Eisenbieger

Eine seit 1999 bestehende Sportgruppe der TG trifft sich regelmäßig am Donnerstagvormittag zwischen 9.30 und 11.00 Uhr im Fitness-Raum im Eybacher Tal. Die Gruppe besteht aus 1 Sportlerin, der Ehefrau des Übungsleiters Eugen Zeiner und
11 Sportlern. Infolge des knappen Raumangebotes ist eine Aufnahme von weiteren Inter- essierten zur Zeit leider nicht möglich. Unter Anleitung von ÜL Eugen Zeiner beginnt die Sportstunde mit Gymnastik zur Erwärmung und Stärkung der Muskulatur. Anschließend „stählern“ sich die Sportler an verschiedenen Geräten. Mit einer Gymnastik endet diese Sportstunde. Außer den wöchentlichen Übungseinheiten sind die Eisenbieger auch eine in sich ver- schworene homogene Gruppe, die gemeinsam mit Ihren Ehepartnern auch während des Jahres vielseitig unternehmungslustig sind.


Eisenbieger informieren sich über Politik und Geschichte

Jörg Schneider – 14.08.2018

Einen besonders vielseitig geprägten Tagesausflug unternahm diese Sportgruppe der Turngemeinde.

Ziel war die Landeshauptstadt Stuttgart, angereist mit der Deutschen Bundesbahn. Auf Einladung der Geislinger CDU Abgeordneten Nicole Razavi wurde der Landtag mit einer Teilnahme an einer Plenarsitzung besucht.

Bestens vorbereitet wurde es durch den Parlamentarischen Referenten vom Landtagsbüro Nicole Razavi, Herr Thomas Müller, der auch die Geislinger Sportgruppe während des Aufenthaltes betreute.

Angekommen am Landtagsgebäude wurden wir von Herrn Dickgiesser vom Besucherdienst empfangen. Er gab einige Hinweise über die 16. Wahlperiode wie Umbau des Landtages; Aufgaben der Volksvertreter sowie Sitzverteilung der Fraktionen.

Die ausgeteilte Vorlage zur 68. Sitzung beinhaltete 32 Tagesordnungspunkte.

Gruppenbild mit der Abgeordneten Nicole Razavi

Jede Besuchergruppe darf etwa eine Stunde den „parlamentarischen Schlagabtausch“ zwischen Regierung und Opposition erleben. Während unserer Anwesenheit erfolgte eine aktuelle Debatte über die Alters-versorgung der Parlamentarier und eine erste Beratung des Gesetz-entwurfes zur Änderung der Landesbauordnung, wozu auch die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) das Wort ergriff.

Streitpunkte: Fahrradstellplätze und Dachbegrünung. Anschließend wurden die Eisenbieger von Nicole Razavi zu einem persönlichen Gespräch empfangen, wo sie ihre vielseitigen Tätigkeiten als Parlamen-tarische Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion erläuterte. Beim gemeinsamen Mittagessen im nahe liegenden Restaurant tempus wurde noch über andere politischen Themen mit der Abgeordneten diskutiert.

Ein kurzer Rundgang durch das Haus der Abgeordneten einschließlich Landtagsbüro von Nicole Razavi hatte Herr Thomas Müller noch kurzfristig organisiert.

Nach dem politischen Teil stand eine Führung durch das Haus der Geschichte B/W auf dem Plan. Thema:  Der deutsche Südwesten von 1790 bis heute. Auf dem Rund-gang konnten in konzentrierter Form die wichtigsten Stationen der Vergangenheit Gegenwart und Zukunft des Landes entdeckt werden. Der Abschluss dieses geschichtsträchtigen Tagesausfluges erfolgte im Geislinger Biergarten.

Aktivitäten der Eisenbieger

12. Geiselstein – Meeting

Jörg Schneider

Traditionsgemäß treffen wir uns jedes Jahr einmal im Frühjahr auf Geiselsteinhaus Höhen mit unseren Frauen. Was 2007 begann wurde kein Jahr unterbrochen. Nach Kaffee und Kuchen steht jedes Jahr ein Vortrag von einem Eisenbieger-Freund über ferne und uns meist fremde Länder.

Pokalübergabe an Martin Storz

Gruppenfoto

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 6. Mal konnte uns Günter Ehmer mit seinen Urlaubsbildern über Nepal begeistern. Eine bizarre Bergwelt u.a. mit dem höchsten Berg der Erde, dem Mount Everest ( 8848 m) und fremde Kulturen und Menschen dieser Region präsentierte er in seinen Fotos.

Den jährlich für die meistern Übungstage ausgegebenen Wanderpokal erhielt Martin Storz, der mit null Fehltagen den 1. Platz erzielte.

Eisenbieger Radtour

Günter Ehmer

Die diesjährige Radtour der Eisenbieger führte zu einem großen Teil durch das breite Tal der Urdonau. Zunächst ging es von Schelklingen zum ehemaligen Kloster Urspring, das heute eine Privatschule mit Internat beherbergt. Nach einem kurzen Blick in das Innere der Klosterkirche konnte der Urspringquelltopf bewundert werden. Mit seinem blauen Wasser gleicht er ein wenig dem viel bekannteren Blautopf. Vorbei an der Achquelle wurde der Lützelberg umrundet, ein Umlaufberg, den die Urdonau einst umfloss.

Text und Bild: Günter Ehmer

Über Schmiechen ging es in eine weitere Schleife der Urdonau, die diese bis vor etwa 200 000 Jahren noch durchfloss. Heute ist dieses breite Tal trocken, bis auf den Schmiechener See, der vom Grundwasser gespeist wird. Er wird umgeben von einem Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und einer reichen Vogelwelt. Leider waren die Albbüffel des Willi Wolf, die hier im Sommer weiden können, nicht anwesend.

 

Zurück in Schmiechen ging es das Schmiechtal aufwärts bis uns die drohenden Regenwolken zur Umkehr zwangen. So erreichten wir noch trocken die „Sonne“ in Schelklingen, wo uns ein guter Braten erwartete. Der Regen danach konnte uns nichts mehr anhaben, wir hatten wieder einmal Glück gehabt.

Eisenbieger auf den Spuren von Stuttgart 21

Jörg Schneider

Das viel diskutierte Projekt, Pro und Kontra, stand auf unserem Jahresprogramm 2018. Zu der Besichtigung und Führung durch die Baustellen rund um Stuttgarts Hauptbahnhof, hatte die Geislinger Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU) eingeladen. Organisiert wurden diese Tunnelbesichtigungen durch ihren parlamentarischen Referenten, Herrn Thomas Müller. Zuerst erfolgte durch den Bau-Ingenieur Herrn Tokos im Turmforum Ebene 3 ein Einführungsfilm über das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm und über den neuen Hauptbahnhof mit einzigartiger Architektur. Das Projekt sei Bestandteil der europäischen Magistrale Budapest – Wien – Stuttgart – Paris. Bei den Erläuterungen spielten die Themen Brandschutz, Fahrzeitverkürzungen, Wassermanagement, Tunnel-Bohrmaschinen etc. eine besondere Rolle.

Mit einem Bus fuhr man dann durch die Baustellen und Tunnels, wo etwa 2.500 Personen beschäftigt sind. Die Mineure – meistens aus Österreich – arbeiten in 10 Stunden-Schicht rund um die Uhr. Auch der Abtransport des Aushubmaterials stellt besondere Anforderungen an die Personen für die Baulogistik.

Alles in allem eine Meisterleistung der Ingenieure und Mineure, erklärte der Baustellenführer.

               Baustellenbesichtigung                Foto: Günter Ehmer

 

Unter anderem sei auch durch laufende Änderungen der Bauvorschriften der unterirdische Durchgangsbahnhof seit dem Beginn 2010 immer teurer geworden. Das Kostenvolumen sei Anfang 2018 auf 8,2 Milliarden Euro erhöht worden. Eröffnung 2015. Die Bahn rechnet mit etwa 2,2 Milliarden Euro Verlust. Ein Ausstieg könnte dagegen etwa sieben Milliarden Euro kosten.

Am Nachmittag stand das Theodor–Heuss-Haus auf dem Programm. Nach Ende seiner Amtszeit als Bundespräsident zog sich Heuss 1959 dorthin zurück und verstarb im Dezember 1963 in seinem letzten Domizil. Das Haus ist nun im Besitz einer Stiftung, 1994 vom Deutschen Bundestag gegründet. An Exponaten und Fotos kann man viele Stationen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts verfolgen.

Zum Abschluss dieses informativen Tagesausflugs bestiegen wir noch den unweit vom Heuss-Haus entfernten, aus Sandstein bestehenden Bismarckturm, ein beliebtes Ausflugsziel mit 20 Meter Höhe. Solche Türme wurden zwischen 1869 und 1934 deutschlandweit zu Ehren des Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815-1898) gebaut. Dieser Stuttgarter Turm wurde im Juli 1904 der Öffentlichkeit übergeben. Die Initiative dazu ergriffen vor allem Studenten, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine politisch treibende Kraft waren.

Eisenbieger besichtigen Audi-Werk

Jörg Schneider – 23.03.2018

Werksführung am 05. März 2018 bei Audi in Neckarsulm

Einen informativen Tagesausflug hatte die TG-Sportgruppe nach Neckarsulm unternommen. Umweltgerecht mit dem Zug angereist, wollte man wissen, was sich hinter dem Audi-Slogan „Vorsprung durch Technik“ so verbirgt.

Im Audi-Forum wurden wir vom Werksführer Peter Schilling empfangen. Hier taucht man ein in eine ausdrucksstarke Architektur, die vielseitigen Angebote des Hauses und die Welt sowie Faszination von Audi. Im Forum ist die Markenerlebniswelt, wo täglich bis zu 150 Neuwagenabholer ihren Audi entgegennehmen.

 

Das Highlight aber war für die Eisenbieger ein Blick hinter die Kulissen dieser modernen Automobilproduktion.

Beim Rundgang konnte man durch die Ausführungen des Werksführers erkennen, dass es sich hier um Spitzentechnologien und Präzisionsanlagen sowie hohe Kompetenz der Mitarbeiter handelt. 1.300 diverse Autotypen werden in Neckarsulm täglich produziert, u.a. auch das Premiumfahrzeug A8, das erste Auto mit Alu-Karosserie.

Im Werk Ingolstadt sind 44.000 Mitarbeiter beschäftigt, wo hauptsächlich der A3 produziert wird. Im ungarischen Standort Györ sind 12.000 Mitarbeiter in den Motorenproduktionen. Hinter dem Audi Markenzeichen „4 Ringe“ stecken die Markenprodukte von Wanderer, Horch, DKW und Audi, letzteres ist der lateinische Name für Horch.

In China – so erklärte der Werksführer- sei der größte Markt, wo in zwei Werken etwa 600.000 Autos produziert werden.

Die Betriebsbesichtigung vom Forum aus erfolgte im Bus zu den einzelnen Werkstätten bis zur Endmontage des A8. In der Produktionshalle bestimmen zwei Themen den Ablauf: Hängebänder für die Karosserie und Plattenbänder als Schwingboden zur Entlastung der Mitarbeiter.

Wie der Werksführer weiter erkläre, spielt das Logistik-System eine besondere Rolle. 700 LKW’s liefern täglich  27.000 diverse Teile von 1.300 Partnern. „Just in time“ heißt hier die Devise, also kurzer Abruf vor dem Einbau.

Die Qualitätssicherung über Monitore ist hinsichtlich der Produkthaftung von großer Bedeutung.

Beim Gang durch die Presswerkhalle, der Anfang eines Automobils, lagern etwa 300 Werkzeug-Einzelteile, wobei 700 Tonnen Stahlblech von 08 bis 1 mm Stärke pro Tag verarbeitet werden. Live erlebt man, wie Roboter die Karosserieteile bewegen und in der gleichen Produktionsstraße mehrere Autotypen hergestellt werden. Am Ende der Besichtigung war den Eisenbieger bewusst, welch’ spannendes Stück Technik–“Geschichte mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ verbunden ist.

Nach dieser Betriebsbesichtigung erfolgte noch vor der Rückfahrt eine Stärkung im Besen „Weingut Benz“.

Die Eisenbieger bestaunen das ausgestellte Modell Audi 8L – TDI quattro (Preis 142.230,00 €)

Jahresprogramm 2018

Jörg Schneider 28.01.2018

JANUAR:

Donnerstag 11. Januar: Neujahrsempfang

Montag 29. Januar: Wanderung zum Wasserberghaus, 11.00 Uhr Hexenbodensattel

MÄRZ:
Montag 05. März:  AUDI Neckarsulm mit anschl. Besen

APRIL:

Samstag 14. April: Bahnhof Stuttgart, Baustellenführung 10.00 – 13.00 Uhr, Mittagessen evtl. Brauhaus, 19 max. Personen, anschl. Theodor-Heuss-Haus und Bismarckturm

Samstag 28. April: 12. Geiselstein-Meeting, Beginn  15.00 Uhr

JUNI:

Freitag 22. Juni: Streckenposten beim Citylauf

Donnerstag 28. Juni:  Radtour Tiefental-Schmiechen lt. Vorschlag Günter

JULI:

Donnerstag 19. Juli: Besuch Landtag von B/W. Teilnahme Plenarsitzung, entspr. Nachmittags-Programm (Stadtführung mit Bus/zu Fuß ?? evtl. Grüne Tour)

SEPTEMBER.

Donnerst 20. September oder alternativ
Donnerstag 27. September: Führung im Heimatmuseum durch Dieter Rockenbauch „Vogelausstellung“  15 Uhr

NOVEMBER.

Donnerstag 22. November: Gasthaus Rad, Fam. Kübler 18.00 Uhr

DEZEMBER.

Donnerstag 13. Dezember: 11. Jahresabschluss SVG, Beginn 19.00 Uhr

Jahresabschluß 2017 beim Schneelauf-Verein

Jörg Schneider – 28.01.2018

„Seit 10 Jahren ist es schon

eine wunderbare Tradition

dass man sich trifft hier wie besessen

zum Eisenbieger Abschlußessen.

Auch in diesem Jahr – ich find es fein

wieder Gast beim SVG zu sein.

Die Stunden hier im Eisenbiegerkreis

Frau und Mann zu schätzen weiß.

Wie schnell ging wieder dieses Jahr vorüber

es wäre uns allen wohl viel lieber

würd’ jedes Jahr bei Schönem nur verweilen

und Schattenstellen schnell durcheilen.

Ein Jahr ist nichts, wenn man’s verputzt.

Ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.

Ein Jahr ist nichts, wenn man es verflacht,

ein Jahr war viel, wenn man’s erlebt durchdacht“

Mit diesen Worten begrüßte Jörg Schneider am 14.12.2017 seine Eisenbieger-Freunde nebst Damen und dankte auch Jutta und Gerhard Awischus sowie dem Vorsitzenden Werner Mallock für die uns seit 10 Jahren gewährte Gastfreundschaft in ihrem schmucken Vereinsheim. Ferner dankte er Heidi Busch, die als bewährte „Eisenbieger – Hauskapelle“ den Abend wieder musikalisch bereicherte.

Eine besondere Überraschung gab es, als Werner Mallock den Eisenbiegern anlässlich des 10-jährigen Abschlussfestes eine Urkunde nebst SVG -Vereinswappen in Eisenguss übergab. Eugen Zeiner gab wie bisher einen Rückblick auf das Jahresprogramm 2017.

Nach dem Essen –Küblers beliebten Mostbraten- gab es Dankesworte und ein Geschenk an Eugen und Marianne Zeiner für ihre wertvolle Arbeit während des abgelaufenen Jahres mit einem Zitat:  „Dankbarkeit ist der Schlüssel zur  Schatzkammer unseres Lebens“

 

Blick in die Märklin Produktion

Jörg Schneider – 28.01.2018

Die Entwicklung einer Modellbahn Schritt für Schritt, vom ersten Konstruktionsentwurf bis zum Probelauf live mitzuerleben, das hatte uns schon länger interessiert. Bei unserem Produktionsrundgang am 09.10.2017 und spannenden Blicken hinter die Kulissen, konnten wir hautnah erleben, wie viele einzelne Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung eines Märklin-Modells stecken.

Für eine neue Lok, die aus etwa 350 Einzelteile besteht, benötigt man für die Entwicklung bis zur Fertigstellung 1,5 Jahre verbunden mit etwa 2 Millionnen € Kosten.

Der Rundgang begann im Werkzeuglager, wo sich etwa 700 Stück Druckgussformen befinden. Wir erfuhren dabei, dass die Firma Märklin 1859 in der Innenstadt von Göppingen als eine Firma für Blech-spielwaren gegründet wurde. Außer Elektronik wird heute in Göppingen alles gemacht. Seit Generationen ist Märklin ein Mythos und hat die Weichen im wahrsten Sinne für die digitale Zukunft gestellt. In Göppingen arbeiten etwa 470 Personen im Zweigwerk Györ/Ungarn 730 Personen. Von der Insolvenz 2009 hat man sich wieder nach der Übernahme der Unternehmerfamilie Sieber gut erholt. Die Ertrags-u. Finanzlage sei positiv. In die Instandhaltung in die denkmalgeschützten Gebäude in Göppingen werden € 600 000 in Göppingen investiert. Von Ebersbach aus erfolgt der gesamte Versand an die Kunden.

Voller Stolz erwähnte der Betriebsführer, dass Göppingen zu Recht die Hauptstadt der Modelleisenbahn sei. Technik und Know-how sei Innovation „made in Göppingen“

Jedes Jahr werden 8 bis 10 Lehrlinge in verschiedenen Berufen ausgebildet. Der weitere Rundgang führte uns u.a. durch die Galvanik und Lackiererei, wo Wasserlacke und Klarlack als Schutzlack aufgetragen werden. In der Endmontage mit Lok-Prüfplätze sind 70 Arbeiter beschäftigt.

Nach der Betriebsbesichtigung gab’s ein Mittagessen im Betriebsrestaurant und anschließend eine Wanderung rund um den Hohenstaufen.

„Eisenbieger“ auf Mörikes Spuren

Jörg Schneider 2017-10

Im Rahmen des Jahresprogramms wurde bei angenehmen Temperaturen eine Wanderung mit Besuch des Mörikehauses unternommen. Zunächst war der Ausgangspunkt der Ort Hepsisau. Von hier ging es durch die Zipfelbachschlucht 200 m hoch zum Mörikefels, wo einer der „Eisenbieger“ Mörikes „Geister vom Mummelsee“ vortrug. Kurz danach hatte man mit dem 814 m hohen Auchtert den höchsten Punkt erreicht. Die herrliche Rundum-Aussicht konnte man während der Vesperpause auf dem Breitenstein genießen.

In Ochsenwang hatte die Gruppe eine Führung im Eduard Mörikehaus organisiert. Die Leiterin, Frau König, stimmte durch verschiedene Mörike-Gedichte die TG-Sportler auf den schwäbischen Dichter ein, der 1804 in Ludwigsburg geboren wurde und 1875 in Stuttgart gestorben ist. Sein Grab befindet sich auf dem Pragfriedhof.

Bekannt wurde vor allem auch sein Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännchen“ und die „Historie von der schönen Lau“. Im sechsten Jahr seiner Vikariatszeit, die ihn von 1826 bis 1834 in zehn ländliche Pfarreien führte, war er von Januar 1832 bis Oktober 1833 als Pfarrverweser in Ochsenwang. In seinen ehemaligen Wohnräumen wurde eine Ausstellung mit Dokumenten und Zeugnissen des Pfarrers und Schriftstellers eingerichtet, wozu auch das Landeskirchliche Archiv Stuttgart wesentlich beigetragen hat. Am 25. Oktober 1981 konnte das neu gestaltete Mörikehaus Ochsenwang als Literaturmuseum eröffnet werden.

Nach diesen Informationen erfolgte noch eine kurze Besichtigung der kleinen Kirche, in der auch Mörike gepredigt hat. Dieses kleine Gotteshaus wurde von den Ochsenwanger Bauern selbst erbaut und 1706 in Betrieb genommen.

Eine Wanderung am Randecker Maar, der kraterförmigen Senke entlang, brachte die Gruppe zum Hof „Ziegelhütte“ mit Vesperstube und Hofladen. Dort fand der Abschluss statt.

 

Eisenbieger

Jörg Schneider – 2010

Traditionsgemäß gibt es seit 2007 im Mai vor der Sommerpause ein Treffen mit unseren Frauen. In diesem Jahr hatten wir dazu auch den Wochenend-Dienst im Geiselsteinhaus übernommen.

Nach Kaffee und Kuchen wurde der Eisenbieger-Wanderpokal an Günter Ehmer und Jörg Schneider vergeben, die in der Sportsaison September 2016 bis Mai 2017 an keinem Donnerstag gefehlt hatten. Anschließend übergab Übungsleiter Eugen Zeiner Urkunden an die Nächstplatzierten.

Vor dem Abendessen gab es einen Vortrag von unserem Sportfreund Günter Ehmer, der uns anlässlich seiner Urlaubsreise ins Baltikum „entführte“. Sehr informativ waren seine Fotos und Erläuterungen über die Geschichte und Entwicklung des Baltikums und über die drei Hauptstätte von Litauen, Lettland und Estland.

Jörg Schneider und Günter Ehmer erhielten den Wanderpokal

 

„Eisenbieger“ auf den Spuren der Eiszeitkunst

Jörg Schneider – 2017-10

Der Wunsch, Urgeschichte zu erleben, führte unsere Sportgruppe nach Blaubeuren ins Urgeschichtliche Museum (UMU). Zuerst wurde uns der Film „Als die Steine noch lebten“ vorgeführt. Wo heute der raue Wind über die Hochfläche der Schwäbischen Alb pfeift, erstreckte sich vor rund 150 Millionen Jahren ein tropisches Meer. Aus den kalkigen Überresten kleiner Tiere und Korallen, entstand über Jahrmillionen das Gestein, das heute die Schwäbische Alb charakterisiert. In dieser Sonderausstellung konnte man nachempfinden, wie das Wasser das Aussehen der Schwäbischen Alb geprägt hat.

Anschließend übernahm der Archäologe Hannes Wiedmann unsere Gruppe und führte uns durch seine Fachkompetenz bestens in die Schatzkammer der Eiszeitkunst ein. Er erwähnte, dass aus den Höhlen am Rande der Schwäbischen Alb die ältesten Beweise für Musikinstrumente und die ersten figürlichen Kunstwerke der Menschheit stammen.

Die Schwäbische Alb sei die Wiege der Kunst. Hier hat der Mensch die Kunst erfunden, so der Archäologe. Die UNESCO hat die sechs Höhlen zum Weltkulturerbe ernannt. Begründung: Die Höhlen zeugten von einer der frühesten figürlichen Kunst weltweit.

Beim Museums-Rundgang konnten wir die durch Ausgrabungen gefundenen Kunstwerke bewundern. Bis zu 40 000 Jahre alte Fundstücke der Eiszeitkunst aus dem Aach- und Lonetal waren zu sehen.

Hoch oben am Schillerstein

So in erster Linie die bekannte 6 cm hohe Elfenbein-Venus vom Hohle Fels, die älteste figürliche Menschendarstellung und der erste Nachweis künstlerischen Schaffens unserer Urahnen. Sehr beeindruckend auch die Funde von Mammutelfenbein-Flöten, die ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt. Eine Hörprobe war inklusive für uns. Herr Wiedmann informierte uns ferner, dass die archäologischen Fundschichten von der Jüngeren Altsteinzeit bis zur Zeit der Neandertaler vor über 50 000 Jahren reichen und im Hohle Fels nach wie vor Aus-grabungen stattfinden.

Nach so viel urgeschichtlichem Erleben starteten wir über Gerhausen auf die Höhe zum Mittagessen in die Waldgaststätte „Schillerstein“. Ein Verdauungs-Spaziergang auf das 668 m hoch gelegene Schillerstein-Felsmassiv mit herrlichem Rundblick, rundete diesen erlebnisreichen Tagesausflug ab.

 

„Eisenbieger“ auf Radtour

Günter Ehmer – 2017-06

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten die „Eisenbieger“ diesmal keinen Regen zu fürchten. Bei strahlendem Sonnenschein ließ sich niemand von der zu befürchtenden Hitze abschrecken. So fuhr die Sportgruppe bestgelaunt nach Ehingen-Berg und startete von dort zu ihrer diesjährigen Radtour.

Diese führte durch die ländliche Landschaft Oberschwabens über meist unbekannte Dörfer wie Altbierlingen, Schaiblishausen, Ingerkingen nach Oberstadion. Nach einem Vesper auf einem schattigen Spielplatz wurde der Pfarrkirche St. Martin ein kurzer Besuch abgestattet. Neben dem Hochaltar von Martin Stocker befinden sich in der Kirche zehn weitere gotische Altäre der Ulmer Schule.

Körperlich und seelisch gestärkt führte die Fahrt über Unterstadion nach Rottenacker und auf dem Donauradweg zurück nach Berg. Dort konnte in der Brauereiwirtschaft der inzwischen reichlich angewachsene Durst neben dem Hunger gestillt werden, ehe es mit den Autos zurück nach Geislingen ging.

1 2