Handball Frauen FSG Relegation: Trotz des 24:21 gegen Leinfelden/Echterdingen steigt Donzdorf/Geislingen in die Württembergliga ab

Jochen Schreitmüller – 01.06.2018
Die Hinspiel-Hypothek ist zu hoch
Zu hoch war die Bürde des Relegationshinspiels, das die FSG 21:29 verloren hatte. Donzdorf/Geislingen wehrte sich lange gegen die Spielansetzung in den Pfingstferien, mittlerweile Haupturlaubszeit vieler Familien. Mehrere Anläufe beim Verband brachten grünes Licht für eine Verlegung, aber am Ende war die HSG nicht einverstanden. In beiden Partien fehlten Donzdorf/Geislingen Jaqueline Kube und Marcia Sedlaczek, im Hinspiel zudem Anna Klotzbücher und Trainer Hans-Jürgen Beutel.

Untröstlich: Nicole Härringer braucht nach dem Abstieg ihrer Mannschaft Zuspruch von einer Betreuerin. Foto: Thomas Madel

Trotz des Rückstands aus dem Hinspiel wäre mehr möglich gewesen. Aber vier verworfene Strafwürfe und mindestens zehn vergebene freie Würfe waren letztlich zu viel. Leinfelden/Echterdingen vergab mit der Leichtigkeit des Acht-Tore-Vorsprungs einige Chancen. Von Beginn an deckten die Gäste Torjägerin Anja Heidinger eng, Beutel setzte eine offensive Deckung gegen HSG-Spielmacherin Jana Schnabel und danach eine enge Variante dagegen. So taten sich beide Teams im Angriff schwer. Nach 20 Minuten hatte Donzdorf/Geislingen beim 7:5 leichte Vorteile, kam aber nicht weiter weg. Eine Zeitstrafe gegen Marilena Costanzo nutzten die Gäste mit drei Toren in Folge zum 10:11 zur Pause.

In Durchgang zwei erhöhte die FSG nach 13:5 den Tordruck. Trotz Unterzahl trafen Hendlmeier, Lutz, Heidinger und Clement zur 17:15-Führung. Eine noch offensivere Abwehrvariante und eine exzellente Torhüterin Sabine Trzaska ermöglichte einige Ballgewinne. Aber je weiter der Zeiger der Uhr sich drehte, umso mehr schwand die Chance, doch noch die acht Tore aufzuholen. Als beim 21:18 (53.) der nächste freie Wurf an der Latte landete, wurde der Abstieg langsam zur Gewissheit.
FSG: Trzaska, Sperr; Heidinger (8/3), Dürler, Klotzbücher (6/1), Stan, Clement (1), Costanzo (3/2), Seele, Schreitmüller, Hendlmeier (2), Härringer, Hoffer (1), Lutz (3).

Handball Frauen FSG BWOL: Niederlage in Echterdingen bedeutet schwere Hypothek

Anja Heidinger – 28.05.2018
Nach dem Relegations-Hinspiel um den Klassenerhalt, steht Oberligist FSG Donzdorf/Geislingen mit dem Rücken zur Wand. In Echterdingen setzte es eine 21:29-Pleite.
Die FSG Donzdorf/Geislingen steht nach dem Relegationshinspiel gegen die HSG Leinfelden-Echterdingen bereits mit dem Rücken zur Wand. In der Partie im Echterdinger Sportpark Goldäcker unterlag der Frauenhandball-Oberligist deutlich mit 21:29. Die gezeigte Leistung reichte bei Weitem nicht, um der HSG Paroli bieten zu können. Um nicht den Gang in die Württemberg-Liga antreten zu müssen, bedarf es im Rückspiel am kommenden Donnerstag in der Donzdorfer Lautertalhalle (17 Uhr) einer deutlichen Leistungssteigerung, um den Rückstand wieder wettzumachen.
Das, was die Anhänger der FSG von ihrer Mannschaft zu sehen bekamen, war wahrlich kein Handball-Leckerbissen. Die Spielgemeinschaft konnte nicht an die ansprechende Leistung aus dem letzten Saisonspiel gegen Pforzheim (30:22) anknüpfen, die für einen Sieg gegen die HSG Leinfelden/Echterdingen nötig gewesen wäre.
Dabei war die FSG gut in die Partie gestartet, konnte das 1:0 Leinfeldens umgehend egalisieren und war beim 4:4 nach zehn Minuten immer noch auf Augenhöhe. Technische Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten ließen in der Anfangsphase nicht mehr Tore zu. Torhüterin Sabine Trzaska entschärfte zudem immer wieder klare Chancen der Gastgeberinnen.
Doch danach gelang es Leinfelden das erste Mal, mit drei Toren (7:4) in Führung zu gehen. Und das sollte für die Gastgeberinnen der erste Schritt auf die Siegerstraße sein. Mit einer Auszeit versuchte FSG-Trainerin Heike Terbeck ihre Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Das hieß zuvorderst, die unnötigen Fehlpässe zu vermeiden, welche die HSG jedes Mal für schnelle Konter nutzte.
Kurzzeitig schien das auch zu fruchten: Die Pässe fanden wieder den Weg zu den Mitspielerinnen. Silke Lutz sowie Anja Heidinger verkürzten prompt auf 7:9. Der gegnerische Trainer Klaus Hüpplein reagierte jedoch mit einer engen Manndeckung gegen Heidinger, welche die HSG-Spielerinnen fortan für den Rest der Partie beibehielten. Der FSG fehlte es in der Folge an Kreativität und Durchsetzungskraft im Spiel Fünf-gegen-Fünf. Und Leinfelden baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 12:8 aus.
Nun bedeutet ein 4-Tore-Rückstand zur Pause noch lange keine Entscheidung. Jedoch verschlief die FSG den Beginn der zweiten Halbzeit komplett. Innerhalb von zwei Minuten gelangen den Gastgeberinnen drei weitere Treffer zur nun bereits vorentscheidenden 15:8-Führung.
Die Einwechslung von Vanessa Hoffer und Diana-Maria Stan brachte dann zwar noch mal kurzzeitig Schwung in das Angriffsspiel der FSG-Frauen, die Fortsetzung der 5:1-Abwehr sollte das Angriffsspiel Leinfeldens frühzeitig unterbinden. Beides zeigte aber nur bedingt Wirkung und hielt lediglich den Rückstand bei sechs Toren. Die FSG fand im 5:5 zu wenig Möglichkeiten und versuchte die gegnerische Abwehr immer wieder über direkte Freiwürfe zu überwinden. Dennoch gelang es dem Aufstiegsaspiranten, nach 52 Minuten mit zehn Toren in Führung zu gehen.
Der FSG war bewusst, dass für das Rückspiel jeder Treffer zählt. Die Spielerinnen bemühten sich noch um Ergebniskosmetik, was am Ende den 21:29-Endstand brachte. Nun braucht es im Rückspiel an Fronleichnam zum sicheren Klassenerhalt einen Neun-Tore-Sieg der FSG.
FSG: Trzaska, Sperr; Heidinger (12/5), Stan (2), Clement (2), Costanzo, Seele, Schreitmüller (2), Hendlmeier, Härringer, Hoffer (1), Lutz (2).

Handball Frauen FSG BWOL: TG Pforzheim – FSG Donzdorf/Geislingen 22:30

Jochen Schreitmüller – 07.05.2018

FSG-Gala ohne Wert

Eine wahre Galavorstellung zeigte die FSG Donzdorf/Geislingen bei der TG Pforzheim und besiegte den schon feststehenden Aufsteiger nach allen Regeln der Handballkunst mit 30:22. Da allerdings vom zeitgleich stattfindenden Spiel des direkten Konkurrenten Heidelsheim bei Kappelwindeck kein Live-Ticker vorhanden war, wurde der grenzenlose Jubel der kompletten Mannschaft und der lautstarken Anhängerschar zwei Minuten nach Spielende jäh gestoppt. Vom ungläubigen Staunen bis zur totalen Enttäuschung („das geht doch gar nicht“) gab es alle Reaktionen, denn da kam die unglaubliche Nachricht, dass Heidelsheim beim Meister und ebenfalls Aufsteiger in die dritte Liga Kappelwindeck mit 27:29 gewonnen hatte. Damit beendet die FSG die Saison auf Platz 11, der in diesem Jahr die Relegation bedeutet.

Die FSG wusste um die entscheidende Bedeutung dieses Spiels und spielte ohne Respekt gegen die Pforzheimerinnen, die unbedingt noch neben dem Aufstieg auch die Meisterschaft feiern wollten. Prunkstück war einmal mehr die von Trainer Hans-Jürgen Beutel glänzend eingestellte Abwehr. Auf den Halbpositionen waren es Silke Lutz und Jacqueline Kube und in der Mitte Anja Heidinger und Marilena Costanzo, die ein fast unüberwindliches Abwehrbollwerk bildeten. Der Beleg dafür waren lediglich drei Tore, die Pforzheim bis zur 15. Minute erzielte. Allerdings versäumte es Donzdorf/Geislingen in dieser Phase schon einen klaren Vorsprung herauszuwerfen, denn fünf Hundertprozentige fanden nicht den Weg ins Ziel. So stand es nach einem Viertel 3:5, ehe die Gastgeberinnen zwei Nachlässigkeiten der FSG sogar zum 5:5 Ausgleich nutzten. Danach drückte aber die FSG wieder dem Spiel den Stempel auf. Traumhaft sichere Kombinationen, kompromisslos von Anja Heidinger und Silke Lutz abgeschlossen, brachten zehn Minuten später einen 5:10 Vorsprung. Pforzheim erhöhte den Tordruck und versuchte vor allem über Kreisanspiele zum Erfolg zu gelangen und erzielte drei Tore zum 8:12 Pausenstand.

Wer die berüchtigten Minuten nach der Pause befürchtete, wurde nach dem Wechsel sofort eines Besseren belehrt, denn genauso konzentriert wie vor der Pause ging es weiter. Gegen die immer noch gut gestaffelte Deckung war so gut wie kein Durchkommen möglich, und wenn, dann gab Sabine Trzaska der Abwehr den entscheidenden Rückhalt. Allerdings profitierte die FSG in dieser Phase auch vom verletzungsbedingten Fehlen der beiden Rückraumasse von Pforzheim. Und als es in der 47. Minute 14:21 stand, schien die Sensation möglich. Zwei Zeitstrafen gegen Pforzheim nahmen danach etwas Druck von der Abwehr, obwohl Pforzheim danach mit der sechsten Feldspielerin agierte. Aber als acht Minuten vor Spielende Sabine Trzaska und Miriam Sperr zwei Strafwürfe parierten und Anna Klotzbücher sich im Gegenzug glänzend durchsetzte, war beim 15:24 das Spiel gelaufen. Die Gastgeberinnen versuchten, mit der síebten Feldspielerin und einer offenen Manndeckung, doch noch zum Meistertitel zu greifen, aber Sabrina Clement, die torgefährlichste Angreiferin Anja Heidinger und Anna Klotzbücher, machten den Deckel voll zu und ließen die FSG beim 22:30 überschwänglich jubeln. Dem Jubel folgte aber zwei Minuten später das Entsetzen, als die Nachricht von Kappelwindeck folgte.

Damit muss die FSG Ende Mai in zwei Relegationsspielen gegen einen noch zu ermittelnden Gegner aus Nord-, Südbaden oder Württemberg nachsitzen und sich behaupten. Für alle Beteiligten wird dies ganz problematisch, da beide Termine in den Pfingstferien liegen. Zu allem Unglück haben die meisten Spielerinnen ihre Urlaube in dieser Zeit bereits gebucht und mindestens zwei werden trotz aller Anstrengungen deshalb nicht in der Lage sein, an der Relegation teilzunehmen.

FSG: Trzaska, Sperr; Sedlaczek, Heidinger (15/6), Klotzbücher (4), Kube (3), Clement (2), Costanzo, Seele (1), Schreitmüller, Hendlmeier, Härringer (1), Lutz (4)

Handball Frauen: BWOL: FSG Donzdorf/Geislingen – HSG Strohgäu 20:27

Jochen Schreitmüller – 30.04.2018

Trotz einer taktisch hervorragend eingestellten Deckung unterlag die FSG Donzdorf/Geislingen aufgrund einer dürftigen Angriffsleistung der HSG Strohgäu mit 20:27 Toren. Da gleichzeitig die Heidelsheimerinnen ihr Heimspiel gegen Ottenheim gewannen, muss die FSG im letzten Saisonspiel gewinnen, um nicht Ende Mai in die Relegation gehen zu müssen. Gegner ist die TG Pforzheim, die am Wochenende in Heiningen unterlag, aber durch die gleichzeitige Niederlage von Wolfschlugen bereits als Aufsteiger in die dritte Liga feststeht.

In der ersten Viertelstunde prägten die defensiven Abwehrreihen beider Mannschaften das Spiel. Sowohl Strohgäu, als auch die FSG suchten den Abschluss aus der Nahwurfzone und mussten sich somit jedes Tor hart erarbeiten. Die einfachen Tore aus dem Rückraum blieben  bis zum 4:4 durch Anna Klotzbücher in der zehnten Minute Mangelware. Fünf Minuten später gelang der FSG durch Anja Heidinger und Silke Lutz sogar die 6:4 Führung. Dann riss der Faden bei den Gastgeberinnen völlig, Ballgewinne in der Abwehr wurden hektisch und leichtsinnig hergeschenkt und der Aufsteiger konterte geschickt und ging drei Minuten vor dem Pausenpfiff selber mit 7:10 in Führung. Bis zur Pause gelangen dann beiden Mannschaften zwei Treffer zum 9:12 Halbzeitstand.

Drei Minuten in der zweiten Hälfte konnte die FSG einen zwei Tore-Rückstand halten, danach häuften sich Fehlwürfe und Fehlabspiele, die die Gäste eiskalt zum 12:16 nutzten. Eine Auszeit von Trainer Beutel und die Umstellung auf die siebte Feldspielerin brachten im Gegensatz zu den letzten drei Spielen nicht den gewünschten Effekt. Die Angriffsbemühungen blieben weiterhin zu umständlich, so dass Strohgäu sogar auf 13:20 erhöhen konnte. Zwei Zeitstrafen gegen den Aufsteiger und zwei Tore von Silke Lutz zum 15:20 ließen die Zuschauer wieder hoffen, aber immer wenn den Gastgeberinnen ein Treffer gelang, stellte Strohgäu mit einer überzeugenden Kreisläuferin Moira Wilkendorf und Rückraumtoren von Moira Wilkendorf im übernächsten Angriff wieder den alten Abstand her. Am Ende war der Sieg für die Gäste verdient und der FSG steht einmal mehr ein Finale im letzten Spiel am Sonntag in Pforzheim bevor.

FSG: Trzaska, Sperr; Sedlaczek, Heidinger (4/1), Klotzbücher (3), Kube (2), Clement (2), Costanzo (1), Seele, Schreitmüller, Hendlmeier 3, Härringer, Lutz (5/2)

Handball BWO-Liga Frauen: FSG Donzdorf/Geislingen – HSG Mannheim 23:23

Jochen Schreitmüller – 23.04.2018

Mit einer schier unglaublichen Energieleistung drehte die FSG Donzdorf/Geislingen fünf Minuten vor Schluss den Vier-Tore-Rückstand gegen die HSG Mannheim und gewann wenigstens beim 23:23 Unentschieden einen weiteren Punkt gegen die drohende Relegationsgefahr. Da der direkte Konkurrent Heidelsheim/Heimsheim in Pforzheim unterlag, schob sich die FSG auf den sicheren neunten Tabellenplatz. Allerdings beträgt der Vorsprung bei noch zwei ausstehenden Spielen nur ein winziges Pünktchen und somit muss weiter mindestens bis nächsten Sonntag gezittert werden. Dann empfängt die FSG die HSG Strohgäu in der Donzdorfer Lautertalhalle.

Während die Moral und die kämpferische Einstellung vorbildlich war, ließ vor allem die Angriffsleistung in der ersten Hälfte sehr zu wünschen übrig. Abspielfehler und das Auslassen klarster Chancen versetzten die Zuschauer in ungläubiges Staunen. Insgesamt ließ die FSG auch vier Strafwürfe liegen, denen ‚frau‘ auch am Ende noch nachtrauern sollte. Vier Tore und ein 4:8 Rückstand war die magere Bilanz nach fünfzehn Minuten. Zum Glück punkteten die Mannheimerinnen fast nur im Schnellangriff, denn die flexible Abwehrtaktik gegen die groß gewachsenen Rückraumspielerinnen hatte den Positionsangriff der Gäste gut im Griff. Allen voran die beiden Youngster Jaqueline Kube und Silke Lutz, die eine fast fehlerlose Abwehr spielten und keinen Durchbruch auf ihrer Position zuließen. Hinzu kam eine sehr gut aufgelegte Miriam Sperr im Tor der FSG, die nicht nur in dieser Phase einige wichtige Bälle entschärfte. Trainer Hans-Jürgen Beutel reagierte mit seiner ersten Auszeit und spielte fortan mit der siebten Feldspielerin. Damit erhöhte er den Druck auf die Gästedeckung und brachte deutlich mehr Ballsicherheit ins eigene Angriffsspiel. Der Lohn war der 9:11 Anschlusstreffer durch Anja Heidinger in der 27. Minute. Bezeichnend dann für beide Teams war, dass bis zur Pause kein Treffer mehr gelang.

Den besseren Start nach dem Wechsel hatten die Nordbadenerinnen. Sie profitierten von drei Zeitstrafen und einer Sechs gegen Vier-Überzahl und erhöhten nach fünf Minuten auf 11:15. Danach erging es den Gästen genau umgekehrt, denn ihre torgefährliche Kreisläuferin erhielt nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte und Kube konnte von Rechtsaußen auf 15:17 verkürzen. Auf die beiden Tore von Marcia Sedlaczek und Silke Lutz, die auch im Angriff ein glänzendes Spiel ablieferte, antwortete Mannheim postwendend und erzielte in der 47. Minute das 17:19. Danach war es zum Haare raufen, denn trotz Überzahl vergab die FSG die Angriffe viel zu leichtsinnig und beim 19:23 fünf Minuten vor Spielende schien das Schicksal besiegelt. Aber jetzt waren es die erfahrenen Spielerinnen Anja Heidinger und Marilena Costanzo, die Verantwortung übernahmen und mit unbändigem Einsatz vier Treffer in Folge zum nicht mehr geglaubten Ausgleichstreffer zum 23:23 erzielten. Zwanzig Sekunden vor Schluss hatte die FSG sogar nochmal Ballbesitz, kam aber leider nicht mehr zum Abschluss.

Es spielten für die FSG: Sperr, Trzaska; Sedlaczek (2), Heidinger (8/5), Kube (2), Clement, Costanzo (3), Seele (1), Schreitmüller, Hendlmeier, Härringer, Lutz (7/4)

 

Handball Frauen BWO-Liga: FSG Donzdorf/Geislingen – SG Kappelwindeck/Steinbach 24:29

Jochen Schreitmüller – 09.04.2018

Keine Bonuspunkte zu verdienen gab es für die FSG Donzdorf/Geislingen beim Gastspiel der SG Kappelwindeck/Steinbach, denn das kurz vor dem Aufstieg stehende Team aus Südbaden gab sich auch in Donzdorf keine Blöße und gewann verdient mit 24:29 Toren. Allerdings war die Partie keineswegs einseitig und bis zehn Minuten vor Schluss beim Stande von 21:23 für die Gäste war eigentlich in der Lautertalhalle noch alles möglich. Aber die beiden Rückraumasse Laetitia Quist und Stephanie Elies waren am Ende die entscheidenden Spielerinnen, die jeden Ball in die Maschen hämmerten und das Ziel Aufstieg in greifbare Nähe brachten. Für die FSG bleibt weiterhin die Aufgabe, aus den restlichen vier Spielen noch vier Punkte zu holen, um den ganz sicheren neunten Tabellenplatz aus eigener Kraft zu erreichen.

Der Start verlief für Donzdorf/Geislingen alles andere als optimal. Nach dem 1:1 wurden drei Großchancen leichtfertig vergeben und die bis dahin noch verhalten aufspielenden Gäste wurden immer stärker. Dies gelang ihnen weniger im Positionsspiel, sondern nach einfachen Ballgewinnen konterten sie die FSG geschickt mit Schnellangrifftoren aus und beim 2:7 nach elf Minuten sah sich Trainer Beutel zur ersten Auszeit gezwungen. Die Umstellung im Angriff fruchtete aber erst nach zwanzig Minuten und dem 3:10 Rückstand, denn jetzt war es Anja Heidinger, die mit herrlichen Rückraumtreffern der FSG neue Moral gab und zum 8:11 verkürzte. Nach den beiden Anschlusstreffern von Marilena Costanzo zum 11:12 nutzte Kappelwindeck eine Unachtsamkeit zum 11:13 Halbzeitstand. Zwei überraschende Ballverluste bei der taktischen Variante sieben gegen sechs brachte die Südbadenerinnen wieder mit 13:16 in Führung, aber die FSG kämpfte leidenschaftlich und war nach drei Toren von Adriane Hendlmeier beim 18:20 wieder im Spiel. Die offensivere Deckungsvariante von Kapp/Stein machte der FSG In den letzten zehn Minuten immer mehr zu schaffen, aber ausschlaggebend waren die einfach erzielten Tore aus dem Rückraum, die die Gäste vier Minuten vor Spielende entscheidend mit 22:27 in Führung brachten. Beide Mannschaften erzielten dann am Ende noch zwei Treffer zum 24:29 Endstand.

Sperr, Trzaska; Heidinger (8/1), Kube (1), Klotzbücher, Sedlaczek (1), Costanzo (4), Seele, Schreitmüller, Härringer (2), Lutz (3), Clement (1), Hendlmeier (4)

Handball BWO-Liga Frauen: SG Heidelsheim/Helmsheim – FSG Donzdorf/Geislingen 25:21

Jochen Schreitmüller – 26.03.2018

Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte, konnte die FSG Donzdorf/Geislingen auch in der zweiten Halbzeit nicht an die Leistung vom Brombach-Spiel anknüpfen und verlor bei der SG Heidelsheim/Helmsheim mit 25:21 Toren. Obwohl die Anreise im Vergleich zur Vorwoche nur halb so lang war, brauchte die FSG eine ganz lange Anlaufzeit um ins Spiel zu finden. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit war das Spiel dann offen, aber nach dem Wechsel drückten die Gastgeberinnen immer mehr aufs Tempo und gewannen letztendlich verdient mit vier Toren Unterschied. Während Heidelsheim damit fast sicher ein weiteres Jahr BWOL buchte, rutschte die FSG einen Platz nach hinten ab und muss in den verbleibenden fünf Spielen mindestens noch zweimal punkten.

Beide Mannschaften starteten furios mit vier Pfostenschüssen und einer 0:1 Führung für die FSG. Danach überließ die FSG den Gastgeberinnen die Initiative und konnte froh sein, dass der Rückstand nach zehn Minuten nur 5:1 betrug. In der Auszeit fand Trainer Hans-Jürgen Beutel die richtigen Worte. Endlich arbeitete die Deckung engagierter und hatte mit Miriam Sperr einen wichtigen Rückhalt. Allerdings fehlte im Angriff der entscheidende Wille zum Durchbruch und damit drohte ständig auch das Zeitspiel. Eine hohe Fehlerquote in eigener Unterzahl beim 7:5 war dann bezeichnend für die erste Halbzeit. Drei verschenkte Bälle nützte die Topschützin Bianca Dehm zur 10:5 Führung. Bis zur Pause kämpfte sich die FSG durch schön herausgespielte Tore von Silke Lutz und Anja Heidinger wieder auf 13:11 heran.

Aber auch nach dem Wechsel waren die Nordbadenerinnen spielbestimmend und konnten die Führung auf 18:14 in der 42. Minute ausbauen. Nachdem Donzdorf/Geislingen bereits in Unterzahl war, schien eine zweifelhafte Zeitstrafe gegen Silke Lutz das Ende der Hoffnungen zu sein, aber eine zur Hochform auflaufende Miriam Sperr hielt die FSG im Spiel. Trotz großem Kampfgeist gelang es der FSG nicht, diesen Vorsprung entscheidend zu verkürzen. Eine enge Deckung gegen Dehm und ein schneller Konter von Jaqueline Kube zum 23:20, vier Minuten vor Schluss, weckte noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, aber am Ende jubelte der Aufsteiger über zwei ganz wichtige Punkte.

Für die FSG spielten: Sperr, Trzaska; Heidinger (11/2), Kube (2), Klotzbücher, Sedlaczek, Costanzo (1/1), Seele (2), Schreitmüller (1), Härringer (2), Lutz (2)

Handball: Frauen BWOL: SG Heidelsheim/Helmsheim – FSG Donzdorf/Geislingen Sonntag 15.30

Jochen Schreitmüller – 23.03.2018

Das nächste Vier-Punkte-Spiel erwartet die FSG Donzdorf/Geislingen am Sonntag um 15.30 Uhr in Bruchsal. Die SG Heidelsheim/Helmsheim steht punktgleich mit 17 Pluspunkten der FSG auf dem 10. Tabellenplatz und ist mit 11:3 Punkten die Mannschaft der Rückrunde. Ein Unentschieden gegen Aufstiegsaspirant Wolfschlugen und eine Niederlage gegen Muggensturm gab es im Jahr 2018. Ansonsten stehen beim Team von Trainerin Jasmin Förster nur Siege zu Buche. Diese Serie möchte natürlich die FSG am Sonntag brechen, um einen weiteren Schritt Richtung Mittelfeld zu machen.

Der Aufsteiger aus Nordbaden zeichnet sich durch seine besondere Qualität in allen Mannschaftsteilen aus, aus der Selina Röh, Bianca Dehm und Laura Witt mit besonders vielen Torerfolgen meistens herausragen. Dies musste Donzdorf/Geislingen auch beim Spiel in der Michelberghalle erfahren, wo Heidelsheim das Spiel lange Zeit kontrollierte und erst in den letzten Minuten dem großen kämpferischen Einsatz der FSG nicht mehr Stand halten konnte und knapp mit 25:24 unterlag.

Bei der FSG hat der klare Erfolg in Brombach das Selbstvertrauen gestärkt, trotzdem hat Trainer Hans-Jürgen Beutel weiterhin Personalprobleme zu beklagen. Sarah Redieck wird immer noch schmerzlich vermisst, dazu hat sich Adriane Hendlmeier mit Rückenproblemen ebenfalls verletzt abgemeldet. Trotzdem hat Beutel im Training taktische Varianten einstudiert, um flexibel auf die angespannte Situation reagieren zu können.

Handball: Frauen BWOL: TV Brombach – FSG Donzdorf/Geislingen 26:35

Anja Heidinger – 18.03.2018

Überzeugender Sieg der FSG gegen Brombach              

Mit einem erfreulichen 35:26-Sieg gegen den TV Brombach kehrt die FSG Donzdorf/Geislingen von ihrer weitesten Auswärtsfahrt mit zwei Punkten im Gepäck zurück. Bis zur zehnten Minute tat sich die FSG gegen den Tabellenletzten schwer, fand dann aber besser ins Spiel und konnte einen letztendlich ungefährdeten und wichtigen Sieg einfahren.

Zu Beginn der Partie sah es noch nicht nach einer deutlichen Angelegenheit für die FSG aus. Nach fünf Minuten kassierte die FSG bereits den fünften Gegentreffer und lag mit 4:5 im Hintertreffen. Trainer Hans Beutel stellte seine Mannschaft in der Abwehr und im Angriff um. Eine defensivere Ausrichtung der Verteidigung verhinderte in der Folge das Hinterlaufen durch die Kreis- oder Außenspielerinnen Brombachs. Im Angriff agierte man ab der zehnten Minute mit dem siebten Feldspieler, der erstmals in dieser Saison so richtig zu fruchten schien. Mit Druck, Spielverlagerung und Disziplin wurde diese taktische Maßnahme geduldig ausgespielt, bis sich klare Chancen auftaten. Der TV Brombach schien mit dieser Spielformation nicht zurecht zu kommen, sodass Marilena Costanzo, Silke Lutz und Anja Heidinger ein ums andere Mal erfolgreich einnetzen konnten. In der Verteidigung agierte die FSG konsequenter, reduzierte die Wurfchancen und wurde von einer gut aufgelegten Sabine Trzaska im Tor glänzend unterstützt. So konnte ab dem 6:8 ein 5:0-Lauf zum 11:8 verzeichnet werden. Bis zur Halbzeit wurde der Vorsprung auf 19:14 ausgebaut. Jedoch hätte dieser Vorsprung noch höher ausfallen können, wenn alle klaren Chancen verwandelt worden wären.

Vorgabe für die kommenden 30 Minuten sollte es sein, weiterhin so konsequent in der Abwehr zu agieren und im Angriff weiterhin mit viel Disziplin und Durchsetzungsvermögen zu spielen, um den Vorsprung weiter auszubauen. Jacqueline Kube zeigte auf der vorgezogenen Position in der Verteidigung weiterhin eine einwandfreie Leistung und störte damit den gegnerischen Spielaufbau frühzeitig. Im Angriff gelang es durch das Überzahlspiel die Brombacher Abwehr auszuspielen und immer wieder über Marcia Sedlaczek und Kube auf den Außenpositionen erfolgreich zu sein. Nach 45 Minuten war der Vorsprung auf neun Tore (20:29) angewachsen und eine Vorentscheidung zu Gunsten der FSG gefallen. Nach einem Stoßen in der Luft an Anja Heidinger und der damit verbundenen roten Karte gegen Brombach übernahm Adriane Hendlmeier auf der Spielmacherposition Verantwortung und netzte mehrmals erfolgreich aus dem Rückraum ein. So fuhr die FSG einen zum Ende ungefährdeten 26:35-Sieg ein und sicherte sich zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf.

FSG: Trzaska, Sperr; Heidinger (12/2), Klotzbücher (3/1), Kube (4), Sedlaczek (2), Costanzo (6/2), Schreitmüller, Hendlmeier (4), Härringer, Lutz (4)

 

Handball Frauen FSG BWO-Liga: TSV Bönnigheim -FSG Donzdorf/Geislingen 29:26

Jochen Schreitmüller – 05.03.2018

Fast wäre der FSG Donzdorf/Geislingen der Überraschungscoup in Bönnigheim gelungen, aber am Ende brachten vergebene Chancen und eine kämpferisch starke Heimmannschaft die FSG um den nicht unverdienten Lohn. 29:26 für den TSV stand es nach Ablauf von sechzig Minuten auf der Anzeigetafel und die vielen Zuschauer feierten ihr Team und damit den wahrscheinlich sicheren Klassenerhalt mit stehenden Ovationen. Für die FSG blieb erneut die Erkenntnis, eigentlich trotz der großen Verletztenmisere sehr gut mithalten zu können und am Ende trotzdem mit leeren Händen dazu stehen. Da einzig Muggensturm in der unteren Tabellenhälfte punkten konnte, hat die FSG weiterhin vier Punkte Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, ist aber beim nächsten Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Brombach etwas unter Zugzwang.

Dabei war der Start mehr als gelungen, denn nach acht Minuten hieß es 1:5 für die FSG. Nicht nur die vorgezogene Deckungspielerin Jaqueline Kube und die halboffensive Silke Lutz störten das Spiel der Gastgeberinnen schon im Ansatz, auch der komplette Deckungsverband brachte Bönnigheims Angreiferinnen schier zur Verzweiflung. Erst eine Auszeit von Trainer Dobricic brachte mehr Effektivität, aber Donzdorf/Geislingen ließ sich dadurch nicht beirren und legte erneut zum 6:11 nach neunzehn Minuten. Silke Lutz und Anna Klotzbücher waren in dieser Phase einfach nicht zu halten. Erst nach einer Zeitstrafe gegen die FSG war es vor allem Alexandra Zäh, die ständig für Furore sorgte und bis zur Pause den 12:13 Anschluss herstellte. Nach der Pause lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Bis zum 20:20 in der 47. Minute wechselte die Führung ständig. Bönnigheim versuchte sein Heil erneut in einer Auszeit, kassierte aber prompt eine Zeitstrafe. Anstatt die Überzahl zu nutzen und in Führung gehen, kassierte die FSG einen Treffer. Sechs Minuten vor Spielende schien sich beim 24:24 erneut ein Unentschieden anzubahnen, aber nach den Verletzungen von Silke Lutz und Sabine Trzaska hatten die Gastgeberinnen einfach das glücklichere Ende für sich und gewannen mit 29:26 Toren.

Für die FSG spielten: Sperr, Trzaska; Heidinger (3/2), Klotzbücher (10/4), Kube, Clement (2), Costanzo (3), Seele, Schreitmüller (1), Hendlmeier (2), Härringer, Lutz (5)

 

 

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