Blick in die Märklin Produktion

Jörg Schneider – 28.01.2018

Die Entwicklung einer Modellbahn Schritt für Schritt, vom ersten Konstruktionsentwurf bis zum Probelauf live mitzuerleben, das hatte uns schon länger interessiert. Bei unserem Produktionsrundgang am 09.10.2017 und spannenden Blicken hinter die Kulissen, konnten wir hautnah erleben, wie viele einzelne Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung eines Märklin-Modells stecken.

Für eine neue Lok, die aus etwa 350 Einzelteile besteht, benötigt man für die Entwicklung bis zur Fertigstellung 1,5 Jahre verbunden mit etwa 2 Millionnen € Kosten.

Der Rundgang begann im Werkzeuglager, wo sich etwa 700 Stück Druckgussformen befinden. Wir erfuhren dabei, dass die Firma Märklin 1859 in der Innenstadt von Göppingen als eine Firma für Blech-spielwaren gegründet wurde. Außer Elektronik wird heute in Göppingen alles gemacht. Seit Generationen ist Märklin ein Mythos und hat die Weichen im wahrsten Sinne für die digitale Zukunft gestellt. In Göppingen arbeiten etwa 470 Personen im Zweigwerk Györ/Ungarn 730 Personen. Von der Insolvenz 2009 hat man sich wieder nach der Übernahme der Unternehmerfamilie Sieber gut erholt. Die Ertrags-u. Finanzlage sei positiv. In die Instandhaltung in die denkmalgeschützten Gebäude in Göppingen werden € 600 000 in Göppingen investiert. Von Ebersbach aus erfolgt der gesamte Versand an die Kunden.

Voller Stolz erwähnte der Betriebsführer, dass Göppingen zu Recht die Hauptstadt der Modelleisenbahn sei. Technik und Know-how sei Innovation „made in Göppingen“

Jedes Jahr werden 8 bis 10 Lehrlinge in verschiedenen Berufen ausgebildet. Der weitere Rundgang führte uns u.a. durch die Galvanik und Lackiererei, wo Wasserlacke und Klarlack als Schutzlack aufgetragen werden. In der Endmontage mit Lok-Prüfplätze sind 70 Arbeiter beschäftigt.

Nach der Betriebsbesichtigung gab’s ein Mittagessen im Betriebsrestaurant und anschließend eine Wanderung rund um den Hohenstaufen.

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