Eisenbieger

Eine seit 1999 bestehende Sportgruppe der TG trifft sich regelmäßig am Donnerstagvormittag zwischen 9.30 und 11.00 Uhr im Fitness-Raum im Eybacher Tal. Die Gruppe besteht aus 1 Sportlerin, der Ehefrau des Übungsleiters Eugen Zeiner und
11 Sportlern. Infolge des knappen Raumangebotes ist eine Aufnahme von weiteren Inter- essierten zur Zeit leider nicht möglich. Unter Anleitung von ÜL Eugen Zeiner beginnt die Sportstunde mit Gymnastik zur Erwärmung und Stärkung der Muskulatur. Anschließend „stählern“ sich die Sportler an verschiedenen Geräten. Mit einer Gymnastik endet diese Sportstunde. Außer den wöchentlichen Übungseinheiten sind die Eisenbieger auch eine in sich ver- schworene homogene Gruppe, die gemeinsam mit Ihren Ehepartnern auch während des Jahres vielseitig unternehmungslustig sind.


Unser Jahresprogramm 2017

JANUAR
Donnerstag 12.01.2017: Neujahrsempfang

FEBRUAR
Montag 13.02.2017: Wanderung zum Wasserberghaus,
Treffpunkt 11.00 Uhr Sattel

MÄRZ
Michelberg-Gymnasium: Bautechnische und bauphysik-
alische Führung durch das erneuerte Schulgebäude mit
Herrn Kurz vom Hochbauamt der Stadt Geislingen

MAI
Samstag 06.05.2017: Geiselsteinmeeting 15.00 Uhr Vortrag Günter: Baltikum
Sonntag 07.05.2017: Geiselstein-Hüttendienst
Samstag 13.05.2017: Wanderung von Hepsisau – Zipfelbachschlucht – Breitenstein – Ochsenwang – Mörikehaus (evtl. Renovierung) Dorfkirche

JUNI
Donnerstag 22.06.2017: Radtour Ehingen-Berg

JULI
Mittwoch 12.07.2017: Blaubeuren (alternativ 19. 7.), Urgeschichtliches Museum
Führung, Mittagessen „Waldgaststätte zum Schillerstein“
zurück über Steinbruch Gerhausen, Urzeitweide,
nachmittags Bummel durch Blaubeuren.

SEPTEMBER
Samstag 23.09.2017: Zugfahrt nach Besigheim, Stadtführung, Wanderung Hessigheimer Felsengärten

OKTOBER
Montag 09.10.2017: Betriebsbesichtigung Märklin mit Mittagessen,
nachmittags Wanderung Hohenstaufen.

DEZEMBER
Donnerstag 14.12.2017: Jahresabschluß SVG

„Eisenbieger“ auf Mörikes Spuren

Jörg Schneider 2017-10

Im Rahmen des Jahresprogramms wurde bei angenehmen Temperaturen eine Wanderung mit Besuch des Mörikehauses unternommen. Zunächst war der Ausgangspunkt der Ort Hepsisau. Von hier ging es durch die Zipfelbachschlucht 200 m hoch zum Mörikefels, wo einer der „Eisenbieger“ Mörikes „Geister vom Mummelsee“ vortrug. Kurz danach hatte man mit dem 814 m hohen Auchtert den höchsten Punkt erreicht. Die herrliche Rundum-Aussicht konnte man während der Vesperpause auf dem Breitenstein genießen.

In Ochsenwang hatte die Gruppe eine Führung im Eduard Mörikehaus organisiert. Die Leiterin, Frau König, stimmte durch verschiedene Mörike-Gedichte die TG-Sportler auf den schwäbischen Dichter ein, der 1804 in Ludwigsburg geboren wurde und 1875 in Stuttgart gestorben ist. Sein Grab befindet sich auf dem Pragfriedhof.

Bekannt wurde vor allem auch sein Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännchen“ und die „Historie von der schönen Lau“. Im sechsten Jahr seiner Vikariatszeit, die ihn von 1826 bis 1834 in zehn ländliche Pfarreien führte, war er von Januar 1832 bis Oktober 1833 als Pfarrverweser in Ochsenwang. In seinen ehemaligen Wohnräumen wurde eine Ausstellung mit Dokumenten und Zeugnissen des Pfarrers und Schriftstellers eingerichtet, wozu auch das Landeskirchliche Archiv Stuttgart wesentlich beigetragen hat. Am 25. Oktober 1981 konnte das neu gestaltete Mörikehaus Ochsenwang als Literaturmuseum eröffnet werden.

Nach diesen Informationen erfolgte noch eine kurze Besichtigung der kleinen Kirche, in der auch Mörike gepredigt hat. Dieses kleine Gotteshaus wurde von den Ochsenwanger Bauern selbst erbaut und 1706 in Betrieb genommen.

Eine Wanderung am Randecker Maar, der kraterförmigen Senke entlang, brachte die Gruppe zum Hof „Ziegelhütte“ mit Vesperstube und Hofladen. Dort fand der Abschluss statt.

 

Eisenbieger

Jörg Schneider – 2010

Traditionsgemäß gibt es seit 2007 im Mai vor der Sommerpause ein Treffen mit unseren Frauen. In diesem Jahr hatten wir dazu auch den Wochenend-Dienst im Geiselsteinhaus übernommen.

Nach Kaffee und Kuchen wurde der Eisenbieger-Wanderpokal an Günter Ehmer und Jörg Schneider vergeben, die in der Sportsaison September 2016 bis Mai 2017 an keinem Donnerstag gefehlt hatten. Anschließend übergab Übungsleiter Eugen Zeiner Urkunden an die Nächstplatzierten.

Vor dem Abendessen gab es einen Vortrag von unserem Sportfreund Günter Ehmer, der uns anlässlich seiner Urlaubsreise ins Baltikum „entführte“. Sehr informativ waren seine Fotos und Erläuterungen über die Geschichte und Entwicklung des Baltikums und über die drei Hauptstätte von Litauen, Lettland und Estland.

Jörg Schneider und Günter Ehmer erhielten den Wanderpokal

 

„Eisenbieger“ auf den Spuren der Eiszeitkunst

Jörg Schneider – 2017-10

Der Wunsch, Urgeschichte zu erleben, führte unsere Sportgruppe nach Blaubeuren ins Urgeschichtliche Museum (UMU). Zuerst wurde uns der Film „Als die Steine noch lebten“ vorgeführt. Wo heute der raue Wind über die Hochfläche der Schwäbischen Alb pfeift, erstreckte sich vor rund 150 Millionen Jahren ein tropisches Meer. Aus den kalkigen Überresten kleiner Tiere und Korallen, entstand über Jahrmillionen das Gestein, das heute die Schwäbische Alb charakterisiert. In dieser Sonderausstellung konnte man nachempfinden, wie das Wasser das Aussehen der Schwäbischen Alb geprägt hat.

Anschließend übernahm der Archäologe Hannes Wiedmann unsere Gruppe und führte uns durch seine Fachkompetenz bestens in die Schatzkammer der Eiszeitkunst ein. Er erwähnte, dass aus den Höhlen am Rande der Schwäbischen Alb die ältesten Beweise für Musikinstrumente und die ersten figürlichen Kunstwerke der Menschheit stammen.

Die Schwäbische Alb sei die Wiege der Kunst. Hier hat der Mensch die Kunst erfunden, so der Archäologe. Die UNESCO hat die sechs Höhlen zum Weltkulturerbe ernannt. Begründung: Die Höhlen zeugten von einer der frühesten figürlichen Kunst weltweit.

Beim Museums-Rundgang konnten wir die durch Ausgrabungen gefundenen Kunstwerke bewundern. Bis zu 40 000 Jahre alte Fundstücke der Eiszeitkunst aus dem Aach- und Lonetal waren zu sehen.

Hoch oben am Schillerstein

So in erster Linie die bekannte 6 cm hohe Elfenbein-Venus vom Hohle Fels, die älteste figürliche Menschendarstellung und der erste Nachweis künstlerischen Schaffens unserer Urahnen. Sehr beeindruckend auch die Funde von Mammutelfenbein-Flöten, die ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt. Eine Hörprobe war inklusive für uns. Herr Wiedmann informierte uns ferner, dass die archäologischen Fundschichten von der Jüngeren Altsteinzeit bis zur Zeit der Neandertaler vor über 50 000 Jahren reichen und im Hohle Fels nach wie vor Aus-grabungen stattfinden.

Nach so viel urgeschichtlichem Erleben starteten wir über Gerhausen auf die Höhe zum Mittagessen in die Waldgaststätte „Schillerstein“. Ein Verdauungs-Spaziergang auf das 668 m hoch gelegene Schillerstein-Felsmassiv mit herrlichem Rundblick, rundete diesen erlebnisreichen Tagesausflug ab.

 

„Eisenbieger“ auf Radtour

Günter Ehmer – 2017-06

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten die „Eisenbieger“ diesmal keinen Regen zu fürchten. Bei strahlendem Sonnenschein ließ sich niemand von der zu befürchtenden Hitze abschrecken. So fuhr die Sportgruppe bestgelaunt nach Ehingen-Berg und startete von dort zu ihrer diesjährigen Radtour.

Diese führte durch die ländliche Landschaft Oberschwabens über meist unbekannte Dörfer wie Altbierlingen, Schaiblishausen, Ingerkingen nach Oberstadion. Nach einem Vesper auf einem schattigen Spielplatz wurde der Pfarrkirche St. Martin ein kurzer Besuch abgestattet. Neben dem Hochaltar von Martin Stocker befinden sich in der Kirche zehn weitere gotische Altäre der Ulmer Schule.

Körperlich und seelisch gestärkt führte die Fahrt über Unterstadion nach Rottenacker und auf dem Donauradweg zurück nach Berg. Dort konnte in der Brauereiwirtschaft der inzwischen reichlich angewachsene Durst neben dem Hunger gestillt werden, ehe es mit den Autos zurück nach Geislingen ging.