsterdam das Finale der besten Zwölf. Und auch da macht sie nicht die Psyche verantwortlich, sie schiebt es auf die vielen Krankheiten und Verletzungen, die dem Saisonhöhepunkt in jenem Jahr vorausgingen. Es waren „zu viele Kleinigkeiten“, mit denen sich ihr Körper „herumschlagen musste“.

Man muss abgebrüht sein

Versagensängste plagen sie nicht. Um auf den Punkt Höchstleistungen zu bringen, muss man von Natur aus „abgebrüht sein“, man könne sich psychische Stärke auch antrainieren. Urbaniak überlässt nichts dem Zufall und arbeitet mit einer Sportpsychologin zusammen Gemeinsam legen sie sich „gewisse Strategien zurecht“, die der Athletin durch den Wettkampf helfen sollen.

Trotz der Enttäuschung von Rio und Amsterdam hat Lena Urbaniak nie einen ernsthaften Gedanken ans Aufhören verschwendet. Auch bei ihr, räumt sie ein, gebe es Phasen, „in denen man alles hinterfragt“. Vor allem, „ob es den Aufwand wert“ ist und man nicht lieber etwas anderes machen solle. Diese Anwandlungen verschwinden schnell wieder. So schnell wie bei ihren Mitmenschen. „Solche Gedanken macht man sich doch auch in jedem Bürojob mal, oder?“, fragt sie. Die Starken lassen dem (Selbst)Zweifel keine Siegchance.

Mandy Münkle Mehrkampfmeisterin

Uli Bopp – 20.02.2018

Bei den Württembergischen Hallenmehrkampfmeisterschaften in Ulm sorgte die Fünfkämpferin der LG Filstal für das absolut beste Ergebnis aller weiblichen Teilnehmerinnen und holte mit 3.445 Punkten den Titel in der Altersklasse U 18. Mandy präsentierte sich als ausgeglichenste Athletin und konnte sich so Gold gegen ihre stärkste Widersacherin Marietta Spannowsky vom TUS Metzingen(3.385 Punkte)) sichern. Die ersten vier Disziplinen absolvierte sie durchweg knapp unter ihren persönlichen Bestmarken: im 60m-Hürdenlauf kam sie nach 9,21sec ins Ziel, sprang gute 1,60m hoch und 5,30m weit und war mit 11,13m im Kugelstoßen Stärkste. Trotzdem lag sie vor dem abschließenden 800m-Lauf 29 Punkte und umgerechnet ca. drei Sekunden zurück. Mit einer tollen kämpferischen Leistung schaffte sie aber als zweitbeste Mittelstrecklerin eine Zeit von 2:38,10min und machte damit den Gewinn der Goldmedaille klar.
In der Altersklasse W 14 kam Amelie Frech (LG F) im Fünfkampf auf 2.435 Punkte und damit auf Platz fünf. Die meisten Zähler brachten ihr der Hürdensprint von 9,57sec und die Leistungen in den Sprungdisziplinen (1,52m hoch und 4,68m weit). Nach einem guten Hochsprung von 1,56m verletzte sich Carla Kussmaul (LG F) beim Hürdenlauf und musste aufgeben.
Mara Mauser (LG F) war bei W 15 Siebtbeste mit 2.470 Zählern und punktete vor allem mit ihrer 60m-Hürdenzeit von 9,27sec und ihrem Weitsprung von 4,97m. Auch die Zehnte, Mia Herrmann (LG F) mit einem Gesamtergebnis von 2.416 Punkten, überzeugte im Hürdensprint (9,66sec) und im Weitsprung (4,94m). Mit Clairline Liebl auf dem 17. Rang (2.303 Punkte) hatte die LG Filstal eine weitere Mehrkämpferin im Feld.
Das LG Filstal-Trio, Mauser, Frech und Herrmann, konnte sich dann in der Teamwertung U16 auch noch über eine Bronzemedaille freuen. Es schaffte den Sprung aufs Podest mit dem Gesamtergebnis von 7.321 Punkten hinter der LG Filder (7.731) und dem LAV Stadtwerke Tübingen (7.393).
Bei der männlichen Jugend U 18 im Siebenkampf war diesmal nur Rafael-Tobias Keck am Start, der aber nach dem 60m-Sprint (7,58sec), dem Weitsprung (6,18m) und dem Kugelstoßen (11,95m) den Wettkampf abbrechen musste.

Leichtathletik: Silbermedaille – Lena Urbaniak wird Zweite bei den Deutschen Hallenmeisterschaften.

GZ – 19.02.2018

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle trat Lena Urbaniak (LG Filstal) angesichts der Ergebnisse in den vorangegangenen Wettkämpfen nicht als Favoritin im Kugelstoßwettbewerb an, diese Rolle hatte ihre Stuttgarter Trainingskollegin Alina Kenzel (VfL Waiblingen) inne.

Genau entsprechend den Erwartungen verlief der Wettkampf am Samstag, Kenzel gelang bereits im ersten Versuch die Weite von 16,92 Meter, die bis zum Schluss von keiner anderen Kugelstoßerin überboten wurde. Nur die 21-Jährige selbst beförderte die Kugel noch weiter, im fünften Versuch gelang ihr mit 17,37 Meter gleichzeitig zur Siegesweite eine persönliche Jahresbestleistung.

Lena Urbaniak vor ihrem dritten Versuch, der ihr die Silbermedaille bringt.⇥Foto: Ralf Görlitz

Lena Urbaniak begann mit 16,58 Meter, steigerte sich auf 16,71 und im dritten Versuch auf 16,82 Meter. Auch für sie war es Jahresbestleistung, mit der die 25-Jährige unter den derzeitigen Umständen zufrieden sein konnte. Da sie den Schwerpunkt auf ihr Studium in Internationales Sportmanagement legte, hat sie das Training reduziert. So war die Böhmenkircherin mit ihrer Weite zufrieden, zumal die sie auf den zweiten Platz hievte. Eine weitere Steigerung gelang Lena Urbaniak nicht mehr, nach zwei ungültig gemachten Versuchen stieß sie die Kugel im sechsten Durchgang 16,61 Meter weit.

Die Bronzemedaille holte sich Josephine Terlecki vom SV Halle, die eine Weite von 16,67 Meter erreichte. Die Deutsche Siebenkampfmeisterin Mareike Arndt (Bayer Leverkusen, früher LG Fils tal) hielt sich im Kreis der Spezialistinnen gut. Mit 14,56 Meter wurde sie Zwölfte und verpasste ihre persönliche Bestleistung um 18 Zentimeter. ⇥Pr.

Leichtathletik Regionalmeisterschaften im Hallenmehrkampf in Schwäbisch Gmünd: diesmal nur 2 Titel

Uli Bopp – 19.02.2018

Bei den U 14 / U 16 Regionalmeisterschaften im Hallenmehrkampf in Schwäbisch Gmünd musste die erfolgsverwöhnte LG Filstal diesmal mit einer bescheidenen Medaillenausbeute Vorlieb nehmen.

Alannah Stäudle (W 12) schaffte mit 1.667 Punkten im Vierkampf (50m / Hoch / Weit / Kugel) als Einzige den Sprung aufs oberste Podest. Sie glänzte dabei vor allem mit ihrem Weitsprungergebnis von 4,35m und ihrem 50m-Sprint, den sie in 7,54sec absolvierte. Gleich schnell war hier ihre Teamkollegin Finja Willnich, die im Weitsprung dazuhin auf 4,36m kam. In den anderen Disziplinen war sie aber nicht so stark und musste sich deshalb mit 1.609 Punkten und Platz vier begnügen.

Bei der weiblichen Jugend W 14 landete Lisa-Marie Villirillo auf dem gleichen Rang mit überzeugenden Sprüngen (1,48m hoch / 4,46m weit) und einem Endergebnis von 1.777 Punkten. In der Teamwertung sprang für das Filstaltrio (Stäudle / Willnich / Klotz) ebenfalls ein vierter Platz mit 4.761 Punkten heraus.

Bei den Jungen konnte in der Altersklasse M 12 Timo Schmid von der LG Lauter mit seiner besten Disziplin des Vierkampfes, dem Weitsprung von 4,35m, 1.518 Punkte erzielen. Er schnappte damit Mattis Nill (LG F / 1.559 Punkte) die Bronzemedaille weg. Als Fünften in der Ergebnisliste der Altersklasse M 13 verzeichnete man Lenni Schreitmüller mit 1.559 Punkten.

In der Klasse M 15 sprintete sich Lukas Broneske (LG F) mit einer starken 50m-Zeit von 7,07sec auf das Treppchen. Als Dritter sprang er außerdem noch 1,52m hoch und hatte am Ende 1.862 Punkte erreicht. Noch schneller war der Viertplatzierte des Vierkampfes, Teamkollege Luis Rieker, der mit 6,87sec auf ein Gesamtergebnis von 1.835 Punkten kam. Mit diesen zwei Athleten und Matteo Schmid (1.545 Punkte) konnte sich die LG Filstal noch den Titel in der Teamwertung U 16 sichern. Mit 5.242 Punkten lag man am Ende vor der LG Staufen (4.923 Punkte), die in den anderen Altersklassen die erfolgreichste  Leichtathletikgemeinschaft dieser Veranstaltung war.

Weitere Ergebnisse:

W 12: 15. Celina Heller, 1.356 Punkte, TSG Eislingen; 15. Chiara Willnich, 1.316 Punkte, LG Filstal; 18. Soraya Burger, 1.281 Punkte, LG Filstal;

W 13: 9. Linda Hartle, 1.609 Punkte, TSG Eislingen; 17. Anna Klotz, 1.485 Punkte, LG Filstal; 21. Ilayda Telci, 1.289 Punkte, LG Filstal; 22. Lara Weishaupt, 1.047 Punkte, LG Filstal;

Team U 14: 10. LG Filstal II (Willnich, Ch., Telci, Burger)

M 12: 6. Chriss Villirillo, 1.427 Punkte, LG Filstal; 7. Collin Hommel, 1.420 Punkte, LG Filstal; 8. Philipp Beil, 1.400 Punkte, LG Filstal;

M 13: 8. Carlo Schmid, 1.357 Punkte, LG Filstal;

M 14: 7. Jan Nill, 1.500 Punkte, LG Filstal; 8. Manuel Mauch, 1.487 Punkte, LG Filstal;

M 15: 7. Matteo Schmid, 1.545 Punkte, LG Filstal,;

Leichtathletik: Spärliche Ausbeute im Glaspalast

Uni Bopp – 13.02.2018
Leichtathletik Lena Urbaniak holt die einzige Medaille der LG Filstal bei den Süddeutschen.
Die Vorzeigeathletin der LG Filstal stieß die Kugel im Sindelfinger Glaspalast 16,25 Meter weit und landete hinter der Waiblingerin Alina Kenzel (16,80 m) auf Rang zwei. Beide Kugelstoßerinnen hatten zwei gültige und vier ungültige Versuche, so waren größere Weiten, die möglich gewesen wären, nicht mehr drin.

Lena Urbaniak von der LG Filstal konzentriert sich.⇥Foto: Ralf Görlitz

Lisa-Maria Oechsle (LG Fils tal) blieb mit 8,99 Sekunden über 60 Meter Hürden bei den Frauen im Vorlauf hängen. Über 60 Meter flach schaffte sie mit 7,91 die Qualifikation für die Zwischenläufe, wo für sie aber mit 7,92 Sekunden Endstation war.
U 18-Kugelstoßerin Dea Gashi (LG F) war mit 12,13 Metern und Platz zehn ebenfalls alles andere als zufrieden.
Bei der männlichen Jugend U 18 hatten es die Neudeck-Zwillinge als Mehrkämpfer gegen die durchweg älteren Spezialisten nicht leicht. Felix belegte mit guten 1,86 m im Hochsprung Rang vier. Im Kugelstoßen gelang ihm mit 14,10 m eine ordentliche Weite, er verfehlte aber Bronze um 19 Zentimeter. Weitspringer Rafael Tobias Keck fehlten bei seinem besten Versuch von 6,33 Meter nur zwei Zentimeter zum Podiumsplatz. Oskar Neudeck kam über 60 m Hürden ins B-Finale, blieb dort aber mit 8,72 hinter seiner Zwischenlaufzeit von 8,64 Sekunden zurück

Leichtathletik: Keine Hürde türmt sich so hoch wie Papas Bestzeit

Geislinger Zeitung – Thomas Friedrich – 10.02.2018

Leichtathletik Sprinterin Lisa-Maria Oechsle aus Ditzenbach hat ihren ersten Titel bei den Frauen gewonnen. Nur über die Hürden ist sie schneller als ihr Vater. Von Thomas Friedrich
So erfolgreich wie der Papa ist sie noch lange nicht. Gerhard Oechsle war bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo und gewann ein Jahr zuvor bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid Silber. Wie viele Bobfahrer hatte auch er eine Vergangenheit als Sprinter. Die 100-Meter-Bestzeit ihres Papas kennt Lisa-Maria Oechsle gar nicht, fände es aber „schon einen echten Anreiz“, sie zu unterbieten. Bis es soweit ist, schwant ihr, wird es aber „sicher noch etwas dauern“.

Flachstrecken gehören ohnedies eher zum Nebenprodukt im Alltag der Bad Ditzenbacherin. Sie fokussiert sich auf den Hürdensprint, in der Disziplin gewann sie vor zwei Wochen in Mannheim ihren ersten baden-württembergischen Meistertitel bei den Frauen. 9,19 Sekunden reichten, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Lisa-Maria Oechsle hat aber noch Größeres vor. Kurzfristig will sie bei den nationalen Titelkämpfen in der Halle wie im Freien einen Platz im Endlauf. Ende Februar geht’s in Halle/Saale um die deutschen Hallentitel. Für ein Ticket im Endlauf wird Oechsle ihre Bestzeit „wahrscheinlich unterbieten müssen“. Die steht bei 8,95 Sekunden, aufgestellt vor zwei Wochen in Sindelfingen.
Neben sportlichen wartet auf die 19-Jährige ein schulisches Großereignis. Im April macht sie ihr Abitur. Das war bislang, gesteht Oechsle, für sie „noch nicht so das Thema“. Gebüffelt hat sie vor oder nach dem Training und am Wochenende, wenn mal keine Wettkämpfe anstanden. In den Faschings- und Osterferien liegen die Schwerpunkte anders. Dann sind Schulbücher wichtiger als Trainingspläne.

Über ihre berufliche Zukunft nach dem Abitur hat sie noch nicht entschieden. In ihrer Gunst am höchsten steht ein Studium, da es mit ihren sportlichen Ambitionen „leichter zu vereinbaren“ sei. Womöglich kann das aber noch ein Jahr warten. Oechsle spielt auch mit dem Gedanken, ein Jahr lang eine Auszeit zu nehmen und einige Praktika zu absolvieren, um herauszufinden, wo ihre Neigungen wirklich liegen.

Lisa-Maria Oechsle fliegt über die Hürden. In Baden-Württemberg ist keine schneller als sie.⇥Foto: Ralf Görlitz

Diese Frage hat sie in ihrem Sport schon geklärt. Sie sieht sich als Hürdensprinterin. Sprints über die Flachstrecke stehen nicht im Trainingsplan. Es geht ausschließlich über Hürden. Wenn Lisa-Maria Oechsle im Wettkampf mal einen Flachsprint absolviert, kriegt sie das ohne komische Bewegungen hin. Sie simuliert dabei keine automatisierten Sprünge über Hürden, die beiden Lauftechniken kann sie „schon noch unterscheiden“. In der Halle hat Oechsle ihre Bestzeit deutlich verbessert, in der Sommersaison will sie ihren Freiluftrekord knacken. Der steht über 100 Meter Hürden bei 14,45 Sekunden, gemessen an ihren Ambitionen findet die 19-Jährige diese Zeit „nicht so besonders“. Im Vorjahr sei sie „technisch noch nicht so gut“ gewesen. Seitdem hat sie intensiv an ihrer Hürdentechnik gefeilt, jetzt will sie ihre Freiluftleistung zügig ihrer Hausmarke unterm Hallendach anpassen.

Das mit der Bestzeit ihres Vaters wird ohnedies schwierig. Gerhard Oechsle lief einst handgestoppt zwischen 10,8 und 10,9 Sekunden. Das entspricht elek tronisch gemessenen 11,0 Sekunden. Noch fühlt sich der Papa sicher. Um seine Zeit zu knacken, müsste die Tochter „schon in den Bereich des deutschen Rekordes laufen“. Bisher hat Lisa-Maria Oechsle eine Bestzeit von knapp über zwölf Sekunden stehen. Die Hausmarke ihres alten Herrn türmt sich da wie ein Berg vor ihr auf. Zum Glück hat der Vater keine Hürdenzeit stehen. „Da ist sie in jedem Fall schneller als ich“, gibt Gerhard Oechsle zu. Das reicht Lisa-Maria nicht, sie will irgendwann auch schneller als die meisten deutschen Frauen laufen.

Gleich sechsmal Edelmetall für die LG Filstal

Uli Bopp – 09.02.2018

Das durch Grippe und Verletzungen stark geschwächte Team schlägt sich trotzdem bravourös.

Auch in Württemberg ist in der Altersklasse M 15 kein Junge momentan schneller als der Filstäler Ben Heller. Er sicherte sich in bestechender Form bei den Hallenmeisterschaften U 16 in Ulm den Titel und verwies in 7,48 sec alle Konkurrenten auf die Plätze. Als Sieger des ersten Vorlaufs hatte er mit 7,44 sec sogar noch eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Außerdem startete er noch im Weitsprung (Platz 7 mit 5,43 m) und im Hürdenlauf (10,35 sec im Vorlauf). In dieser Disziplin kämpfte sich Marvin Pfitzenmaier in den Endlauf, wo er Siebter in 9,54 sec wurde. Die 60 m-Sprinter Cornelius Göser (LGF) und Lukas Baumhauer (LG Lauter) liefen in den Vorläufen 8,61 sec bzw. 8,54 sec.

Weitere Medaillen gab es dann bei den Mädchen W 15. Clairline Liebl holte sich im Sprint Bronze mit persönlicher Bestzeit von 8,11 sec. Sie lag dabei nur knapp hinter den vor ihr Platzierten. Im Stabhochsprung holte sich Clairline sogar die Silbermedaille mit 2,80 m, hatte aber etwas Pech, weil ihr die Ulmerin Marie Jung Gold wegschnappte, als diese im dritten und letzten Versuch gerade noch 2,90 m schaffte. Ebenfalls mit Silber dekorierte sich Dea Gashi, die mit 12,30 m allerdings nicht an ihre Bestmarke vom vergangenen Wochenende von 13,15 m herankam, was für Gold gereicht hätte. Dieses ging mit 12,93 m an Milaine Ammon von der LG Staufen. Dea versuchte alles, hatte aber im Endkampf nur noch drei ungültige Versuche. Trotz ebenso vieler Fehlversuche gewann im Weitsprung Mara Mauser den Vizemeistertitel hinter der mit 5,63 m überragenden Melanie Steibl von der LG Filder. Am Ende lag sie mit 5,35 m knapp vor der Stabhochsprungsiegerin Jung, die auf 5,34 m kam. Mara schaffte es außerdem noch in das A-Finale über 60m-Hürden, wo sie in 9,83 sec als Siebte ins Ziel kam. Im Vorlauf war ihr in 9,49 sec ein deutlich flüssigerer Lauf gelungen.

Bei den Wettkämpfen W 14 überzeugte Amelie Frech im 60 m-Sprint mit 8,14 sec als Vierte im Finale, obwohl sie Bronze knapp verfehlte. Über die gleiche Distanz mit Hürden lief sie  dann aber in 9,58 sec doch noch auf den dritthöchsten Podestplatz . Etwas abgekämpft landete sie im Weitsprung bei 4,62 m und Rang dreizehn. Im Kugelstoßen erzielte Elena  Grünenwald 8,41 m, was ihr Platz 10 einbrachte.

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